Was tun bei blödem Nachbar?

  • In seinem ersten Brief an den Verein schrieb er tatsächlich etwas von einer "Attacke" durch die Bienen. Hinterher stellte sich wie gesagt heraus, dass seine Kinder mit ihren nackten Füßen drauf getreten sind. Sein Garten liegt mindestens 30 Meter von unseren Völkern entfernt und ist durch mehrere Hecken von "unserem" Garten getrennt. Ich finde es merkwürdig, dass da überhaupt Bienen bei ihm im Gras sitzen (außer natürlich, er lässt "bienenfreundlich" den Klee blühen...). Rechtlich hätte er meiner Meinung nach keine Handhabe, aber darauf kann ich es natürlich nicht ankommen lassen. Ich finde seine Einstellung trotzdem wirklich schade, noch nicht einmal persönlich mit mir zu sprechen.

  • Mit freundlichen Grüßen das Volk.

    Manchmal störe ich mich an dem Begriff Volk, besonders in Verbindung mit vereinzelten Deppen und manchmal auch bei Bienencluster. Es vermenschlicht und dramatisiert gelegentlich. Bei anderen Tiergemeinschaften gibt es Rotten, Herden, Schwärme, Kolonien oder Banden. Bei Bienen sind es Völker, Völker die sterben, ausgeraubt werden, vergiftet werden usw. Natürlich haben sie eine Königin und Arbeiterinnen. Wundert mich, daß sie keine Bauern und Soldaten haben.

    Aber das ist ein anderes Thema, nur, weil Du gefragt hast. Und wenn mich etwas stört, dann mache ich unangebrachte, laue Witze, sorry.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, Weltbürger

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Honey Bee,

    vergiß den Platz und such dir 'nen neuen! Die Damen finden das Tolle auch, wenn Du sie einige Hundert Meter oden 'nen Kilometer wegstellst. Bezüglich des Darautretens muß es im übrigen nicht immer eine lebendige Biene sein! Schau mal wie sie fliegen und bilde einen Winkel, wie der Hauptabflug nach links und rechts ist. Das verlängerst Du und stellst Dir dann vor, dass im Laufe des Kalenderjahres auf etliche Meter außerhalb des Stockes tausende Bienen sterben und dann auf, egal was, tot herumliegen und immer noch stechen können - wenn man drauf tritt...

    hak es ab und freue Dich mehr an dem neuen und tolleren Platz und lass es mit den Sticheleien, wer hat was davon? Richtig - KEINER!

    Du wohnst immer noch dort, wo es letztes Jahr den leckeren Honig gab, das merken sich die Leuzte und kommen wieder und in dem Theatergarten fragst Du freundlich, ob das Aufstellen eines Schildes oder Auslegen einiger Karten möglich wäre, damit die Leute deine Adresse und Du den Absatz kriegst! Viel Erfolg, Rudi!

  • Mach das mit dem Schild und gut is. Sollte mich wundern, wenn es überhaupt jemandem auffällt, wenn sie weg sind. Bestäuber gibt es schließlich genug. Sollte es dann doch jemandem auffallen, dass dieses oder jenes weniger gut gedeihen sollte und nach den Bienen fragen, kannst du auf den Ignoranten verweisen und dass man sich an den wenden soll...

  • Vielen Dank für eure Einschätzungen 😊 Ich fürchte auch, dass sich da nichts machen lässt. “Sticheleien” gegen den Nachbarn, wie hier in einem Post geschrieben, gab es allerdings nicht - nur freundliche Gesprächsangebote. Oder war das ein besonders guter Wortwitz🤪

  • Nun gibt es leider in der Kleingartensiedlung einen Gartenpächter, der drei Kinder hat (so ca 5-9). Die sind, seit die Bienen dort stehen, ein paar Mal in den Fuß gestochen worden, als sie barfuß in eine Biene traten.

    In solchen Fällen hat meine liebe Mama, Gott hab sie selig, gemeint "Hier hast Du Calcium und Fenistil und nächstes Mal schaust, wo Du hintrittst!". (Nene, die war wirklich eine ganz liebe). Und wenn wir nörgelten, meinte sie, dann gibt's halt auch keinen Honig mehr, dann war Ruhe :D


    Schad um den Platz, aber wer weiß, vielleicht findest Du ja einen viel besseren.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Nun zu deinem netten Nachbarn, möchte ich folgendes sagen.

    Zuerst einmal ist es eine ganz einfache Sache. Da er oder seine kids gestochen worden sind, steht als erstes die Frage, " waren es überhaupt deine Bienen?".Schließlich bewegen wir uns im Bürgerlichen Gestzesbereich, wonach er die Beweispflicht erbringen muss, dass es deine Bienen waren die die Kids gestochen haben.

    Alles andere kann dir erst einmal egal sein.

    So Handhabe ich es mit meinen Bienen (Ständen). Ich weise "Explizid" darauf hin, dass meine Bienen einen Beitrag zur Natur leisten, und sollten sollten die Passanten ,Nachbarn etc. Unregelmäßigkeiten entdecken, habe ich eine Kontakt Telefonnummer auf meinem Schild. Weiterhin das Warnschild, " Achtung Bienen Stechgefahr " zutritt des Bienenstandes auf eigene Gefahr.

    Ich würde das Feld nicht so schnell räumen, eventuell reicht es ja wenn du die Beuten einfach drehst, und eine andere Anflugrichtung hast.

    Meine stehen an den verschiedensten Plätzen in der Stadt, Stadtrand Waldlage und in Gärten, ich habe die Umgebung und ie Menschen, durch meine Schilder und durch Aufklärung gewonnen und mache auch für Kinder und Schüler Tage nach dem Motto "Bienen zum Anfassen, können wir ohne Insekten leben?", und fahre sehr gut damit.

    Und für deinen netten in die Bienen-Treter-Nachbarn, habe ich einen Vorschlag, du gehst hin mit nem Glas Honig und einem Prospekt eines Insktenstiftes aus der Apotheke, direkt zu ihm sollten seine Kids wieder einmal gestochen werden, dann bitte Stachel raus und mit Insektenstift (welcher mit Wärme das Gift neutralisiert) behandeln. Und der Bonus, welchen er dann noch hat ist, er kann ihn für die ganze Familie bei allen insektenstichen überall anwenden.

    Liebe Grüße Dein Zwerg Nase

  • Bienen in KGA sind das Beste was den Vereinen geschehen kann.

    Wenn ich könnte wie ich“sollte“ (aus Sicht der KGV) dann würden wohl alle Völker in KGA stehen. Da ich den Leuten kein Unbekannter bin, werde ich immerwieder mal deswegen angesprochen.

    Ich kenne in der Umgebung keinen Fall wo es wegen Bienen Streit gibt.

    Weiter machen! Unwissende gibt es immer.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ja, da hast du vollkommen Recht, ich würde es den KGV's zur Auflage machen, entsprechend der Fläche, eine Anzahl von Völkern aufzustellen, ob von KGV- Mitgliedern oder als gepachtete Völker.

    Ich selber habe zwar keine in KGV's stehen, doch mein Bruder hat dies in seinem KGV in die Satzung mit aufgenommen, so entsteht Verständnis und auch ein Miteinander. Der Bonus ist immer noch der Honig und das füllen seiner Vereinskasse😉

  • Aber solche Leute gibt es immer wieder. Ich wohne in nem Dorf ohne KGA, aber als ich Plätze gesucht hab, stieß ich wegen der Stichgefahr auch immer wieder auf Bedenken. Hab sie jetzt in nem alten ausgeschlagenen Weinberg mit Obstbäumen und Linden stehen. Die Grundstücksnachbarn bitten mich mittlerweile darum meine völkerzahl auszuweiten, da sie sehen dass es erstmals seit 30 Jahren größere Mengen Obst gibt und sie sich nicht mehr selbst um den Rückschnitt von Bäumen und Büschen kümmern müssten um an das Obst zu kommen. Aber leider kann ich mich ja auch nicht um alles kümmern. 😏😏😏


    Außerdem lasse ich die Flächen außer einigen Zugangspfaden die bereits als ausgetretene Wildtierpfade erkenntlich waren so natürlich wie möglich. Hab dieses Jahr erstmals Wilderdbeeren gepflückt die für 2 Honiggläser Marmelade reichten.


    Die Nachbarn, ältere Jahrgänge, hätten sie mir fast aus den Händen gerissen. Schmeckt auch besser als die heute üblichen Gartenerdbeeren.

  • Beim Thema BGB hab ich auch noch ein Schlagwort: Prozessökonomie.


    Im Zweifel ist es besser der Klügere zu sein, nachzugeben und sich nach Alternativen umzusehen, als einen klassischen Nachbarschaftsstreit zu führen, der sehr mühselig ist, zumal der Stand ja nicht der eigene Grund und Boden ist.

    So wie es sich anhört, lohnt es weder auf den Typen zuzugehen und Friedensangebote zu machen, noch den den Weg des im Recht sein zu bestreiten - verschwendete Lebenszeit.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain