Was tun bei zu viel Honig?

  • Um so erstaunlicher, daß Leute ohne Geld das hinbekommen, aber unsere Amateure, das wenige was übrig bleibt in die Ausstattung und Ausrüstung stecken, eder in seine Eigenen. Wenn es ums Geld ging, würde wohl keiner mit Kenntnissen in Grundrechenarten sich eine 64-Rähmchen-Selbstwende-Horizontalwaschtrommel kaufen um sie 3 Tage im Jahr zu benutzen und 362 Tage rumstehen zu lassen. Und den Aufwand, den wir Amateure betreiben, auch an den Bienen um dann den Honig für 3,-/kg an Großkunden zu verkaufen.

    Ums Geld kann es nicht gehen, da muß noch was anderes sein.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Jäger? Dann nimm doch einfach mal jemanden mit. Nur so zum gucken. Damit wär bei uns im Revier Dein BGS Geschichte. Oder einen Bock mit höher auf als Lauscherhoch. Reisebüro hab ich keine Ahnung, aber Jäger finde ich eine oft ziemlich mühsame Klientel. Gibt natürlich auch tolle Kollegen, aber auch unter Imkern. Muß man sich halt suchen. Kooperation mit Kollegen ist ja auch ein Stück weit 'Betriebsweise'.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mein BGS?

    Nein, kein Jäger, Reiseleiter. Hier übrigens an Silvester in Köln. Du glaubst nicht, wie froh die meisten meiner Schutzbefohlenen sehr froh über meine Jacke sind. Die verlieren mich nie.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, le guide

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Das wiederum war mir klar, hab ich sie doch kurz vor Silvester auf dem Place Kleber in Straßburg in einem Waffengeschäft gekauft vor zwei Jahren. Ja genau, der Place Kleber.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Geld und Neid, ja, auch....


    Aber die sind gar nicht unbedingt nötig: meiner Lebens- und Vereinserfahrung nach sinkt das Verantwortungsgefühl für das Gemeinschaftseigentum direkt proportional zur Anzahl derjenigen, die Zugang dazu haben ("Ich? Nee, ich hab das tiptop sauber zurück gestellt!").

    Also wird jemand ernannt, der diesen Zugang regelt.
    Dazu erklärt sich glücklicherweise meist das Traummitglied bereit, das Engelsgeduld, weit überdurchschnittliche Frustrationstolleranz und salomonische Urteilsfähigkeit aufs Schönste in sich vereint und diesen Job ehrenamtlich viele Jahre zur allseitigen Zufriedenheit besorgt - und kein Zeitgenosse, der endlich eine Möglichkeit entdeckt hat, sich sein eigenes, kleines Vereinsfürstentum auzubauen. Das ist dann blöd, zumal sich trotz anfänglicher Euphorie aller Beteiligten par tout sonst niemand finden will, der sich kümmert....


    Bei einer Schleuder würde ich sogar noch sagen, dass eine eigene sinnvoll ist, da gerade bei räumlicher Nähe und zahlreichen Hobbyisten eben viele an den gleichen ein oder zwei Wochenenden schleudern möchten.


    Absolut sinnvoll und wirklich klasse wären Geräte wie Deckelwachsschmelzer oder Mittelwandformen als Gemeinschaftseigentum. Aber bei Letzterer wäre dann schon wieder die Frage, welche Größe es sein soll. Logisch wäre: die Größtmögliche, also Dadant (Dranschneiden ist halt schwierig). Dann müssen Zander- und DNM-Imker aber zuschneiden. Die nächste Diskussion ist programmiert, die Mehrheit entscheidet sich für ein kleineres Maß, erste verärgerte Kollegen springen ab...


    Es ist wohl v.a. eine Mentalitätsfrage und die Imkerei zieht offenbar eher Individualisten an.


    Wir überlegen dennoch mit einer kleineren Gruppe in Richtung Gemeinschaftsanschaffung zumindest einiger größerer Geräte - einfach weil es unbestritten schlauer wäre.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Das hast Du jetzt aber wirklich schön gesagt: Imkerei zieht offenbar eher Individualisten an.

    Klingt viel besser als sture Eigenbrödler mit verschrobenen Vorstellungen und fragwürdiger Hygiene.

    Ich geh halt nicht frisch geduscht an die Bienen. Und in meiner Kluft schwitze ich halt schnell.

    Gute Nacht Freunde,

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wir haben eine Vereinsmittelwandpresse... was da an Verwaltungsaufwand dran hängt, wenn du das Ding mal ausleihen möchtest... da hat man schon keinen Bock mehr, bevor man auch nur angefangen hat.


    Ansonsten: Ich werde es also erst mal gelassen angehen, mit dem Honig, ggf. mal den Imkermarkt versuchen und von Großhändlern die Finger lassen. Webshop scheint zwar ein tatsächlich funktionierender Vertriebsweg zu sein, allerdings mache ich beruflich zu viel IT Zeugs, um mir das jetzt auch noch in der Freizeit ans Bein zu binden.

  • Geld und Neid, ja, auch....


    Aber die sind gar nicht unbedingt nötig: meiner Lebens- und Vereinserfahrung nach sinkt das Verantwortungsgefühl für das Gemeinschaftseigentum direkt proportional zur Anzahl derjenigen, die Zugang dazu haben ("Ich? Nee, ich hab das tiptop sauber zurück gestellt!").

    Also wird jemand ernannt, der diesen Zugang regelt.
    Dazu erklärt sich glücklicherweise meist das Traummitglied bereit, das Engelsgeduld, weit überdurchschnittliche Frustrationstolleranz und salomonische Urteilsfähigkeit aufs Schönste in sich vereint und diesen Job ehrenamtlich viele Jahre zur allseitigen Zufriedenheit besorgt - und kein Zeitgenosse, der endlich eine Möglichkeit entdeckt hat, sich sein eigenes, kleines Vereinsfürstentum auzubauen. Das ist dann blöd, zumal sich trotz anfänglicher Euphorie aller Beteiligten par tout sonst niemand finden will, der sich kümmert....

    Das Traummitglied ist schön gesagt, es reinigt und repariert dann auch die versifften und defekt zurückgebrachten Gegenstände, stellt zusätzlichen Lagerplatz für den Kram bereit, geniesst und schweigt.;)

    Es fliesst ein Haufen Kohle in technische Gemeinschaftsgegenstände für Vereine, weil die EU-Förderung so dämlich aufgestellt ist. Die Gegenstände stehen oder liegen dann idealerweise beim Traummitglied und werden, wenn überhaupt von Wenigen genutzt. Weil man die Sachen zur gleichen Zeit benötigt, wie alle Anderen., sich nicht über den Vorgängerdreck ärgern will etc.

    Hört man sich um, immer das Gleiche.