Warum erstellen meine Bienen keine Waben aus den Mittelwänden?

  • Hallo,

    ich habe hier ein Bienenvolk auf zwei Zargen.


    Im Frühjahr habe ich eine dritte Zarge aufgesetzt, als Honigzarge.


    Da die Rähmchen, die für diese Honigzarge vorgesehen waren, total veraltet waren, habe ich in dieser Honigzarge alle Rähmchen gegen neue Rähmchen mit neu eingelöteten Mittelwänden ersetzt.


    In den ersten paar Tagen hatte ich in die Futterzarge ganz oben Zuckerwasser gegeben, um die Bienen in die Honigzarge zu locken.


    Leider haben die Bienen in der Honigzarge bis jetzt, also in ca. drei Monaten, keine Waben aus den neuen Mittelwänden gebildet. Zudem sind immer nur einige wenige Bienen in der Honigzarge.


    Da habe ich wohl einen schweren Fehler begangen. Was habe ich falsch gemacht?


    Liegt es vielleicht an dem Königinnen-Absperrgitter, das ich unter die Honigzarge gelegt hatte? Oder, hätte ich einige mit Brut und Honig gefüllte Waben in die Honigzarge hängen sollen?


    Viele Grüße,

    David.

  • Deine Frage lässt sich einach beantworten:

    Weil sie es/sie nicht brauchen.

    Hallo Berggeist,

    danke für deine schnelle Antwort.


    Dann habe ich ja nicht wirklich etwas falsch gemacht?!


    Wenn ich die alten Rähmchen, die schon zu Waben umgebaut waren, genommen hätte, wären diese sicher mit Honig gefüllt gewesen, bin ich mir ziemlich sicher.


    Hätten sie diese dann auch nicht gebraucht, aber trotzdem mit Honig gefüllt, da diese "nur noch gefüllt werden mussten", ohne die Arbeit des Wabenbaus?


    Grüße,

    David.

  • Dafür, DavidD , gibt es Gründe, einen schlimmen Fehler hast Du aber nicht gemacht. Natürlich kannst Du was tun, damit es klappt. Das Volk war wohl mit seinen zwei Zargen ausreichend versorgt und ab Juli bauen sie Mittelwände eh nur aus bei Druckbetankung mit Zuckerwasser oder natürlicher Massentrachten.

    Hochhängen von besetzten Waben aus der zweiten Zarge ist ein Weg, wobei es hilfreich ist, wenn in der zweiten Zarge auch Mittelwände eingesetzt werden und die „ Hürde „ der Verdickung am Oberträger wegfällt, die die Bienen davon abhält obendrüber zu forschen.

    Erweitern nach oben lohnt nur bei Bedarf, also wenn die unteren Zargen einigermaßen voll sind und noch Tracht herrscht.

    Du kannst den Honigraum im Frühjahr auch auf die erste Zarge aufsetzen und erst wenn gut angenommen, den zweiten Brutraum dazwischenschieben.

    Am ASG liegt es nicht.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Das kann doch hier keiner wissen. Was ist in den zwei Zargen unten passiert in den drei Monaten? Wie waren die Anfangsvoraussetzungen? Ist ein Schwarm abgegangen? Oder gar mehrere? Wie war die Trachtsituation?

    Fakt ist: Es war in zwei Zargen genug Platz für dieses Volk.

  • Das ist durchaus möglich.

    Ich hatte auch einen Totalausall der Sommertracht. Bin mir keiner Schuld bewusst. Ich kann es noch nicht regnen lassen.


    Und David, wie sieht es denn mit deinem Profil aus? Nach 5 Jahren sollte dir bewusst sein, dass hier gerne ein paar Informationen gesehen werden.

  • Beschreibe doch mal die untern zwei Zargen, welches Rähmchenmaß? Auf wie vielen Rähmchen sind Brut, auf wie vielen Honig? Weißt du von anderen Imkern aus deiner Nähe wie bei dir die Trachtsituation war? Gebaut wird nur wenn Platz gebraucht wird und Futter rein kommt.

    Wenn du jetzt noch den HR drauf hast gehe ich auch davon aus, dass du noch nicht behandelt hast? Wie und wann hast du vor zu behandeln?

  • Ich habe Zander mit zweizargigen Brutraum plus Absperrgitter. Dabei habe ich auch die Erfahrung machen müssen, dass der Honigraum mit Mittelwänden z.T. gar nicht oder nur gering angenommen wurde.

    Letztes Jahr habe ich den HR wohl 1-2 Wochen zu spät aufgesetzt und die Bienen hatten den oberen BR schon verhonigt und wollten dann wohl nicht mehr nach oben.

    Diese Jahr hatte ich ein paar Völker die schwach aus dem Winter kamen und den diesmal früh aufgesetzten HR nur sehr langsam ausgebaut haben. Ich denke, dass es hier an der geringen Volksstärke lag. Meine starken Völker haben zwei HR stark ausgebaut und eingetragen.


    Bei schwachen Völkern würde ich mir deswegen überlegen auf einen Brutraum herunterzugehen. Die Vertreter von 1-zargigen Zander werden wohl hier gleich energisch appellieren, dass man das sowieso so macht. Ich würde den 2-zargigen BR aber nicht prinzipiell aufgeben. Nach Pfefferle brüten starke Völker in der Hauptbrutsaison auch mal über drei Zargen, da sie die Zargenenden nicht ausnutzen sondern halt ovale Brutnester anlegen.


    Desweiteren sollte man den HR am besten mit mindestens zwei ausgebauten, hellen nicht bebrüteten Waben mittig ausstatten, damit die Bienen nen guten Start dort haben. Auch kann man zur Not Brutwaben mittig in den HR über das Absperrgitter hängen - dabei drauf achten die Königin nicht mitzunehmen. Die Brut zieht die Ammenbienen nach oben und der Rest wird besser angenommen. Die ausgelaufenden Brutwaben später vor der großen Tracht dann wieder runterhängen, damit sie nicht mit Honig vollgetragen werden.


    David, Ich hoffe das hilft dir ein wenig.


    Grüße,

    Martin

  • Wer kein Lager benötigt, baut keines. Fernanalyse ist ohne mehr Angaben kaum sinnvoll. Das Volk könnte schwächer sein, es könnte aufgrund der (zu) späten HR-Gabe schon die 2. Zarge verhonigt haben und geschwärmt sein usw. usw.


    Die Geigelei mit Brutwaben in den HR kann man machen - es ändert aber nichts am Grundproblem.


    Es fehlen weitere Informationen...

  • Wenn eine Zarge für die Brut reicht, warum sollen sie keinen Honig in die zweite Zarge eintragen. Und nur, weil die zu blöd sind nicht zu wissen, wofür die zweite Zarge gedacht ist ( vom Imker ), werden sie nicht eine bereitstehende Zarge durchqueren, sich durch ein ASG quetschen um den Honig imkerkonform in den Honigraum zu verbringen. Und im Übrigen ist Einengen auch gegeigel.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ISS klar, wenn Dadantler Rähmchen ziehen und Schiede versetzen, dann ist das große Kunst zum Wohle der Bienen, wenn Zweiraumwohnungsbesitzer Rähmchen umhängen ist das gegeigel. OK, ich habe verstanden.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.