Was tun bei zu viel Honig?

  • Hallo zusammen,

    bei mir entwickelt sich eine neue Herausforderung.

    Wie schon ab und an erwähnt, entwickelt sich meine Imkerei schneller, als ich mich drumherum entwickle, und das betrifft auch meine Vertriebsinfrastruktur.


    Ich beobachte immer wieder das gleiche Phänomen: Wenn der Honigverkauf irgendwann im Sommer aufs Neue beginnt, herrscht kurze Zeit ein reger Umsatz, bis der Markt in der Umgebung dann relativ schnell gesättigt ist. Irgendwann geht es dann wieder los, und es wird nach und nach mehr Honig abverkauft, aber mit abnehmender Geschwindigkeit.

    Ich arbeite mit diversen kleinen Läden in der Umgebung zusammen, aber die haben jetzt eben diesen Sättigungspunkt erreicht, und jetzt habe ich noch dutzende Honigeimer voll im Keller, und keinen Plan, wie ich das zu Geld machen kann.


    Es mangelt nicht an Ideen, wie man den Honig noch vermarkten könnte, aber es mangelt ein wenig an der Zeit, diese Ideen alle anzutesten oder umzusetzen, bzw. durch die Mark Brandenburg zu fahren und mehr Vertriebspartner zu rekrutieren.

    Daher meine Frage: Welche Erfahrungen gibt es in diesem Forum mit dem Verkauf an Großabnehmer? Geht das überhaupt? Welche Preise werden da bezahlt, und welche Voraussetzungen muss man ggf. mitbringen?


    Ich möchte nach wie vor einen Teil selber vermarkten, aber es gibt da etwa diese halbe Tonne Honig, die ich vermutlich "zu viel" habe, um sie über eigene Kanäle zu verkaufen.

    Viele Grüße

    Ralf

  • Schenke alle Deinen Bekannten und Verwandten, allen Freunden, den Dienstleistern, die Dich versorgen, dem SOS-Kinderdorf und dem Frauenhaus zu diesem Weihnachten Honigkuchen. Dafür braucht man viel Honig, sehr viel Honig. Gott sei Dank ist Honig so gut und lange haltbar, daß Du ihn auch noch nächste Weihnachten verwenden kannst, wenn Du Deine Völkerzahl Deinen Möglichkeiten angepasst hast.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Was man dafür bekommt, hängt immer von der Region, dem Jahr und dem eigenen Geschick ab.


    Eine halbe Tonne dürfte schon großabnehmerwürdig sein, aber die werden dich drücken ohne Ende. Am Ende ist das ökonomisch auch nicht toll, wenn du alle Kosten reinrechnest.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Hi,


    Grossabnehmer sollten wirklich die allerletzte Möglichkeit sein.


    Es winken Preise von 3 - 3,80€ pro Kilo.


    Dann lieber Eimerweise über den Imkermarkt.


    Ich habe das Problem leider genau andersherum.


    Ich kann nicht soviel ernten wie ich verkaufen könnte.


    Gruss Joachim

  • Letztes Jahr war bei mir ohne Wandern kaum Honig vorhanden, dieses Jahr in Großteilen Bayerns und Österreich. Ich freu da über jedes zusätzliche Kilo im Keller.

    Ansonsten bevor du es an einen Großhändler verschenkst, lieber Eimerweise an andere Imker, da bekommst dann fürs Kilo den Preis wie fürs 500gr Glas.

    Jede Wette da findet sich dieses Jahr jemand der sich darüber freut.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich beobachte immer wieder das gleiche Phänomen: Wenn der Honigverkauf irgendwann im Sommer aufs Neue beginnt, herrscht kurze Zeit ein reger Umsatz, bis der Markt in der Umgebung dann relativ schnell gesättigt ist. Irgendwann geht es dann wieder los, und es wird nach und nach mehr Honig abverkauft, aber mit abnehmender Geschwindigkeit.

    Ich arbeite mit diversen kleinen Läden in der Umgebung zusammen, aber die haben jetzt eben diesen Sättigungspunkt erreicht, und jetzt habe ich noch dutzende Honigeimer voll im Keller, und keinen Plan, wie ich das zu Geld machen kann.

    Das verstehe ich nicht ganz:

    Du willst deinen Honig direkt nach der Ernte im Glas möglichst sofort komplett an Läden verkaufen?

    Oder wieso "beginnt" der Honigverkauf für dich im Sommer.

    Gerade Läden wollen doch aber möglichst das ganze Jahr hindurch regelmäßig beliefert werden, ich mach das z.b. monatlich.


    Und noch ein anderer Aspekt:

    Ich prognostiziere mal einen deutlich gesteigerten Honigabsatz fürs nächste halbe Jahr, coronabedingt natürlich.

    Auch die sonst übliche Sommerflaute ist ausgefallen.

    Ich hätte gern einen größeren Lagerbestand...

  • Ich kann mich dem nur anschließen. Ich hätte auch gerne einen größeren Lagerbestand. Ich könnte mindestens viermal so viel verkaufen wie ich aktuell eingelagert habe. Leider hat sich bei mir noch kein Imker aus meiner Region gemeldet, der sich in der Hinsicht mit mir zusammenschließen möchte. Die, die viel produzieren, haben ihre Absatzwege und beim Rest bleibt vielleicht mal eine Handvoll Gläser übrig, so dass sich eine Zusammenarbeit nicht wirklich lohnen würde.

  • Ich empfehle einen Webshop. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.

    Der Aufwand ist überschaubar und der Webshop wird mit der Zeit zum Selbstläufer, wenn die Kunden diese bequeme Art zu bestellen erst mal kennen.

    Bewerben kannst Du ihn ja direkt auf dem Honigglas.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich empfehle einen Webshop. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.

    Der Aufwand ist überschaubar und der Webshop wird mit der Zeit zum Selbstläufer, wenn die Kunden diese bequeme Art zu bestellen erst mal kennen.

    Bewerben kannst Du ihn ja direkt auf dem Honigglas.

    wie hast du den abmahnsicher bekommen?

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • WFLP Und der Absatz über den Shop läuft gut?


    Mal tief gerechnet 5,00 €/Glas Honig, 1 € Verpackung und Päckchen 3,50 €?

    Imkerei-Silberbiene

    Aus Freude an den Bienen / Honig aus Rotenburgs Gärten