Anfänger auf der Suche nach der richtigen Behandlung

  • Find ich nicht zuviel. In der Anleitung zum Liebig steht Verdunstungsmenge 15-30ml je Tag (abhängig von Beutengrösse) , 7 Tage am Stück. 12er Dadant ist ja groß... Derzeit sind die Temperaturen ja relativ niedrig, daher ist ein (zu) schneller Konzentrationsanstieg durch das Tuch in der Beute wohl eher nicht zu erwarten.


    (Anfängermeinung)

    Gruß, Thorsten

  • Immenreiner TierArzneiMittel


    Im Gegensatz zur Behandlung mit organischen Säuren bzw. Totaler Brut Entnahme (syn. totale Bauerneuerung).


    Hab ich hier gelernt, ich hielt das für gängig - als Antwort an einen Anfänger aber weniger brauchbar, 'tschuldigung.


    hartmut in manchen anderen Foren bekommt man eine Auflösung angezeigt, wenn man mit dem cursor über der Abkürzung verweilt. Nur eine Anregung, ich habe keine Ahnung, wie aufwändig das zu programmieren wäre und ob es die software überhaupt hergibt.

  • Ich denke, es ist an der Zeit, zu der ursprünglichen Frage zurückzukehren und etwas seriöser zu bleiben.


    Zunächst einmal: Keine Behandlung ohne Diagnose, schon gar nicht Ameisensäure ohne Notwendigkeit anwenden!


    Erstmal Befall abschätzen, dann weiter sehen. Zum Abschätzen gibt es mehrere Methode, z.B. Windel, Puderzucker, Bienen Auswaschen, ...


    Wenn denn der Befall die kritische Marke übersteigt, dann behandeln. Richtwerte z.B. in der Dropbox von Pia Aumeier (Pias Dropbox in Suchmaschine suchen oder folgenden Link anklicken):


    https://www.dropbox.com/sh/9qr…&subfolder_nav_tracking=1


    Zur Behandlung mit Ameisensäure gibt es diverse Verdunster, die würde ich dem Schwammtuch vorziehen. Bei einem Ableger habe ich auch eine Blockbehandlung mit Oxuvar gemacht (gesprüht ohne Zucker).


    Viele Grüße


    Carsten

  • Wo sind deine konkreten sicheren Vorschläge für den Anfänger? Kann doch so schwer nicht sein.8)

    Blühwiese“

    Ich habe mich nicht vorgedrängelt!

    Deshalb ...!

    Aber Du ...

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • 7 Tage am Stück. 12er Dadant ist ja groß.

    Anmerkung: Nein, ist es nicht, ist kleiner als zweiräumig Zander

    Immenreiner : Danke für die Richtigstellung. Dadant ~50l, 2xZander ~80l ist mir jetzt nach nochmaligem Lesen der Liebig-Dispenser Anleitung auch aufgegangen. Da jedoch die Dosierungsempfehlungen für die beiden Beutenmaße dort gleich sind, war Dadant 12er für mich "groß".


    Gruß Thorsten

  • Suche nach der richtigen Behandlung, gibt es keine. Jede Behandlung kann Erfolg haben wenn sie richtig und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wird.

    Ich führe keine Behandlungen mehr mit Ameisensäure durch, da zu viele Faktoren den Erfolg verhindern und auch Königinnenverluste auftreten können. Ein Imkerkollege von mir nimmt in Kauf das die Brut für 14Tage unterbrochen wird und kommt damit gut zurecht.

    Ich behandele jetzt mit OS-Dampf und im Spätherbst mit OS-Träufelung, seit Jahren fast ohne Verluste.

    Bedampft am 26.8.20 heute Milben gezählt, bei 5 Völkern davon 3 Ableger zwischen 15 und 60 Milben

    bei den anderen 5 Völkern zwischen130 und 350 Milben. Letzteres auch mit einem guten Honigertrag.

    Eine Behandlung aller paar Tage (3-7Tage) führe ich nicht mehr durch, sondern eher nach Fingerspitzengefühl, das ist bei jeder Behandlung von Nöten.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Bedingt durch Paralysevirus Befall habe ich dieses Jahr das erste mal wieder zur Ameisensäurebehandlung nach der Honigernte gegriffen.

    Kurzzeitbehandlung mit Schwammtuch.

    Ich konnte nichts Negatives feststellen, Temperatur hat auch gepasst.

    Da ich sowieso umweiseln wollte, wäre es nicht ganz so schlimm gewesen, hätte die Königin einen Knacks bekommen.

    Bei meinen jungen neu gekauften hätte ich es vielleicht nicht gemacht.

    Die schwarzen Zitterbienen sind danach verschwunden gewesen.

    Trotzdem habe ich dann alle 4 Völker einer TBE unterzogen, brutfrei mit Oxalsäure gesprüht, alles eigentlich etwas spät.

    Aber sie stehen jetzt super dicke da und drei davon haben seit einer Woche eine junge Königin.

    Man muss jedes Jahr neu entscheiden, denke ich.

    Immer den Milbenfall und das gesamte Volk im Auge behalten und danach genau handeln.

    Im letzten Jahr habe ich ein etwas legeres Behandlungskonzept gehabt, das hat sich im Frühjahr gerächt.

    Aus Fehlern muss man lernen.

  • Das mag bei Temperaturen Nähe Null sicher stimmen, aber zumindest in unserer Region hier haben wir im Spätherbst und Frühwinter sehr viele Tage mit zweistelligen Temperaturen, an denen die Bienen auch fliegen. Daher findet sich zumindest hier auch immer ein guter Tag zum Bedampfen.