Säure und ätherische Ölanwendungen behindert den natürlichen Abwehrmechanismus der Bienen gegen die Vorroamilbe

  • Völker die derartig geschädigt wären würden nach der gründlichen Entmilbung nicht mehr in der Lage sein gesunde, starke Wintervölker aufzubauen.

    Wer sagt denn das? Das eine bedingt nicht notwendigeweise das andere... - oder was meinst Du mit "derartig geschädigt"?

    Wenn Bienen Varroen erschnüffeln würden um sie zu entfernen od. anderweitig zu bekämpfen, dann wären unsere Völker im Sommer Varroafrei.

    Tun sie ja, zumindest manche Genetiken - allerdings, der Schluß das die Völker im Sommer varroafrei wären, stimmt nicht. So wie ich das sehe werden die Varroen unter einer bestimmten Schwelle gehalten, sofern man die richtige Genetik dazu hat, Allerdings haben bei den Bienen Arbeiten wie "Futter sammeln" höhere Priorität, als jede Art von Hygieneverhalten...

    Bienen geboren, ausreichend Zeit der Milbenpopulation den Garaus zu machen.

    Das ist eine Frage der Genetik und der Priorität, "hohes Varroabekämpfungsverhalten" sieht man verstärkt bei Trachtlosigkeit und bei einem gewissen Varroadruck - allerdings ist das nicht zu verwechseln mit der "Panik Varroabekämpfung" kurz vor dem Volkskollaps...

    Tun und können sie aber nicht, ...weil ihnen schlichtweg das dazu benötigte Genetische Programm fehlt.

    Falsch, dazu benötigt man "nur" die richtige Gentik(en)...

    Sie erkennen die Milbe nämlich nicht als Feind der bekämft werden muß

    Manche Bienenherkünfte/Gentiken offensichtlich schon...

    • Für Bekämpfung der Varroen auf den Bienen, suche nach "Varroa Kill Faktor" (VKF) - Wallner Österreich - Carnika, "Mite Mauler" - Carpenter USA - Ligustica oder "Mite Mauler" - diverse USA)
    • Für Bekämpfung der Varroa befallenen Brut, suche nach VSH/SMR...)


    Heutzutage ist nicht das Problem diese Genetiken in einzelnen Völkern zu finden, das Problem ist ein oder mehrere dieser Mechanismen in einem Stamm zu vereinen und diese erbfest/stabil in einer Bienenherkunft zu integrieren ...

  • Es bleibt wohl dabei: Die Annahme einer Verätzung der Geruchsorgane der Bienen durch Säuren ist ein Fantasieprodukt.

    , spricht klar gegen eine solche Annahme.

    Ist nur leider ebenso ein "Fantasieprodukt", denn du hast auch keine plausible Begründung dagegen, dass es so ist oder weißt es auch nicht. Der entscheidende Begriff oder Faktor sind die Ionen aus der Säure. Unter der Annahme, dass Bienen elektromagnetische Störungen, wie z.B. ein Gewitter über ihre Fühler wahrnehmen können, wobei auch ionisierte Luft vorkommt ist es keine Fantasie, wenn man ionenhaltige Dämpfe in die Überlegung nimmt.


    Säuren werden durch Ionen zur Säure, das wäre eine plausible Überlegung, die sicher auch wieder als Fantasieprodukt abgewatscht wird. Säuren sind nunmal Elektroyte, die Strom leiten, also sollte man eher in diese Richtung nachdenken.


    Ob man das nun Verätzung oder schmerzhafte Überreizung nennen will, bleibt jedem selbst überlassen. Wenn so ein Dampf oder Aerosol zuviel eines Stoffs enthält oder zuviel unvorteilhafte Ionen, ist man aus dem Rennen, da muss nicht erst ein Organ bis in die tiefsten Strukturen verätzt oder bis zur undefinierbaren Matsche weggeätzt sein...

    Nimm mal zur Probe "eine Nase voll" Tapetenlöser direkt aus der Flasche oder pyrolisiere Knochenöl selbst und öffne den noch warmen Pyrolyse-Aufbau, vllt. kennst du es auch, das ist prinzpiell nicht anders. Nach dem Geruchserlebnis ist noch alles da, nur eben ein Weilchen nicht voll funktionsfähig...

  • Bleibt die Frage: was nutzt die Erkenntnis?


    Sicher ist die AS Behandlung eine Art Chemotherapie. Ich setze die nur sehr gezielt ein, manchmal stellt sich erst im Frühjahr raus: war wohl zu wenig.


    Wir können auch versuchen Wattebäuschen gegen die Beute zu werfen, bis die Milben rauskommen.

    Sicher tun das auch 2 bis drei in vier Wochen. Also die Frequenz erhöhen und weiter werfen.


    Grüße Ralf

  • Bleibt die Frage: was nutzt die Erkenntnis?

    Naja, mir würde es genügen wenn mehr Leute verstehen würden, was sie mit den Bienen eigentlich machen wenn immer öfter und immer länger behandelt wird. Ich habe mit dem imkern begonnen als Varroa noch nicht da war, dann kam Varroa und eine Behandlung im Jahr genügte, dann waren es zwei und jetzt behandeln viele schon dreimal oder sogar öfter im Jahr. Viele tun auch so als hätte die Behandlung keine Auswirkung auf die Bienen und als könnte man die Behandlungen ohne Probleme öfter und/oder länger machen. Wenn man sich das einmal vor Augen hält sollte man zu dem Schluß kommen das es so einfach nicht weiter gehen kann.


    Für alle die Richtung Varroaresistenz züchten, sollten sich überlegen ob eine Behandlung evtl. die Varroaabwehr der Bienen, durch die Behandlung, nicht temporär eingeschränkt wird und wenn ja, dann müsste dies, beim Messen, Meßverfahren oder Messzeitpunkt der Eigenschaft, berücksichtigen werden... - aber diesen Gedanken möchte ich hier nicht weiterverfolgen...

  • Es bleibt wohl dabei: Die Annahme einer Verätzung der Geruchsorgane der Bienen durch Säuren ist ein Fantasieprodukt.

    sehe ich auch so, es kommt eher zu Verätzungen an anderen Bereichen.

    Ist nur leider ebenso ein "Fantasieprodukt", denn du hast auch keine plausible Begründung dagegen, dass es so ist oder weißt es auch nicht.

    Also müssten die Bienen nach 14 Tagen AS Behandlung geruchslos sein. Sprich eine Räuberei wäre demnach auch nicht mehr möglich.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • ralf_2 wir Franz schon schrieb, es sollte in die Überlegungen Einzug halten, mit welchen Mitteln und wie man behandelt, wenn einem varroasensitive Bienen und deren Findung/Auslese am Herzen liegen.

    Oder für jene die befallsorientiert behandeln wollen, für den Rest der Imkerschaft ist es dahingehend wohl eigentlich egal.

    Vielleicht nutzt es auch nur als bloße Erkenntnis, das auch altbewährte Mittel unter einem anderem Gesichtspunkt doch auch immer wieder einmal auf den "Prüfstand" zur sinnvollen Anwendung gehören.


    Oder man kann sich zur Dosierung bzw. Applikationsform neue Gedanken machen etc pp.

    Auch hier gibt es neue (alte) Entwicklungen mit Kontaktstreifen unterschiedlichster Chemikalien.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Markus und Kleingartendrohn löst euch doch bitte von dem Extrem Verätzung gleich totale Zerstörung.

    Jede Säure/Laugeeinwirkung, egal wie schwer, hinterlässt eine Verätzung in unterschiedlicher Schwere.

    Ich schrieb auch nie von tötet Eure Völker sondern behindert die .....


    Mir ist es Wurst was jeder mit seinen Völkern wie macht und warum, ich möchte das Augenmerk nur auf diesen einen von mir bezeichneten Punkt lenken und Gedanken anregen.


    Ob meine These falsch ist, kann sein, aber aus der Luft gegriffen ist sie keinesfalls. Was die Verlinkung zum Artikel bringt? Nichts direkt zu Verätzung der Geruchsorgane, aber wohl zum Aufbau der Geruchsorgane und das es keine ausschließlichen Chitinelemente sind.

    Wodurch meine Argumentation untermauert wird, das es zur Schädigung durch Säuren kommen kann.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • „Wir können auch versuchen Wattebäuschen gegen die Beute zu werfen, bis die Milben rauskommen.

    Sicher tun das auch 2 bis drei in vier Wochen. Also die Frequenz erhöhen und weiter werfen


    Grüße Ralf„


    Ach so geht das auch! Das muss ich mal probieren! 🥳

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Aber diese Gewissheit müsste ausreichen, um nach einem (ev. dem Ausweg) zu suchen.

    Mancher tut es ja. Es ist nur nochnicht gelungen. Die (oft schweigsamen) Einzelkämpfer sind meine Hoffnung. Und sie hoffen sicher auch, dass ...

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • sehe ich auch so, es kommt eher zu Verätzungen an anderen Bereichen.

    Ist nur leider ebenso ein "Fantasieprodukt", denn du hast auch keine plausible Begründung dagegen, dass es so ist oder weißt es auch nicht.

    Also müssten die Bienen nach 14 Tagen AS Behandlung geruchslos sein. Sprich eine Räuberei wäre demnach auch nicht mehr möglich.

    zu 1: in welchen anderen Bereichen ? Hat es nicht weiter vorn geheißen, dass die äußeren/Extremitäten sicher seien? Dann müssten sie nach euren "Annahmen" nämlich auch blind sein und dürften gar nicht mehr fliegen, so ganz navigationslos...

    zu 2: Mal wieder das übliche Spielchen mit der selektiven Sinnentstellung und beliebigem whatboutismus? ich schrob

    Zitat

    ...nach dem Geruchserlebnis ist noch alles da, nur eben ein Weilchen nicht voll funktionsfähig...

    Das ^ Zitat von mir war das Ergebnis eines unfreiwilligen Selbstversuchs, man könnte kulant auch von beinahe Arbeitsunfall reden. Ich habe im Zusammenhang dieses Satzes gar nicht von Bienen geschrieben.


    Du machst genau das Gegenteil daraus: nach der 14-tägigen Verdunstung sind Bienen geruchslos... - so wie du das jetzt gerade gemacht hast, legt man den Grundstein für neue Legenden und neuen bullshit.

    Es ist meine Annahme, dass die Säuredämpfe bei Beginn so wirken können, begründet hatte ich es und mit konkretem Beispiel aus eigenem Erleben beschrieben. Ob das so auf Bienen übertragbar ist, wissen weder du noch ich. Von dir hatte ich schon bessere Antworten zu Themen gelesen, die noch nicht bis ins Letzte wissenschaftlich nachgewiesen worden sind. Ist dir das selbst nicht zu billig, oder muss man mit solchem Mist antworten, um ein Revier zu sichern?


    Wenigstens hat man die Sache mit der 42 nun endlich geklärt...

  • zu 1: in welchen anderen Bereichen ? Hat es nicht weiter vorn geheißen, dass die äußeren/Extremitäten sicher seien? Dann müssten sie nach euren "Annahmen" nämlich auch blind sein und dürften gar nicht mehr fliegen, so ganz navigationslos...

    Alles was irgendwo mit Feuchtigkeit zu tun hat dürfte ein Risiko darstellen. Inwiefern da die Haftlappen oder Tracheen betroffen sind kann ich aber nicht sagen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Nur das Bienen und Brutschäden nach Säurebehandlung das kleinere Übel? sind, und das alternativlos ist.

    AS ist bei mir schon zig Jahre aus dem Programm, glaub zuletzt in 2014 per Schwammtuch eingesetzt. Seither nur noch OS in verschiedenen Versionen

    Gruß Markus


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