Was tun bei zu viel Honig?

  • Ein herber Preisverlust ist es ja nicht wirklich.

    Es steckt viel weniger Aufwand und Materialeinsatz dahinter.

    Eigentlich wäre es ökonomisch am sinnvollsten, wenn der eine Imker nur Honig bis in den Eimer produziert und der andere Imker mit Verarbeitungsequipment die Verarbeitung, Abfüllung und Vermarktung übernimmt.... :/

    Gab es da nicht was? Ach ja, die Spezialisierung!

    Schon haben beide bei geringerem Investment am Schluss mehr in der Tasche.

    Das wäre genau die Konstellation die sich ergeben könnte, bei einem Imker im dünn besiedelten und reich beblüteten Gebiet in Zusammenarbeit mit einem Imker aus einem der deutschen

    (oder eropäischen) Speckgürtel.

    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Also beim Großabnehmer kriege ich für 500kg a 3,80 €/kg = 1.900 €.


    Wenn ich die 500kg in 500g Gläser für 5 € verticker, was ja laut vieler Meinungen die unterste Preisschwelle ist, bin ich bei 5.000 €.


    Es würde mich interessieren, ob die Differenz durch Arbeits- und Materialkosten aufgesogen wird. Zumal der Überschuss bei rall0r ja kein singuläres Ereignis ist, wenn er die Völkerzahlen nicht senkt, d.h. man steht jedes Jahr vor der Entscheidung.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Rall0r lebt ja im Speckgürtel, der große Absatzmarkt ist vor der Tür.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Also beim Großabnehmer kriege ich für 500kg a 3,80 €/kg = 1.900 €.


    Wenn ich die 500kg in 500g Gläser für 5 € verticker, was ja laut vieler Meinungen die unterste Preisschwelle ist, bin ich bei 5.000 €.

    Es würde mich interessieren, ob die Differenz durch Arbeits- und Materialkosten aufgesogen wird. Zumal der Überschuss bei rall0r ja kein singuläres Ereignis ist, wenn er die Völkerzahlen nicht senkt, d.h. man steht jedes Jahr vor der Entscheidung.

    3,80 € ist ja kein üblicher Glaspreis und somit keine adäquate Vergütung für ein kg Honig.

    Deswegen, Imker to Imker!

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Ja, da bin ich bei dir/euch. Gerade in Berlin und Umland sollte das klappen. 8)

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Eigentlich wäre es ökonomisch am sinnvollsten, wenn der eine Imker nur Honig bis in den Eimer produziert und der andere Imker mit Verarbeitungsequipment die Verarbeitung, Abfüllung und Vermarktung übernimmt.... :/

    Gab es da nicht was? Ach ja, die Spezialisierung!

    Das setzt ein Vertrauen und hohes Verantwortungsbewusstsein voraus. Nicht, dass es dies nicht gäbe, es muss aber erst gefunden werden und zusammenpassen.


    Ein gutes Beispiel für die Spezialisierung möge die Praxis in Dänemark gelten, z.B. den Honig bei entsprechend ausgerüsteten Imkereien schleudern zu lassen oder das Wachs schmelzen zu lassen. Man liefert die Zargen / Rähmchen und erhält diese geleert und die entsprechenden Produkte zurück.


    Das erfolgt dort offensichtlich zu adäquaten Preisen, da es vielfach praktiziert wird.


    Üblicherweise steht das teure Equipment die meiste Zeit ungenutzt herum. Einerseits liegt das am saisonalen Bedarf, andererseits aber auch daran, dass jeder Imker eine Mindestausrüstung benötigt, die dann mögl. günstig erworben wird.


    Das Ganze im größeren Stil aufzuziehen scheitert meist an den erstgenannten Voraussetzungen. Dagegen kann das bei kleinen Einheiten mit 2 bis 3 Partnern m.E. gut funktionieren.


    Die Idee ist gut - Realisierung nicht ganz banal.

  • Ach, gäbe es doch, sagen wir mal eine Vereinigung von Imkern, die sich gegenseitig aushelfen oder sinnvolle Geräte gemeinsam nutzen. Vielleicht könnte man so etwas Imkerverein nennen, Imkerverband oder Imkerbund nennen, vielleicht aber auch Berufsimkerverband. Wäre doch schön und nützlich.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ach, gäbe es doch, sagen wir mal eine Vereinigung von Imkern, die sich gegenseitig aushelfen oder sinnvolle Geräte gemeinsam nutzen. Vielleicht könnte man so etwas Imkerverein nennen, Imkerverband oder Imkerbund nennen, vielleicht aber auch Berufsimkerverband. Wäre doch schön und nützlich.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Und dann würden sich alle auf ein Beutenmaß einigen. What a wonderful world this would be. 8o

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ach, gäbe es doch, sagen wir mal eine Vereinigung von Imkern, die sich gegenseitig aushelfen oder sinnvolle Geräte gemeinsam nutzen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das eher an den Imkern scheitert, als an den Angeboten.

    Unser schickes Schleudermobil jedenfalls nutze ich fast nur selbst.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • ... mit einer einfachen Anleitung aus dem Internet auch ein "Nicht-Informatiker" einen Shop erstellen kann.

    top! Und an Sicherheit muss man dabei auch nicht denken :) Das werden dann die besten Email-Spamschleudern ... hoert sich an wie "Anleitung aus YT, denn auch ein Nicht-Imker kann Bienen halten"

  • am schlimmsten sind Zwischenhändler, kaufen billigst gute Quallität ein und verkaufen teuerst im gleichen Eimer.... der Gewinn steckt in der Differenz (mir gehen die Nackenhaare hoch!)

    nenne keinen Namen, ich denke die sind bekannt!

    Dann gibts Neider, die suchen das Haar in der Suppe und scheuen keinen Aufwand dir das Leben zu vesauern.... ihr kennt das.

    Dann gibts welche mit Preisdumping, also, zb Glas Kastanie 4,50......;( oder fahren 1000 Meilen um ihren guten Honig billigst an Obrige für ein Trinkgeld her zu geben;(

    Genossenschaften sind nu auch nicht das was man sich vorstellt (wer das Kreuz in der Hand hat, segnet sich selbst zu erst)

    Halt alles schwierig.......

    Und doch, Hoffnungsschimmer, die Mehrzahl weiß und erkennt an wie viel Arbeit in einem Eimer Honig steckt.....

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Dann gibts Neider, die suchen das Haar in der Suppe und scheuen keinen Aufwand dir das Leben zu vesauern.... ihr kennt das.

    Bis letztes Jahr dachte ich, nee das kann nicht sein.

    Aber letztes Jahr wurde hier jemand "angeschwärzt" weil er Akazienhonig verkauft. "Die Tracht wäre dieses Jahr ausgefallen, der kann ja nix haben, ich hatte auch nix..."

    Da kommt manchen Imkern garnicht in den Sinn dass man das Zeug auch aufheben kann wenn das nächste Jahr schlecht ist.


    Ich bleib dabei, heb das Zeug auf. Muss nicht alles sein, kannst ja auch einen Teil davon zu Met verarbeiten (bzw. verarbeiten lassen. Wenn bei größeren Mengen was in die Hose geht ist das unschön). Gerade in der Weihnachtszeit geht das auch sehr gut weg.

    Wenn du ein paar Verkaufsstellen hast und du kannst da mal nicht liefern ist das immer etwas unschön.


    Und bevor ich das Zeug für nen Spottpreis verscherbel und jemand anderem der wirklich drauf angewiesen ist den Preis kaputt mache, kannste immernoch damit (ein)füttern (je nach Sorte etc...). Spart dann das Futter kaufen, schleppen, usw.


    Gruß Chris