Bienen in den Medien

  • Es ist so einfach, mit dem Thema Bienen und Imkerei in die Medien zu gelangen. Printmedien und TV interessieren sich sehr dafür, wenn man es richtig rüberbringt. Beiträge zum Thema Honigernte, Schwarmfang oder Schulklassenführungen sind immer gern gesehen und stellen eine nicht zu überschätzende Werbung für den Imker und das Produkt Honig dar. Ich arbeite sehr oft mit den regionalen Medien zusammen und konnte für unseren Betrieb damit einen Bekanntheitsgrad bei den Honigkunden erreichen, der mit Anzeigen gar nicht zu finanzieren gewesen wäre. Tips gebe ich gern weiter.


    Bad Godesberger Imkerei
    Klaus Maresch
    Estermannstr. 139
    53117 Bonn

  • Servus Klaus,


    mich würde interessieren welche Erfahrungen du mit den Schulklassen gemacht hast . Wie bringst Du was für welche Altersgruppe rüber ? Welche altersgerechte Materialien setzt Du ein und so weiter.


    Hintergründe zu meinen Fragen sind folgende:
    1. möchte ich gerne unsere Bienenhomepage etwas kindgerechter gestalten und suche da nach praktischen Ideen und


    2. wurde ich (als Nichtimker wohlgemerkt) von der Sachkundelehrerin meines 8-jährigen Sohnes angesprochen, ob ich nicht mal den Kids etwas über die "Damen" erzählen könne (Söhnchen erzählte da von unserer Bienenseite).


    Habe mich daher mit einem örtlichen Imker zusammengetan, der der Klasse ermöglichen wird in kleinen Gruppen und mit Schleier den Tieren "ganz nahe" zu kommen und auch ein "Schauschleudern" mit kleinen Proben zum Mitnehmen für die Kids durchführen wird.


    Bleibt also die Frage, wie man die Imkerei und den Nutzen der Bienen 8-jährigen vermitteln kann, da ist nämlich der Kollege auch ebbes ratlos.


    Bin für jeden Rat dankbar.

  • Hallo Lungo,


    ich maile Dir mal die Empfehlungen zu, die die Schulen von mir im allgemeinen bekommen. Allerdings sehe ich hier keine eMail-Adresse, die müßtest Du mir mal rüberschicken. Übrigens setze ich ganz bewußt keine Handschuhe oder Schleier bei den Führungen ein. Mit der Führung verfolge ich ja schließlich das Ziel, den Kindern die Angst vor den Bienen zu nehmen. Das kann nicht gehen, wenn sie den Eindruck haben, man müsse sich vor den Bienen schützen. Stiche sind äußerst selten, letztes Jahr gab es keinen einzigen bei Führungen mit über 500 Kindern. Und selbst wenn - ein Bienenstich ist kein Drama!!! Dieses Jahr gab es zwei Stiche, wir waren an ein weiselloses Volk geraten und ich hatte kaum den Deckel oben, als die Mädels rausgeschossen kamen. Kurz den Stachel gezogen, etwas gekühlt und dem Kind ein Glas Honig geschenkt - schon strahlten die Gesichter wieder und nach einer Viertelstunde war der Stich vergessen.


    Ich habe eine Figurenbeute, welche mit einer Glasscheibe versehen auch bei schlechtem Wetter den Kindern Einblick gewährt. Ist das Wetter gut, 20-25°C, es herrscht Trachtflug, gehe ich mit den Kindenr auch direkt an die Völker. Es werden ihnen die verschiedenen Individuen gezeigt, beliebt ist immer die Suche nach der Königin. Es gibt Informationen über das Leben der Bienen, wie entsteht eine Königin, warum schwärmen die Bienen etc.


    Meistens sind die Schulklassen recht groß, dann müssen die Gruppen aufgeteilt werden. Ich gehe mit nicht mehr als 10 Kindern pro Gruppe an die Bienen. Dann entsteht kein Gedränge und jeder kann etwas sehen. Wenn die Stimmung der Mädels es zuläßt, bekommen die Kinder sogar ein Erinnerungsphoto, wie sie eine vollbesetzte Wabe in der Hand halten und können dieses Bild dann stolz ihren Eltern zeigen. Ich habe das mal mit einer Vorschulgruppe von 4-5jährigen Kindergartenkindern gemacht. Es war ein herrliches Bild, wie die Kleinen hinter der vollbesetzten Dadantwabe fast verschwanden und außer dem Kopf und den Beinen der Kinder kaum etwas zu sehen war. :lol:


    Wenn die Gruppen geteilt werden müssen, lasse ich die andere Gruppe, die nicht mit an den Bienen ist, entweder unsere verschiedenen Honigsorten probieren, einen Videofilm über Bienen oder Hornissen ansehen oder sie schauen sich unsere Solitärbienennistwand an.


    Wenn alle Kinder die eigentliche Führung hinter sich haben, setzen die Fragen ein. Mir machen diese Führungen immer viel Spaß. Den Kindern auch und oft erlebe ich es, wie dann das Kind eine Woche später seine Eltern zum Honigkauf mitbringt. So mancher Stammkunde ist dadurch gewonnen worden.


    Es hängt von der Gruppe ab, mit einer Vorschulgruppe aus dem Kindergarten geht man anders um als mit dem Bio-LK einer gymnasialen Oberstufe. Erstere wollen wissen, ob Biene Maja wirklich lebt und letztere kann einen schon mal mit Fragen ins Schwitzen bringen.


    Mit besten Grüßen


    Klaus Maresch