Dickwaben - welche Rähmchen?

  • Hallo Zusammen,


    für unsere DN 0.5 Honigräume hätten wir gern Dickwaben, die wir dann mit dem Messer entdeckeln möchten. Ich habe gelesen, dass der Abstand von Mittelwand zu Mittelwand dabei 45 mm betragen soll.


    Nun habe ich Rähmchen gefunden, die Seitenteile haben, die über die gesamte Höhe 45 mm breit sind. Das wäre natürlich cool, weil ich dann keine Rechen im HR bräuchte und die Rähmchen einfach press zusammen schieben könnte. Allerdings würde dann doch die Wachsdecke nicht mehr über den Rand hinaus reichen und ich könnte nicht mehr mit dem Messer entdeckeln oder? oder ist dabei der Trick, dass Ober- und Unterträger nicht so breit sind und man da mit dem Messer zwischen kommt?


    Am liebsten würde ich das Messer ja einmal anlegen und nur einmal drüber ziehen, kann mir da jemand Rähmchen empfehlen?

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • wenn sie überall gleich dick sind und du sie zusammenschieben wirst, kann keine Biene rein. Da musst du dann gar nix entdeckeln.

    Der Trick bei Dickwaben ist ja, dass die Waben weit genug über das Holz ausgezogen werden, damit man auch leichte Unebenheiten beim Verdeckeln nicht von Hand nachbearbeiten muss. Damit normale Rähmchenstärke, und größerer Abstand

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • bei dem breiten Holzrähmchen (35mm) kommt es immer wieder vor, das zwischen 2 noch versetzt teilweise eine 3.Wabe eingezogen wird. Die Rähmchen sind bei mir Altbestand und passen auch nicht in die aktuell verwendeten Schleuderkörbe.

    Da gebe ich gelegentlich eine Halbwabe oder geteilte 1.0DNM als Drohnen- und Futterwabe in den Brutraum.

    für Honigraumzargen nehmen wir nur normal breite Rähmchen und nutzen bei Segebergern 10er Abstandsleisten bzw verteilen 11 Rähmchen in den 12er Zargen (DNM)

  • Wenn du Hoffmannrähmchen nutzt, kannst du auch eine ausgebaute Wabe weniger in die Zarge tun und dann die Zarge mal vor dem Aufsetzen mit einem Ruck schütteln. Dabei verteilen sich die Rähmchen gleichmäßig auf der Auflageleiste. Du brauchst keine anderen Rächmchen für Dickwaben nur einen größeren Wabenabstand als normal. Beim Ausbauen lassen empfiehlt es sich jedoch die Zarge normal zu befüllen.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Dann ist wohl das beste, ich nehme Honigräume ohne eingebauten Rechen und normale Rähmchen. Zum ausbauen mache ich die Kiste voll und wenn ich ausgebaute habe, rücke ich die mit nem Wabenkamm zurecht.
    Wenn ich dann einen Honigraum runter hebe und zu stark kippe rutschen die Rähmchen mir dann aber wieder zusammen und ich muss den Wabenkamm nochmal ansetzen, oder?


    sowas passiert mir im Eifer des Gefechts bestimmt immer wieder. Also doch Modell rase und HR mit eingebautem Rechen für Dickwaben und HR ohne Rechen zum ausbauen lassen?

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Bienen verkitten und bauen auch Brücken zwischen den Waben, die wollen alles erdbebensicher, schwingen dürfen nur die freihängenden Brutwaben.


    Es ist auch ein Unterschied, ob im HR Ganzargen oder Flach/Halbzargen an den Ohren hebeln und wie die Beutenaufstellung und kalt/Warmbau ein Heben von hinte oder Seite zulässt. Wer wandert sollte eine Abstandsregelung haben.

  • Wenn Du ein paar Völker mehr als 5 haben willst, nimm Rechen in die Honigräume. Für Messerentdeckelung 10 Rähmchen, sonst musst Du bei 11 ern zu viel mit der Gabel nacharbeiten.
    Natürlich verbauen sie da auch etwas, das kann man aber ertragen.
    11 er Honigraum geht gut mit der Maschine zu entdeckeln, weil die auch unter Holz kann.
    Ich habe das jetzt für Dadant geschrieben, Innenmass der Zarge ca 45 cm. Für DN kannst du Dir das selbst umrechnen.


    Gruss

    Ulrich

  • Honigräume am bessten immer so handhaben, dass die Bewegungsrichtung in Wabenrichtung ist. Schwer zu beschreiben... immer die Rähmchenauflagen an den Mann/Frau.
    Das gilt für runterheben, ankippen, tragen und auch fahren (bremsen ist schlimmer als Kurven fahren).
    Das mit dem Schütteln klappt gut beim Aufsetzen der ersten Honigräume, da sind die Waben noch locker vom Sortieren und trocken aus dem Winterlager. Wenn man beim Schleudern auch mal die Auflagefalz der Zargen durchkrazt geht das Schütteln auch später noch ganz gut.

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  • Das Schütteln ist doch nur, auf deutsch gesagt, Pfusch. Ich will möglichst gleichmässig ausgebaute und mit Honig gefüllte Waben. Ich gebe mir keine Mühe, erwarte aber, dass die Bienen ihr Bestes tun, das ist doch ein Widerspruch.


    Gruss

    Ulrich

  • Ich will möglichst gleichmässig ausgebaute

    Beim Ausbauen lassen empfiehlt es sich jedoch die Zarge normal zu befüllen.

    Und ob die ausgebauten Waben ein wenig schräg, enger oder weiter in der Zarge hängen interressiert doch nicht die Bohne. Die werden doch sowiso beim Schleudern wieder auf das Holz runtergeschnitten... Hauptsache der Beespace zwischen den Waben ist größer als normal. Und damit der nicht kleiner ist, gibts bei den DNM ja die Hoffmänner...

    Wenn du Hoffmannrähmchen nutzt, kannst du auch eine ausgebaute Wabe weniger in die Zarge tun

    Wiso soll sich JaKi wegen menschlicher Ästhetik neue HR Rähmchen, Zargen oder Rechen kaufen?
    just my 2 cents...

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