Was tun bei blödem Nachbar?

  • Liebe Gemeinde,


    ich muss mich mal auskotzen - und vielleicht habt ihr auch noch einen Ratschlag, wie ich mit der Situation umgehen kann.
    Zwei meiner (sanftmütigen) Völker stehen in einem Garten am Rande einer Kleingartensiedlung. Dieser Garten gehört nicht mir, sondern einer Theaterschule. Die Leute finden es toll, dass die Bienen da stehen und machen (coronabedingt) zurzeit auch Unterricht mit den Kindern im Garten direkt neben den Bienen. Es ist noch nie eins gestochen worden.

    Nun gibt es leider in der Kleingartensiedlung einen Gartenpächter, der drei Kinder hat (so ca 5-9). Die sind, seit die Bienen dort stehen, ein paar Mal in den Fuß gestochen worden, als sie barfuß in eine Biene traten.

    Das nahm der Mensch nun zum Anlass, einen Brandbrief an die Theaterschule zu schicken: Die Bienen müssten unbedingt sofort weg.

    Ich bin seitdem per Mail mit ihm in Kontakt, habe ihn mehrmals sehr freundlich um ein persönliches Gespräch gebeten, Verständnis für seine Position gezeigt, ihn mit den Kindern zu den Bienen eingeladen - er lehnt alles ab und bleibt dabei: Die Bienen müssen weg.
    Die Theaterleute wollen es sich nicht mit den Nachbarn verscherzen und sagen, dass es zwar jammerschade ist, aber wir dann einen neuen Standort suchen müssen.

    Es ist echt so traurig, weil es so ein wunderschöner Platz für die Bienen ist 😔 Hat es von euch schon mal jemand geschafft, so einen Nachbarn wie unseren zu besänftigen?


    Lieben Gruß und vielen Dank für jeglichen Tipp

  • Mein Tipp,

    Stell die beiden Völker um, vielleicht verteilst Du sie auf deine anderen Standorte. Du brauchst die Zustimmung des Grundstücksbesitzers bzw. der Nutzer. Du hast keinerlei Handhabe, also reibe Dich wegen solcher Kleinigkeiten nicht auf. Die Frage ist ganz einfach, bist Du Imker oder ein streitsüchtiger Grantler der zufällig Bienen hat.

    Sorry, wenn Dir das nicht gefällt.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wir stellen uns keine Bienen in unseren Garten, weil wir weiterhin barfuß laufen können wollen und später auch mal unsere Kinder. Ich kann deinen Nachbarn verstehen. Ich glaub bei diesen Themen kommt es aufs Glück an. Mein Pate hat 20 Völker mitten im Wohngebiet. Da bekommt übrigens jeder Nachbar von jeder Ernte ein Glas ab.

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Hallo Honey Bee,


    ich würde sie auch lieber wegstellen. Meine Völker z. B. stehen ca 1 km Luftlinie von einem Spielplatz entfernt und dort wurde mal ein Kind von einer "Biene" gestochen, die mir dann auch gezeigt wurde. Mal abgesehen davon dass es eigentlich eine Wespe war, was ich ihr auch erklärte, worauf sich die Kindspflegemutter natürlich nicht einließ, denn sie weiß ja auch, wie Bienen aussehen, forderte sie mich auch dazu auf, meine Völker bitte aus dem Nahbereich des Spielplatzes zu entfernen. Es sei zu gefährlich für die Kinder.

    Und dass es noch andere Imker bei uns imOrt gibt, deren Völker ca. 100 bis 200 Meter näher am Spielplatz (um den Ort verteilt) stehen, wollte sie sich dann auch nicht einlassen. Es könne nur eine von meinen gewesen sein.

    Wenn sich ein Nachbar erst mal drauf einschießt, kann man selten was machen als es drauf ankommen zu lassen oder die Bienen wegzustellen. Meine Bienen stehen immer noch an Ort und Stelle, da sie das Beweisstück auch den anderen Imkern zeigte, mit denen sie gut zurechtkommt. Seit dem habe ich nichts mehr dazu von ihr gehört.


    Schöne Grüße

  • Egal, ob da Bienen stehen oder nicht. Wenn du im Garten keinen Rasen hast, sondern eine Wiese mit Blüten, sind da Bienen. Damit ist barfuß laufen immer mit dem Risiko verbunden, in eine reinzutreten und dann gestochen zu werden. Das ist bei uns auch im Freibad so - auch wenn da in der unmittelbaren Nähe keine Bienen aufgestellt sind. Da wird deshalb ganz oft gemäht, dass möglichst wenig bis zur Blüte kommt.
    Wenn der andere Gartenbesitzer allerdings der Meinung ist, dass es deine Bienen sind, die ihn da stören, dann wirst du keine Ruhe bekommen - auch nicht mit einem Glas Honig. Such dir einen anderen Standort und erspare dir den Ärger. Er kann dir zwar die Bienenaufstellung auf privatem Grund nicht verbieten (solange das ortsüblich ist), aber wenn der Verein das nicht mehr will, muss er dir ja nicht weiterhin Platz da anbieten. Du hast also wohl keine Chance bei Streit, dass die Bienen da stehen bleiben. Außer schlechter Stimmung bei allen Parteien gibt es da nix zu holen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Honey Bee für dich vielleicht zu spät, aber generell:


    Wo Bienen stehen, sind IMMER Krabbler unterwegs, meistens viel mehr als sogar die meisten Imker meinen. Aber, die laufen praktisch immer vom Flugloch nach vorne weg. Es kann also schon viel bringen, die Fluglöcher auf weniger kritische Bereiche auszurichten. Sicherlich 99% der Krabbler können so von kritischen Bereichen fern gehalten werden.

    Fluglöcher auf ein Nachbargrundstück auszurichten ist also doppelt ungeschickt!

  • Wir stellen uns keine Bienen in unseren Garten, weil wir weiterhin barfuß laufen können wollen und später auch mal unsere Kinder.

    wenn Imker oder Bienenhalter schon so denken, braucht man sich über den Rest auch nicht mehr wundern....

    Ich würde mir sorgen wegen Nägel, Scherben, Mücken, Zecken u.a. als das ich mal auf eine hummel, Bienen oder Wespe trete, das gehört einfach zum allgemeinen Lebensrisiko gerade für Kinder.

    In anderen Ländern muß man wegen Schlangen und Skorpionen allgemein mehr obacht geben wo man hintritt.

  • Da es andere Stechende Insekten gibt, Erdwespen gerade, sind derzeit sehr beliebt. Ist der Verursacher immer unklar.

    Aber das ist für die Betroffenen nicht interessant. Es muss jemand schuld sein und da passt es eben mit den Bienen.


    Daher einfach umziehen.


    Aber einen kleinen Streich sei erlaubt. Ein kleines Schreiben gut sichtbar.

    Aufgrund des Nachbarn.... ( muss nicht der Name, aber vielleicht die Richtungsangabe sein) sind wir "Bienen" weggezogen". Man hat uns nicht gewollt. Im nächsten Jahr werden wir hier keine Blüten bestäuben, von Kirschen, Äpfel oder Erdbeeren. Unseren Nektar sammeln und in Honiggold verwandeln. Wir sind ein Wunder der Natur, und wir haben einen Stachel. Wer uns tritt, der bekommt diesen auch mal zu spüren. Wespen und Hornissen, Wildbienen und Bremsen, Mücken und Stechfliegen sind viel wilder, hoffentlich dürfen sie wenigstens bleiben.

    Mit freundlichen Grüssen das Volk


    Es wird dem Nachbarn unangenehm sein, weil einige doch das Schreiben lesen werden. Dieses nette Gefühl des Blossgestelltseins. bringt manchmal jemanden zum Nachdenken.

  • wenn Imker oder Bienenhalter schon so denken, braucht man sich über den Rest auch nicht mehr wundern....

    Ich würde mir sorgen wegen Nägel, Scherben, Mücken, Zecken u.a. als das ich mal auf eine hummel, Bienen oder Wespe trete, das gehört einfach zum allgemeinen Lebensrisiko gerade für Kinder.

    In anderen Ländern muß man wegen Schlangen und Skorpionen allgemein mehr obacht geben wo man hintritt.

    Heutzutag bisschen viel verlangt, darauf zu achten wo man hintritt, nicht dass es dann auch heisst, Einschränkung der persönlichen Freiheit, wenn ich gucken soll, wohin ich meine Flossen setze.;)


    Du hast recht, wenn schon Bienenhalter mit dieser Einstellung hausieren gehen, werden wir alle uns irgendwann um die raren Freiflächen in Naturschutzgebieten kloppen. Meine Bienen stehen zum Teil an Ortsrändern. An Wohngebieten, mit Gartenteichen... und Kindern.

  • Vielleicht sollte man hier mal das ein oder andere Buch von Helikoptereltern in die Imkerlektüre mit aufnehmen. Da sieht dann auch mal der Imker, auf was Eltern sonst noch so zu achten haben und wem sie welche Anweisungen geben, die es bei ihren Kindern zu beachten gilt. ;) ;)

    Da hat man als Elternteil nun wirklich keine Zeit mehr zu schauen, wo die eigenen Kinder sonst noch so hintreten. Gerade wenn es um den obligatorischen verabredeten Spielplatzbesuch von 1400 bis 1408 Uhr geht, bevor es weiter zum Klarinettenkurs, zur Tanzstunde und zum Mathe-Förderverein geht.

    :D:D:D

  • In Naturschutzgebieten wird mittlerweile auch kein Aufstellen von Bienenvölkern so einfach gestattet.

    Wir erinnern uns, Honigbienen sind doch Wildbienenkonkurrenten und Naturschutzgebiete sollen nur für Wildbienen da sein.... Augen verdrehen....