Wann Ameisesäure Behandlung?

  • Hallo,

    nach den ich letzte Woche den Umzug in die neue Beute erfolgreich hinter mir gebracht habe, kommt die nächste Frage :-)

    Ich habe jetzt 3 Tagen eine "Windel" drin gehabt, gezählt habe ich jetzt 4 Varroa Milben.

    Volk ist ein Ableger( Gekauft) der ca. Anfang Mai angelegt worden ist, Milchsäurebehandlung am 17.05.2020 laut Verkäufer.

    6 Rähmchen sind Größten teil mit Brut in verschiedene Stadien besetzt.

    Im Internet habe ich gelesen das man ein Jungvolk erst im September Behandel soll?

    Soll ich noch ein paar Wochen warten oder kann ich es demnächst, wenn wetter passt gleich machen?

    vielen dank im vorraus.


    Gruß enzo

  • Moin,


    Dass der Ableger behandelt wurde ist schon mal gut. Schade nur, dass es mit Milchsäure war. Da deren Wirksamkeit viel geringer als Oxalsäure ist, ergibt sich hier meiner Meinung nach ein Dilemma : eine weitere Behandlung wäre zumindest sinnvoll, am praktischsten wäre jetzt allerdings Ameisensäure, die auf den Ableger allerdings sehr negative Auswirkungen hätte.


    Gute Alternativen wären Varromed (superteuer wenn es nur für ein Volk benötigt wird) oder ein Thymolprodukt (auch teuer, zudem braucht es noch wochenlang warmes Wetter).


    Also: per Ferndiagnose ist Hilfe kaum möglich. Ich habe Ableger auch schon nur mit MS behandelt, und sonst erst mit Träufelbehandlung im Winter. Haben sie überlebt. Sonst habe ich auch Ende August schon mit AS-Schwammtuch gearbeitet, was auch geklappt hat.


    Mein gegenwärtiges Vorgehen: OS brutfrei sprühen, Anfang August Thymovar.


    Beste Grüße


    Peter

  • Ich hab bei sowas in der Art Bayvarol rein gehangen. Ich glaube das ist schonender als eine AS Behandlung und erhöht dadurch die Überlebenschancen.

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Ich hab bei sowas in der Art Bayvarol rein gehangen. Ich glaube das ist schonender als eine AS Behandlung und erhöht dadurch die Überlebenschancen.

    Letzteres stimmt - mit Flumetrin bekommt man ein Volk entmilbt, handelt sich aber Wachsverunreinigungen ein; denn es ist fettlöslich! Darum ja die Empfehlung von organischen Säuren, die fettunlöslich sind.


    Zur Ausgangsfrage: Je früher man die Milben reduziert, um so geringer deren Vermehrung im Spätsommer / Herbst, will heißen, schnellstmöglich behandeln. Wüsste man, wo [user='20498']enzo2001 zu Hause ist, könnte man ggf. ein Mittelchen empfehlen, das zum Wetter passt.


    Was übrigens immer passt, ist Oxalsäurestaub oder sprühen. Jedoch wirkt auch das nicht in die Brut...

    Insofern bleibt nur die Mehrfachbehandlung, um "die Spitze zu brechen" und da ist nun mal der Staub der OXS das schonendste und wirksamste Verfahren. Oder mehrfach Sprühbehandlung, was aufwändig wäre.


    Bienen machen Arbeit...


    Viel Erfolg !

  • Hallo,

    Vielen dank nochmal für euren tips

    Wüsste man, wo [user='20498']enzo2001 zu Hause ist, könnte man ggf. ein Mittelchen empfehlen, das zum Wetter passt.

    Herxheim in der Südpfalz :-)

    Bienen machen Arbeit...

    das ist das kleinste Problem bei mir ;-) Eher die richtige Entscheidung treffen und die muss jetzt getroffen werden. Um ganz sicher zu gehen werde ich ausnahmsweise den Bayvarol nehmen. Mag keine Chemie aber es muss für das erste-mal gehen. Danach sehen wir weiter.


    Gruß enzo

  • Eher die richtige Entscheidung treffen und die muss jetzt getroffen werden

    Nächstes Jahr vielleicht doch eher früher. Dann musst auch nicht auf Bayvarol&Co zurückgreifen.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • denkt ma.....

    Ich muss nochmal darauf hin weisen, das Säuren, As und auch Ox, unter anderem die Fühler also die Riechorgane der Bienen schädigen.

    Bienen MÜßEN und können befallene/kranke Zellen/Brut erkennen und ausräumen.

    (Stockhygiene wird ebenfalls behindert, verätzte Brut wird erst halbfaul ausgräumt (folge von was?);)da stinkt es schon mal zum Himmel)

    DAS schaffen die meisten Bienen mehr oder weniger und abhängig vom Befallsgrad und Jahreszeit.

    Nichtvsh (also die die erst ab einem zu hohen Befallsgrad und zu spät tätig werden) Bienen reagieren zu spät im Jahr, aber sie reagieren..... wenn die Fühler ok sind.

    Ich könnte so;( weiter machen.

    Nun sind sehr schnell nicht wieder gut zu machende Fehler bei der Säurebhandlung fast sicher....

    Durch die hohen Temps (Klima) bedingt, verschiebt sich die ASbehandlung zu dem immer später ins Jahr hinein, also mir ist Anfang September mindestens 6 Wochen zu spät;)

    Denkt ma nach:)

    Übrigens, bei DD sind HR und BR im Maß verschieden, wenn überhaupt, kommen nur BRWachs in Kontakt mit Behandlungsmitteln, die HR sind ja weg.

    Wenn wir uns angewöhnen würden das BRwachs ausschließlich zu Kerzen zu.......

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • denkt ma.....

    ...

    Wenn wir uns angewöhnen würden das BRwachs ausschließlich zu Kerzen zu.......

    Ja, wasgauer, hast ja recht - es machen aber nur einige, was das Wachs angeht.


    Und die beste Handlung ist keine Behandlung, solange die Bienen es selbst regeln könnten.

    Können sie aber überwiegend nicht - auch nicht in besonders "wesensgemäßen" Anordnungen.


    Die zweitbeste Lösung ist m.E. die schonendste Behandlungsmethode zum richtigen Zeitpunkt und unter den erforderlichen Voraussetzungen. Das reicht dann i.d.R. aus. Da muss dann aber alles stimmen, sonst geht's daneben auf Kosten der Bienen: Brutfreiheit und schonend behandeln.

  • Ich selber hab es noch nicht verwendet...

    Die Uni Hohenheim hat in ihren Versuchen aber angegeben, dass Varromed in stark brütende Völker zwar Milben tötet aber kein zufriedenstellendes Ergebnis leistet.


    Ich denke mal es liegt an der niedrigen Dosis AS,das es einfach nicht ausreichend in die Zellen geht.


    Ich habe letztes Jahr keine guten Erfahrungen mit AS (Liebig Dispenser) bei meinen Ableger gemacht und bin dieses Jahr auch wieder stark am überlegen wie ich am besten behandeln soll.


    Ist da schwammtuch ne bessere Methode?