Was tun bei zu viel Honig?

  • Und der Absatz über den Shop läuft gut?

    Man findet darüber Stammkunden. Das ist ein wichtiger Faktor. Insgesamt läuft es gut, ich bin regelmäßig ausverkauft.


    Mal tief gerechnet 5,00 €/Glas Honig, 1 € Verpackung und Päckchen 3,50 €?

    Honig ab 6 Euro. Der Rest kommt hin. Ich nehme ein Versandpauschale von 3 Euro.

    Man darf nicht vergessen, dass andere Vertriebsformen auch Zeit und oder Geld kosten.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die Originalkartons haben den Vorteil, dass oft "Bienenhonig" draufsteht. Die Maschinen machen die Kartons eigentlich nicht kaputt. Der Fehlerpunkt Mensch wird durch die Aufschrift vorsichtiger. "Vorsicht Glas"-Aufkleber lassen diesen erfahrungsgemäß hingegen recht kalt.

    Ich nutze die Kartons und stopfe noch geknülltes Papier in die Zwischenräume. Beim DIB Karton hast du sogar noch eine Abteilung zwischen den Gläsern.

    Ich versende wenig, aber bisher auch ohne Bruchreklamation.


    Der Verkauf an andere Imker ist empehlenswert und gut möglich. Allerdings muss man oft die Region verlassen. Wenn man selber zu wenig hat, haben die Nachbarimker oft auch zu wenig geerntet. Andersrum bei zu viel genauso.

  • Sorry für die verspätete Rückmeldung - hatte ordentlich zu tun.

    Vielen Dank für eure Beiträge und Ideen!


    Stichwort Webshop:

    Dem stehe ich aus unterschiedlichsten Gründen skeptisch gegenüber. Da hängt rechtlich auch was dran, was ich nicht ganz überblicke, man speichert hochsensible Daten, etc.

    Ich kenne auch die Besucherzahlen meiner Webseite - die Reichweite ist doch arg begrenzt.


    Stichwort Imker-zu-Imker-Verkauf:

    Was bietet sich da als Plattform an? Imkermarkt? Ebay?


    Viele Grüße

    Ralf

  • rall0r Zu Stichwort Imker-zu-Imker-Verkauf: Da wäre noch Facebook, Wochenblätter, Imkergenossenschaften, andere Imker im Neben- oder Vollerwerb. Vielleicht bieten letztere beiden den eigenen überschüssigen Honig auch in Kommission an.

  • Es gibt für Webshops fertige Vorlagen, teils sogar kostenfrei, die Rechtssicher sind,

    z.B. wenn du Wordpress für deine Seite verwendest wäre woocommerce das am weitest verbreitete Webshop-System, welches in der Basis-Version(die vollkommen ausreicht) kostenlos und (ohne Werbung) ist. Ich würde behaupten Wordpress ist so simpel aufgebaut, dass mit einer einfachen Anleitung aus dem Internet auch ein "Nicht-Informatiker" einen Shop erstellen kann.

  • Imker to Imker,

    da gibt es doch auch so ein Forum, hab ich gehört. Da soll es sogar einen Imkermarkt geben, aber keinen Imker zu kaufen. Wenn ich Dir nur genau sagen könnte wie das heißt. Ich glaube, irgendwas mit einem Forum.de oder so.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Es gibt für Webshops fertige Vorlagen, teils sogar kostenfrei, die Rechtssicher sind,

    z.B. wenn du Wordpress für deine Seite verwendest wäre woocommerce das am weitest verbreitete Webshop-System, welches in der Basis-Version(die vollkommen ausreicht) kostenlos und (ohne Werbung) ist. Ich würde behaupten Wordpress ist so simpel aufgebaut, dass mit einer einfachen Anleitung aus dem Internet auch ein "Nicht-Informatiker" einen Shop erstellen kann.

    Und dann gibt es noch gewisse Regeln, die man beachten kann, um besser via Google gefunden zu werden.


    Mittelfristig ist ein Shop ein guter Vertriebskanal, v.a. weil man nichts an Marge einbüßt.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • dass mit einer einfachen Anleitung aus dem Internet auch ein "Nicht-Informatiker" einen Shop erstellen kann.

    Das mit dem "Nicht-Informatiker" ist nicht so das Problem. Mein Problem ist eher, dass ich die sicherheitstechnischen Probleme von Websoftware ganz gut kenne, und sich dadurch ein gewisses Unbehagen breit macht, so etwas zu hosten, bzw. zu nutzen.


    Da soll es sogar einen Imkermarkt geben, aber keinen Imker zu kaufen.

    Hmmm... du machst mich neugierig!

    Nee, im Ernst: Ich fragte ja nach den Erfahrungen bezgl. Imker2Imker beim Imkermarkt Verkauf.

  • Nee, im Ernst: Ich fragte ja nach den Erfahrungen bezgl. Imker2Imker beim Imkermarkt Verkauf.

    Habe ich. Letztendlich waren die Erfahrungen immer positiv.


    Zum Preis wurde es hier ungefähr auf den Punkt gebracht.

    bevor du es an einen Großhändler verschenkst, lieber Eimerweise an andere Imker, da bekommst dann fürs Kilo den Preis wie fürs 500gr Glas.

    Ist zwar ein herber Preisverlust. Man muss aber die Arbeit und die Kosten sehen, eh der Honig im Glas zum Verkauf steht, zuzüglich Werbungs- / Verkaufskosten (Anlieferung, Standgebühr usw.) Da kommt einiges zusammen. Unterm Strich habe ich einen größeren Batzen Geld in der Hand bei überschaubaren Kosten-, Zeit- und Arbeitsaufwand. Der viel kleinere Verkauf über Strasse geht bei mir im Alltag unter.

  • Mal ganz ehrlich, 'ne halbe Tonne ist ja nicht die Welt, die legt man sich als Puffer ins Lager.Wenn der Wassergehalt stimmt. Das sind 20 Eimer. So what? Lieber 20 Eimer im Lager, als 500x für zwei Gläser zur Post rennen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Genau darum geht es.

    Imker sollten untereinander kooperieren, dann kann man unterschiedliche Trachtlagen und auch Vermarktungssituationen ausgleichen. Man hat eine markant höhere Versorgungssicherheit, denn wenn ich jemand anderen schon beliefert habe, dann kann ich ziemlich sicher sein, dass ich auch mal was zurückkaufen kann wenn es mal bei mir nichts gegeben hat.

    Ich hab bundesweit einige Imker, mit denen praktiziere ich das schon ein paar Jahre.

    Am liebsten immer die selben, dann kann man beim nächsten Kontakt auch die Eimer zurückgeben usw. Wenn man sich schon kennt, dann läuft das alles auch relativ stressfrei, da jeder in der Regel dann schon weiß wie der andere so tickt.

    So kann man außer der Vermarktungsmenge auch Rohstoffpreise absichern. Wenn man hin- und her handelt, dann spielt der gezahlte Preis eigentlich keine Rolle, es gleicht sich ja dann irgendwann mal wieder aus. Wir haben auch den im mittel gezahlten Glaspreis, als Eimer kg Preis zugrunde gelegt.

    Außerdem kann ich mein Sortenangebot bei Bedarf erweitern ohne selber Wandern zu müssen. Brandenburger Imker mit Akazie sucht Bayerischen Imker mit Waldhonig zum Beispiel. Plötzlich haben beide zwei Sorten Honig ohne einen km Mehraufwand. Das ist dann Ökonomologie!

    Das Wort hab ich gerade selber erfunden (glaube ich zumindest dass es das noch nicht gibt) und ich finde das passt super dafür.

    Das macht das Imkern Vertriebstechnisch um Welten stressfreier.

    Ich hab zu viel? Ich hab zu wenig?.... Wo ist mein Telefon!

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.