Honig einfrieren, deklarieren

  • Solange es keine "höchstrichterliche Entscheidung" dazu gibt, wirst du auch keine für dich zufriedenstellende Antwort erhalten, scheint mir.

    Wir können uns auch gern weiter im Kreis drehen.

  • Du weißt, dass in Deinem Honig Schimmelsporen und Staub aus fossiler Verbrennung, sogar radioaktive Substanzen drin sind. Deklarier es bitte.
    Mit mein Honig ausgelobter Honig,enthält keinen fremden Honig. Wäre sonst Betrug. Da ich aber nicht bewerbe, dass obige Stoffe nicht enthalten sind, brauch ich dazu auch keine Stellung nehmen.
    Dieser Imker, der seinen Honig mit Apple vergleicht, betrügt seine Kunden, weil er behauptet, sie fliegen ausschließlich Bioflächen an.

    Wenn ich meinen Pfeffer bei minus 22 Grad lagere, muss ich das auch nicht deklarieren. Andernfalls müssten sämtlich gemahlenen Gewürze als gefroren verkauft werden. Die Mahlwerke und die Gewürze werden mit flüssigem Stickstoff gekühlt.
    Die Industrie verkauft Salami. Wird zu 2/3 aus gefrorenem Fleisch hergestellt. Wer hat da schon mal etwas, bezüglich der Deklaration, gesehen?

    Gruss
    Ulrich

  • Die Industrie verkauft Salami. Wird zu 2/3 aus gefrorenem Fleisch hergestellt. Wer hat da schon mal etwas, bezüglich der Deklaration, gesehen?

    Das ist ja auch nach ANHANG VI, TEIL A, Ziffer 2 der Lebensmittelinformationsverordnung ausdrücklich nicht erforderlich.

    Da steht: "Im Falle von Lebensmitteln, die vor dem Verkauf tiefgefroren wurden und aufgetaut verkauft werden, wird der Bezeichnung des Lebensmittels der Hinweis „aufgetaut“ hinzugefügt . Diese Anforderung gilt nicht für: a) Zutaten, die im Enderzeugnis enthalten sind...).

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ja Wolfgang, da ist das eben durch Verordnung geregelt. Lässt sich auch produktionstechnisch nicht anders bewerkstelligen. Ist auch nicht nachteilig für das Produkt. Aber bei Honig sind derart niedrige Lagertemperaturen auch nicht nachteilig. Ohne Lobby wird das nichts.


    Gruss

    Ulrich

  • Im >Gesetz< heißt es:


    "(5) Die Verkehrsbezeichnung wird durch die Angabe „aufgetaut" ergänzt, wenn das Lebensmittel gefroren oder tiefgefroren war und die Unterlassung einer solchen Angabe geeignet wäre, beim Verbraucher einen Irrtum herbeizuführen."


    WFLP hat es bereits zitiert, das "und" habe ich hervorgehoben, weil eben beide Fakten erfüllt sein müssen und nicht nur einer.


    Ist also die Unterlassung einer Angabe "aufgetaut" dazu in der Lage, beim Verbraucher einen Irrtum herbeizuführen?


    Meines Ermessens klar nein, eher im Gegenteil würde der Verbraucher m.E. gerade durch die Angabe "aufgetaut" irritiert werden, weil wie weiter oben physikalisch erläutert wurde, die Lagerung in einer Gefriertruhe in haushaltsüblichen Geräten gar nicht erst zum Einfrieren führt, weswegen man auch nicht vom Auftauen sprechen kann.


    In diesem Sinne hat der Ersteller der Broschüre >"Rechtsgrundlagen Honigettiketierung.pdf"< vermutlich diese Zusammenhänge nicht gekannt und daher so eingebaut.


    Davon ab, scheint es durchaus üblich zu sein, Honig für eine Weile in der Gefriertruhe bei -18 Grad zu lagern, um den Kristallisationsprozess und die Wandlung zu "feinsteif" hinzubekommen, wie ich >in diesem Beitrag< gelesen habe.


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Stylex ()