Futter abschätzen

  • Zielgewicht müßte doch bei 12er Dadant mehr oder weniger bekannt sein (40kg?).

    Das hängt aber auch von der Anzahl der Rähmchen und dem Material der Beute ab, je nach Beutebauart sind das bei mir entweder ca. 34kg (neue leichte Holzbeuten) und ca. 40kg (alte schwere Holzbeuten) - bei 8-10 Waben...

    Bei mir (Dadant 12er) wiege ich nur mit Innendeckel (ohne Außen- und Blechdeckel) und versuche auf etwas über 30kg zukommen. Die Beuten sind aus Weymouthskiefer.

  • So, Haken gefunden, Kofferwaage auch: das WV am Haus (Zarge Weymouthkiefer, Rähmchen mit Hartholzseitenträgern, kleines Anflugbrett und Propolisgitter aus Plastik) wiegt ohne Blechdeckel aber mit Isselierung (Weichfaserplatte) im ID:

    - vorn ca. 15kg,

    - hinten 16-17,

    zusammen also 31-32kg.
    Wenn ich die 8kg vom Milbenzüchter als Orientierung für das Gewicht der Wohnung nehme (ich werde meinen Kram später auswiegen) und 3kg für Bewohnerinnen und Inneneinrichtung rechne, komme ich auf 11kg, die ich von meinen 31kg abziehen muss.


    Das wären dann satte 20kg Futter...

    Selbst wenn ich die vollen Waben mit 4kg ansetze, komme ich da nur auf 16kg :/.

    Aber halt: weil die bauten, wie wild, hatte ich Ihnen vor zwei Wochen noch eine 11. Wabe (MW) spendiert und es läppert noch. Könnte also hin kommen...

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • 3kg für Bewohnerinnen und Inneneinrichtung rechne

    Das ist zu wenig, ein Volk das jetzt auf 8-10 Waben sitzt hat schon wesentlich mehr als 3kg Bienen - ziehe dafür lieber 6-8kg ab!

    Ah, ok, danke, Franz! Zielgewicht wären also dann tatsächlich eher 34-35kg (wenn mein Krempel auch um 8kg leer wiegt).

    Ich werde darauf achten, dass das BN nicht eingeschnürt wird und im Zweifel im Frühjahr lieber ein paar Futterwaben einschmelzen.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Hallo Waldi,


    jetzt ist es "zu spät" - aber am einfachsten ist es , vor dem ersten Einfüttern kurz vor und hinten zu wiegen. Kann man auch einen Gurt durchführen und oben verschließen/verknoten, wenn man keinen Haken hat. Bei den Kofferwaagen aus dem Discounter gibt es welche, die schon ein kleines Blechstück haben, das reicht meist.

    Rähmchen sind leicht, bei Zander kannst Du pro Zarge (10 Rähmchen ) auch noch mal ein Kilo alleine für die Mittelwände rechnen.

    Kleiner Unsicherheitsfaktor ist wohl, dass bei Holzbeuten (und Rähmchen) nicht bekannt ist, wieviel das Gewicht durch aufgenommene Feuchtigkeit zugenommen hat (im Gegensatz zur zimmertrockenen Neuware). [...]Nicht einschätzen kann ich, inwieweit sich auswirkt, wie groß das Brutnest noch ist.[...] kann ich die Futtermenge nicht auch anhand der Menge der verdeckelten Futterwaben abschätzen? [...] Geht das nicht auch so? Oder übersehe bzw. mißverstehe ich etwas?

    Waldi, Du machst Dir Sorgen über das Gewicht der möglichen Holzfeuchte, willst aber auf der anderen Seite das Futter (mühsam, Wabenseite für Wabenseite schätzen?


    Rate, warum man - insbesondere Anfängern - immer wieder zu WIEGEN rät?!? ;)

    Holzfeuchte - so knapp , dass das eine Rolle spielen könnte, willst Du nie einfüttern!

    Brutnest , ok, ich gehe immer davon aus, dass das alles zusammen nicht mehr 4 Kilo wiegt, da ist Luft drin... Vorher wiegen macht das genauer.


    (sehe, das wurde auch schon alles angemerkt - ich lasse es mal als Bekräftigung stehen)

    Schätzen ist möglich, aber in meinen Augen Mist: Du wühlst 10 Minuten lang das ganze Volk auf zwei Zargen durch, am besten noch an einem kaltfeuchten Niesel-Tag im Oktober, wenn Dich aufgrund des bisherigen Wetterverlaufs das Gewissen plagt. Wabe um Wabe, pustest Bienen zur Seite, um Achtel zu schätzen. Verschätzt Dich an Ecken, weißt nicht , ob alle Waben gleich tief ausgebaut wurden....

    Ich rate Dir, jetzt einmal durchwiegen. Aufschreiben. Dann kannst Du auch im November oder im Januar vergleichen, mit zwei schnellen Kontrollen vorne und hinten. Ich gehe einmal vorne entlang, einmal hinten und rufe einem Helfer die Gewichte zu, der schreibt. Dauert Sekunden.

    Ich mag nicht ohne Bienen...

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  • So, wenn der Postmann zweimal klingelt...


    Wie es der Zufall wollte, kamen heute zwei BR incl. Zubehör. Ich mache die Rechnung nochmal im Detail auf, vllt. hülft es ja (in Zukunft) der einen oder dem anderen:


    Gewogen wurden: zwei Brutraumzargen (aufeinander) incl. Böden und Deckeln mit Dämmung, zwei kurze Anflugbretter und zwei Keile. Gewogen wie oben beschrieben. Vorn waren es 11, hinten 10kg, ich veranschlage also


    10,5kg für die Beute.


    Zwei fertig eingelötete Rähmchen incl. Abstandhalter wiegen 790g. Pro Rähmchen dürften dazu noch 50-60g Wachs kommen (Ausbau). Ich veranschlage also bei 10 Rähmchen


    4,5kg für Rähmchen und Wachs.

    Zwischensumme: 15kg nur für Haus und Inneneinrichtung.


    Größter Unsicherheitsfaktor scheint das Gewicht von Bienen und Brut zu sein. Hier werden Zahlen von 2-8kg genannt, wobei FranzXR , wenn ich ihn richtig verstehe, mit 6-8kg Bienen, Brut und Wachs rechnet. Nicht ganz klar ist mir, ob darin auch das Kilo Pollen enthalten ist, auf das Marcus Göbel freundlicherweise hingewiesen hat. Da muss ich dann wohl doch mit der Mütze schlagen und würde, trotzdem es nach wie vor ein starkes Volk ist,


    6kg für Bienen, Brut und Pollen veranschlagen.


    Damit bin ich bei stolzen 21kg, was bedeutet, dass das Volk auf lediglich 10kg Futter sitzt. Spannend: das weicht nun statt 4kg nach oben 6kg nach unten ab (bezogen auf die von mir nach Optik geschätzten 16kg verdeckeltes Futter) :/.


    Andererseits lägen die dann anzupeilenden ca. 39kg Gesamtgewicht (ich hätte gern 18kg Futter im Volk, das hat sich nach Auskunft vor Ort im langjährigen Mittel bewährt) schon recht nahe an den hier schon genannten 40kg Wintergewicht für eine Dadant-Brutraumzarge (mit Boden und Deckel).


    Ich werde mal weiter einfüttern und dabei darauf achten, dass das BN nicht zu sehr eingeschnürt wird.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Ja, und mach da keine wissenschaftliche Arbeit draus. Wenn's doch mal knapp wird, kommt halt im Frühjahr ein Päckchen Futterteig drauf. Die verhungern ja nicht im Dezember, sondern im März-April. Da war's dann mit Sicherheit schon Mal warm genug zum kontrollieren.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ja, wie viel müssen die Völker samt Kisten denn wiegen? Die sind doch verschieden stark. Auch wird in jeder Region anders gefressen und gebrütet und jede "Rasse" ist anders im Verbrauch, und an welchem Stichtag wird denn gewogen? Mann, mann, was ist Imkern doch kompliziert! Da füttere ich doch lieber so lange und so viel in kleinen Portionen bis der Arzt kommt, d. h. bis sie nichts mehr aufnehmen. Überschüssige Futterwaben sind mir im nächsten Jahr sehr willkommen, um auszugleichen und für den Jungvölkeraufbau. Wenn ich Lust habe, gucke ich mal rein, ob für Futter noch genug Platz vorhanden ist, und im Vorfrühling beim Schieden sehe ich, ob welche noch Futterwaben von anderen gebrauchen können. - Fertig -