Beespace-Absperrgitter-Wildbau-Frage

  • Hallo zusammen,


    vor einiger Zeit berichtete hier jemand davon, dass seine Bienen Wildbau zwischen den OT des Brutrahmens, dem Absperrgitter (im Rahmen!) und teils wohl auch den UT des ersten HR bauten. Ich habe das isb. bei einem von drei WV ebenfalls beobachtet - es handelt sich um eine recht gutmütige Landrasse - und würde das gern verstehen.

    Infos zur Ausgangslage: der Wildbau hielt sich m.E. in erträglichen Grenzen, wurde eher punktuell (jedenfalls nicht flächig durchgehend) angelegt und war recht gleichmäßig über die OT verteilt. An meinen Beuten (12er DD US) dürfte es kaum liegen, der Beespace stimmt, ist in den Zargen unten, oben schließen die OT bündig ab. Das Edelstahl Rundstab-Gitter sitzt in einem Rahmen, eine Seite ebenfalls bündig, die andere ebenfalls mit stimmigem Beespace.

    Legt man die nach unten ein, ist über den OT Beespace und von der Gitteroberseite zu den UT der Honigrähmchen ebenfalls. Also eigentlich alles so, wie es sein soll. Verzogen, krumm oder schief ist auch (noch?) nix.

    Da ich immer darauf geachtet habe, das ASG so wieder aufzulegen, wie ich es vorgefunden habe, hat sich im Freiraum hinterm Schied übrigens (auch am Gitter) KEIN Wildbau ergeben (den haben sie erst vor einigen Wochen angefangen, nach dem Abnehmen der HR, Auffüllen des BR auf 10 Waben mit vier MW und Entnahme des ASG :rolleyes: - Genetik scheint also durchaus auch eine Rolle zu spielen...).


    Ich habe überlegt, ob das Phänomen grundsätzlich daran liegen könnte, dass die Bienen das ASG keineswegs als durchgehende Decke wahrnehmen, durch die sie quasi hindurchdiffundieren können, sondern dass sie durchaus wahrnehmen, dass ZWISCHEN den Stäben erheblich mehr Raum ist (9+1,5+9=19-20mm) - und man da durchaus mal versuchen könnte, Wabenbau anzulegen. Und wenn dann mal eine anfängt, zu basteln...


    Daher würde ich es in der nächsten Saison mal mit einem Stanzgitter probieren, wohl wissend, dass die auf den OT aufliegen und im Laufe der Woche etwas anpropolisiert werden; aber das wurden/werden sie in den DNM-Segebergern meines Imkerpaten (klassische Rähmchen mit schmalem OT) auch und da konnte man sie für die Durchsicht einfach abziehen. Dafür sollte der Beespace in den Freiräumen/Schlitzen stimmen - und da wo das Gitter geschlossen ist, wirkt es wie eine Folie, die mW (verwende ich nicht) u.a. gerade dazu da ist, Wildbau auf den OT zu verhindern.


    Mache ich da einen Denkfehler?


    Stutzig macht mich, dass ein großer Onlinhändler von der Kombination mod. OT/Stanzgitter abrät. Warum?

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.