Wespen-Alarm

  • so wie er das beschrieb, lag es eher an mangelnder Verteidigungsbereitschaft - und da sind wir dann doch eher bei Genetik, so wie wasgau immen das beschrieben hat, oder?

    Oder die Bienen waren durch Dinge wie Varroa so geschwächt das sie zum Verteidigen keine Kraft mehr hatten. Ägnliches kann auch bei fehlendem Futter oder bei Weisellosigkeit auftreten... - wie sicher ist Du Dir das es nicht am Imker lag? Wie stark waren diese WVs bevor die Wespen einfielen?

  • FranzXR Das kann ich nicht beurteilen - nicht zuletzt, weil ich die Völker nicht gesehen habe - und ich mochte als Neuling auch nicht naseweis nachbohren 🤷🏻‍♂️.


    Bei dem was ich hier so lese ist für mich jedenfalls das Fazit, dass starke und gut behandelte Völker - ohne sie allzusehr zu betüdeln - auch in dieser Hinsicht die beste Versicherung sind. Inwieweit mir das in Zukunft gelingt, wird sich zeigen....

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Ich will keineswegs widersprechen - dafür kenne ich mich damit noch viel zu wenig aus. Daher ist meine Frage ernst gemeint: Ist es nicht letztendlich trotzdem auch eine Frage der Heftigkeit mit der ein Volk angegriffen wird?

    Der Ansturm wird nur grösser, wenn die Wespen merken, dass es was zu holen gibt.

    Derzeit steht bei mir nur eine Einheit unter Beschuss und die hatte letzte Woche noch mal begründet einen Nachschlag AS.

    Derzeit habe ich mind. 4 unterschiedliche Wespenarten hier rum, mengenmässig die absolute Übermacht. Die Völker sind davon nur minder beeindruckt.

  • Wenn es mehr Wespen gibt, haben es die Bienen schwerer sich zu verteidigen. Das ist nicht zu leugnen.

    Und die verschiedenen Wespenarten ziehen auch unterschiedlich lange Brut auf und Geschlechtstiere. Das kann durchaus auch noch in den September gehen. Je nach Witterung auch länger.

  • Und die verschiedenen Wespenarten ziehen auch unterschiedlich lange Brut auf und Geschlechtstiere. Das kann durchaus auch noch in den September gehen. Je nach Witterung auch länger.

    Nur am Rande eine kurze Ergänzung hierzu.

    Melanie von Orlow (#Hynenoptera hier im Forum) geht für die Zukunft davon aus, dass es zukünftig auch bei uns durchbrütende Wespenvölker ganzjährig geben könnte. Frei zitiert aus einem Spiegel-Interview diese Woche.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Einmal etwas kleckern beim Füttern reicht schon, und ein Volk Ist absolut chancenlos.


    Auch das Kleckern ist nunmal ein imkerlicher Fehler. Der sollte nicht einmal Anfängern passieren bzw. wenn es passiert, dann sollte der Imker sofort die Verlockung beseitigen, resp. jederzeit auf entsprechende Gegenmaßnahmen vorbereitet sein.

    Mein Imkereifachhändler betreibt eine Bienenfuttertankstelle. Dort wird peinlichst und permanent auf Sauberkeit geachtet. Einmal passierte ein Malheur. So schnell, wie Mitarbeiter und sogar der Chef sprangen, putzten, wischten und das griffbereite Nelkenöl einsetzten, so schnell konnte die staunende Kundschaft gar nicht gucken!

  • Nur am Rande eine kurze Ergänzung hierzu.

    Melanie von Orlow (#Hynenoptera hier im Forum) geht für die Zukunft davon aus, dass es zukünftig auch bei uns durchbrütende Wespenvölker ganzjährig geben könnte. Frei zitiert aus einem Spiegel-Interview diese Woche.

    Gruß Eisvogel

    Kommt halt auf das Nahrungsangebot an. Wenn auch im Winter durchgehend Futter in Form von Mückenlarven und -maden zur Verfügung steht, werden sich auch die Wespen anpassen. Im Moment sind die allermeisten Nester aber bereits leer.

  • Die Nester werden dann auch nach dem Zyklus leer sein. Nur die begatteten Königinnen werden teilweise anfangen keine Winterruhe mehr zu halten. Haben sie damit Erfolg, vererben sie diesen Vorteil weiter. Aber vielleicht kommt alles anders und es wird wieder kälter, wer weiß ;)

  • Die Nester werden dann auch nach dem Zyklus leer sein. Nur die begatteten Königinnen werden teilweise anfangen keine Winterruhe mehr zu halten. Haben sie damit Erfolg, vererben sie diesen Vorteil weiter. Aber vielleicht kommt alles anders und es wird wieder kälter, wer weiß ;)

    so schnell geht das aber nicht mit dem Vererben.

    Und wenn, dann sind noch Gene aus längst vergangenen Zeiten da, nur nicht angeschaltet.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Einmal etwas kleckern beim Füttern reicht schon, und ein Volk Ist absolut chancenlos.


    Gruss

    Ulrich

    Dann war es kein "Volk" im Sinne von stark und überwinterungsfähig.

    Ich kleckere leider laufend.:(


    War gerade bei meinen Summsies und bin wieder mal echt angetan. Richtig voll von den Dreizargern bis zu den ehemaligen Einwabenablegern, welche jetzt auch auf 2 proppevollen Zargen sitzen. Die Hohen Böden hängen durchweg voller Bienen und alles schaut auch gesund aus. Das heißt, es sind keinerlei flugunfähige Bienen irgendwo auf dem Rasen zu sehen. Dazu passend haben die Wespen auch kaum Interesse an den Bienen. Das kenn ich auch anders in manchen Jahren, da gab es die Hüpfer und richtige Wespenangriffe auch auf die starken Völker mit Balgereien am Flugloch. Meiner Meinung nach kam das durch den höheren Anteil geschädigter/verendeter Bienen und den dadurch bedingten Geruch, der die Wespen rasend macht.

    Heuer dagegen habe ich bei den Dreizargern noch nicht mal mit dem Behandeln angefangen. Ich bin zwar auf die Unterschiede zwischen den Völkern im Umgang mit Varroa und Co. scharf, aber nicht böse, wenn ich mal nichts vorfristig machen muss.^^

  • so schnell geht das aber nicht mit dem Vererben.

    Und wenn, dann sind noch Gene aus längst vergangenen Zeiten da, nur nicht angeschaltet.

    So genau kenn ich mich da nicht aus. In der Genetik soll es ja so ein bisschen einen Streit um das sogenannte Erbgedächtnis geben. Links dazu muss ich leider schuldig bleiben.

    Die Wespenkönigin, welche vielleicht einen hohen Kältewiderstand hat und Nahrung in irgendeiner Form vorfindet, wird eventuell keine Winterstarre halten und gleich wieder ein Nest gründen. Geht das gut vererbt sie diese Eigenschaft an ihre Kinder. Aber offensichtlich müsste noch viel passieren bevor in unseren Breiten auch im Winter genügend Nahrungsangebot von jagdbaren Insekten ständig vorhanden ist. Ich sag immer, solange wir die Palmen noch rein nehmen müssen...;)

  • Hallo Zusammen,


    ich habe bei mehreren Mini+ das Flugloch mit einem Bienen-Korridor eingeengt.
    Das Ergebnis: Bei zweien haben die Wespen von innen an den Schwachstellen Durchgänge genagt. Die habe ich erst nach drei Tagen bemerkt. Der Schaden war beträchtlich. Beide waren fast ohne Vorrat. Zum Glück ist der Weisel nichts passiert.







    BTW: Kann mir jemand einen Tipp geben, wie man solche Löcher im Hartschaum reparieren kann?
    Danke, Ralf

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.