Nebenerwerbe für steuern sparen

  • Was wäre denn die klare Antwort wenn man auf Dauer ein Nebengewerbe anstreben würde?

    "Nebengewerbe" oder "landwirtschaftlicher Betrieb im Nebenerwerb"??

    (Als Imker bist Du zunächst Landwirt und kein Unternehmer...)


    Nein, du bist als Landwirt durchaus ein "Unternehmer" (Du betreibst ein landwirtschaftliches Unternehmen), aber nicht "Gewerblich".


    https://de.wikipedia.org/wiki/Urproduktion

    "Die Urproduktion ist gemäß § 6 GewO kein Gewerbe,[6] landwirtschaftliche Betriebe wie Bauernhöfe üben deshalb keine Gewerbe aus."

  • Was wäre denn die klare Antwort wenn man auf Dauer ein Nebengewerbe anstreben würde?

    "Nebengewerbe" oder "landwirtschaftlicher Betrieb im Nebenerwerb"??

    (Als Imker bist Du zunächst Landwirt und kein Unternehmer...)

    Nehmen wir an ich würde außer dem Imkern auch noch Met machen und den verkaufen wollen.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Was wäre denn die klare Antwort wenn man auf Dauer ein Nebengewerbe anstreben würde?

    "Nebengewerbe" oder "landwirtschaftlicher Betrieb im Nebenerwerb"??

    (Als Imker bist Du zunächst Landwirt und kein Unternehmer...)

    Nehmen wir an ich würde außer dem Imkern auch noch Met machen und den verkaufen wollen.

    Schau mal da Direktvermarktung-Landwirtschaft-Die-Grenzen-zum-Gewerbe - da stehen zumindest die Schlagwörter für die weiterer Recherche. Aber auch viel Nützliches.

    Und frag einen StB.


    Meine Einschätzung - Met ist die erste Verarbeitungsstufe. (Honig ist das Uhrprodukt).

    Daher nicht gewerblich - Aber bitte mit StB klären!


    Zitat aus oben verlinkter Quelle: (...) Auch wenn selbsterzeugte Produkte auf dem Betrieb weiterverarbeitet werden, gilt der Erlös aus dem Verkauf bis zur ersten Verarbeitungsstufe stets im Landwirtschaftsbetrieb erzielt. Erst ab der zweiten Verarbeitungsstufe sind gewisse Grenzen zu beachten (…)

  • Hat denn Jemand hier die erste und zweite Verarbeitungsstufen für die Imkerei parat?

    Wie sieht es aus mit Bienenwachskerzen und was wird dann aus der Pauschalbesteuerung?

    Für einen Nebenerwerb sollten doch 70 starke Völker reichen.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hat denn Jemand hier die erste und zweite Verarbeitungsstufen für die Imkerei parat?

    Wie sieht es aus mit Bienenwachskerzen und was wird dann aus der Pauschalbesteuerung?

    Für einen Nebenerwerb sollten doch 70 starke Völker reichen.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Kerzen bin ich mir nicht sicher - ich dachte ich hätte mal was von 2. Stufe gelesen - hätte aber aus dem Bauch auch gesagt, erste Stufe. Hat das jemand zur Hand?


    <70 Völker: Definitiv vorstellbar - muss man sich aber sehr dran anpassen. Was sagen die Kleinen Erwerbsimker dazu? Reicht das einen "Vollerwerb"? Inkl. Frau, 1,35 Kindern und dem Golden Retriever?

    Konzept ist klar - 69 Trachttaugliche Wirtschaftsvölker Anfang Mai. Nach dem Vereinigen und Verkauf der überflüssigen überwinterten Ableger. Da kannst du, wenn du es drauf anlegst und die Manpower hast, Honig von 60 Ernten + 200 Völker Einwintern.

    Im Frühjahr X Völker zum verstärken/ausgleichen auflösen, Rest verkaufen.

  • https://www.lwk-rlp.de/fileadm…01.1_Recht_Uebersicht.pdf


    Also, von unseren ortsansässigen Winzern weiß ich, dass dort der Wein noch zur ersten Verarbeitungsstufe zählen würde.

    Nach einem privaten Gespräch mit der Sachbearbeiterin auf meiner zustänsigen VG wird das Kerzen herstellen dort bereits zur zweiten Verarbeitungsstufe gezählt und ist entsprechend zu handhaben. Aber das kann andernorts wieder anders ausgelegt werden. Aber es kommt dann wohl auch auf die Menge dessen an, was man wo verkaufen kannst.

  • Für einen Nebenerwerb ja, für eine Haupterwerb nein.


    60 Völker Ernten und 200 zum Spass die du dann noch verkaufst wird aber nichts werden, da Verkauf ja auch Ertrag wäre. Es zählt ja auch die Jahresdurchschnittszahl. Die große Frage die sich da immer ergibt was ist den jetzt ein Volk. Da hört man von verschiedenen FAs verschiedenes, das eine FA zählt nur Wirtschaftsvölker das nächste Zählt Begattungseinheiten dazu

  • Das ist der Punkt. Vom Finanzamt bekommt man vorher keine Aussage was es für definitive Grenzen gibt. Auf jeden Fall keine keine einheitlichen.

    Wie viele Stunden sollen denn auf Dauer in der Woche in der Imkerei zugebracht werden? Ist ein anderer Vollzeitjob vorhanden, der weiterhin voll ausgeübt werden soll? Ist beim Arbeitgeber die Arbeitszeit so flexibel, dass dann Zeit vorhanden ist, wenn die Bienen das brauchen?

    Sonst heißt es: Willst Du Dein Geld fliegen seh`n, dann musst Du zu den Bienen gehen!

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.