Futter abschätzen

  • Wir kaufen irgendwie immer zuviel :rolleyes:, bei eigentlich allem.

    Haben ist besser als brauchen. Eine Saison ist physisch und psychisch

    schon heftig genug, wenn es dann beim Material oder anderem

    vermeidbar kneift, gehen bei mir alle Laternen an. Da ärgere ich

    mich so heftig drüber das ich die paar Stunden Schlaf die ich eh

    nur hab auch nicht vor Frust bekomme......

    Daraus habe ich für mich meine Lehren gezogen. Alles an

    Verbrauchsmaterial wird bereits im Winter beschafft, der Honig

    für den Saisonzeitraum komplett abgefüllt/etikettiert, das Futter

    kommt spätestens Ende Mai/Anfang Juni und 2000 Liter mind.

    mehr als veranschlagt (im Zweifel kann man Kollegen aushelfen,

    wird ja aber auch nicht schlecht). Auch alle gängigen Ersatzteile

    für die Maschinen bis hin zur Ersatzsteuerung für die Schleudern

    liegen bereit, z.B. auch die gesamte Ersatztechnik für einen

    Brutschrank. Ich habe einfach schon zuviel erlebt, bin froh das ich

    es jetzt so halten kann, ist eine Form von Luxus für meine Nerven.

    Wenn man etwas größer imkert jagt irgenwie immer eine

    Unwägbarkeit oder Katastrophe (mind. gefühlt) die andere und man

    läuft nur all zuschnell hinterher. Je ehrgeiziger man (Imker) ist, je mehr

    trifft es einen dann.......das Rad dreht sich, und das Imkerlein sitzt drin.

  • Ist doch eigentlich recht einfgach: Volk per Auge und Wabenkontrolle auf gewünschte volle Futterwaben bringen, anschließend wiegen ob mit oder ohne Deckel egal, nur alle gleich wiegen. Dann alle Völker mit gleichem Kistenaufbau auf gleiches Gewicht bringen.

  • Vor dem großen wiegen steht hier aktuell noch das große füttern. Bei den Jungvölkern sind wir dabei bis Ende September/Anfang Oktober sehr zurückhaltend die große Ladung gibt es erst zum Schluss. Zuvor reicht es uns wenn sie 3-4 kg Vorrat im Schnitt haben. Diese Vorgehensweise ist dem Umstand geschuldet das wir unsere Jungvölker in der Zeit von Mitte Juli bis Ende August bilden (Kunstschwärme). Video Fütterung Jungvölker 1 / Video Fütterung Einsatz Futterpumpe / Video Fütterung Einsatz Futterpumpe 2


    Aktuell kommen jetzt langsam die Völker aus der Heide heim, die müssen abgeerntet, ggf. zu Kunstschwärmen verarbeitet und aufgefüttert werden. Ggf. erforderliche Umweiselungen werden in den Arbeitsablauf integriert.


    LG

    Frank

  • Sirup ist ja invertiert also dürfte da ja kein Wasser mehr zum abziehen sein, oder?

    Da geht noch Wasser weg. Zudem sind da noch Umarbeitungsverluste mit dabei. Es wird jetzt auch noch verbraucht,

    ... aber irgendwann muss man ja mal fertig werden mit einfüttern.

    Invertiert bedeutet, dass die Zucker enzymatisch aufgespalten wurden, hat nichts direkt mit dem Wassergehalt zu tun. Sirup ist noch flüssiger als das, was in den Zellen landet, zudem verbrauchen sie wie Marcus schrieb und bei dem Wetter - ohne viel Tracht je nach Region, aber mit Pollen - noch einiges.


    Futter rühre ich immer reichlich an, da bin ich bei Frank Osterloh. Will es weder kurzfristig besorgen noch im Frühjahr wie früher zittern. Dafür liegen hier jetzt immer Zuckersäcke.

  • Wo bekommst du die Säcke her?

    Vom Zuckerlieferanten, die verkaufen auch 25kg Säcke, oder diese auf Europaletten. Letztes Jahr gab es diese noch relativ billig, momentan haben die auch den Preis pro KG wie im Angebt im Supermarkt.

    Wohnt man im Süden kann man zollfrei, bis 300kg pro Fahrt, in Samnaun einkaufen, deren aktuelle Preise habe ich aber nicht... - füher habe ich da einmal 10,40€ pro 25 KG Sack gezahlt, diese Zeiten sind aber definitv vorbei...

    Bei den aktuellen Zuckerpreisen habe ich diese Jahr lieber gleich gutes Fertigfutter im Container gekauft, das war nicht viel teurer und ich muss nicht anrühen...

  • Eigentlich komisch, wo letztes Jahr doch die zuckerquote gefallen ist

    Der weltweite Zuckerkonsum steigt an, es gab schlechte Rübenernten in den letzten zwei Jahren und durch den Abfall des Zuckerpreises haben die großen Akteure wie Südzucker ein paar Raffinerien geschlossen und somit die Produktion verknappt.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • 10,40 € pro 25 KG Sack gezahlt,

    Der Preis für Biozucker hat sich interessanterweise kaum geändert. Er liegt ja auch viermal so hoch.

    Der Markt ist da wohl noch spezieller. Mittlerweise gibt es viel mehr europäischen Rübenzucker.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • 'Mafia' umschreibt es ziemlich gut.

    weil Biozucker ist nicht gleich Biozucker, bei Bioland musst(solltest) du auch bei Bioland Zucker kaufen. Dafür kauft dann der Biolandzuckerbauer nur Bioland Honig. Das wusste ich noch nicht.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Hallo,

    Wo bekommst du die Säcke her?

    mal aus dem Großverbraucher-Markt (Sel-KLEIN), da war er vorletztes Jahr noch ganz günstig, letztes Jahr und dieses Jahr von einem der großen Anbieter von Imkerbedarf, dem aus Würselen. Da bin ich sehr zufrieden, denn entweder ist der Preis pro Sack hoch oder der Transport ist teuer.

    Discounter bekomme ich nicht die Menge, die ich brauche, aber manche haben Glück und bekommen dann 1- oder 2-Kilopakete auf der Palette zum Endverbraucherpreis und habe dann nur noch die Arbeit, die einzeln öffnen zu müssen. Das Glück habe ich nicht.

    Kommendes Jahr wohl direkt ab der Zuckerfabrik, das Problem ist auch der der Transport nach Berlin- man glaubt nicht, wie wenig Zuladung ein 7,5-Tonner eigentlich nur hat.


    Letzten Herbst zogen die Zuckerpreise weltweit stark an, als sie dann zum Frühjahr 2020 wieder an den Märkten nach unten gingen, waren die Kontrakte wohl schon gemacht und bisher hat keiner der

    Verkäufer seine Preise wieder gesenkt. Ich kaufe ungefähr zum Preis im Lebensmitteinzelhandel plus die Frachtkosten.

    Eigentlich komisch, wo letztes Jahr doch die zuckerquote gefallen ist

    Der weltweite Zuckerkonsum steigt an, es gab schlechte Rübenernten in den letzten zwei Jahren und durch den Abfall des Zuckerpreises haben die großen Akteure wie Südzucker ein paar Raffinerien geschlossen und somit die Produktion verknappt.

    Die internationalen Preise bewegen sich auch recht heftig - aber wir haben keinen richtigen Marktzugang. Die Großeinkäufer für Sackware wie die Bäckerinnung beliefert uns Imker nicht.

    Und selbst in der Hauptstadt mit Bäckereien, Brauereien, StartUps und viel Freaks usw hast du im Großmarkt Probleme, wenn Du mehr als 5 Säcke auf einmal kaufen willst.

    Die Met** in Ludwigshafen verkauft den gleichen Zucker wie in Berlin - allerdings ist die Sackware im Süden um fast 30 Prozent billiger.

  • Die Großeinkäufer für Sackware wie die Bäckerinnung beliefert uns Imker nicht.

    Mir hat ein Bäcker gesagt, dass sich die Sackware preislich kaum vom Discounter abhebt.

    Wenn's wirklich billiger werden soll, muss man wohl lose Ware (1.000 kg Bigpack usf.) kaufen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)