Völker bewusst aus der Brut füttern

  • Moin.

    Gedankenspiel:

    Wenn ich mit einem eher kleinen Brutraum arbeite (z.B. eine Flachzarge), dann gebe ich ja üblicherweise vorm Einfüttern zusätzlichen Raum, in den dann aufgefüttert wird.

    Wenn ich aber die Völker in diesem engen Raum halten und dann darin kräftig auffüttern würde, dann sollte es möglich sein, die weitestgehend brutfrei zu bekommen. Wenn ich dann z.B. Mitte August die letzten Brutreste ausschneide und brutfrei behandle, dann könnte ich eine Zarge mit ausgebauten Waben untersetzen, in der dann vermutlich ein neues, großes Brutnest angelegt wird.

    Man hätte ein paar Wochen ordentliche Bärte an den Beuten, aber schwärmen werden die deswegen nicht mehr...


    Gibts sowas als Konzept?

    Dank und Gruß,

    Thomas

  • Interessante, aber auch riskante Idee.


    Beim herbstlichen Wetterverlauf der vergangenen beiden Jahre, als zumindest meine Völker bis in den späten Oktober in Brut waren würde ich sagen, dass das klappen könnte und die Völker sich genug Bienenmasse für die Überwinterung nachziehen.


    Aber was ist, wenn es Anfang Oktober bereits herbstlich und winterlich kalt wird?

  • Man hätte ein paar Wochen ordentliche Bärte an den Beuten, aber schwärmen werden die deswegen nicht mehr...

    Die Bärte schmelzen schneller, als Du Piep sagen kannst. Und diese Bienen lassen sich auch nicht mehr reaktivieren, wenn die sich einmal nutzlos fühlen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife