Vespa velutina / Asiatische Hornisse

  • Keine Ahnung wie ihr darauf kommt das aus einer Königin. 100te Genetisch verschiedene Linien entstehen können. Das Funktioniert nicht.


    Eine Inzuchtlinie kennt keine Inzuchtdepression, gerade das macht sie ja aus.


    zu dem Beispiel mit den 16^2,schön wie viel das ist, trotzdem bedeutet das, pro Chromosom (oder per Erbinformation) immer noch das entweder 100% Inzucht oder ein Klon entsteht.


    Vorausgesetzt es gab Anfangs nur eine VV , die hat sich Vermehrt, führt das nur zu einem Schluss, die VV ist extrem wiederständig gegen Inzucht, möglicherweise so stark das sie in der Lage war die einsetzende Inzuchtdepression zu überleben und zu einer gepurgten Inzuchtlinie zu werden.

    Sonst ist zu erwarten das es nicht nur eine Königin gab, sondern mehrere oder eine Hybridisierung.


    Das sollte durch genetische Ubtersuchung über sie Uniformität der VV in Europa aber leicht herauszufinden sein.

  • Eine Bienenkönigin paart sich mit 10-20 Drohnen. Ihre weiblichen Nachkommen sind deshalb genetisch verschieden. Somit ist bei Standbegattung Inzest nicht zu besorgen. Mit wieviel Drohnen paart sich aber normalerweise eine Vv Prinzessin? Wer kennt sich da aus? VG

  • Auch die Vv wird von mehreren Drohen begattet. Da man davon ausgehen muss, dass die Einschleppung über begattete Jungköniginnen erfolgte. wäre bereits ein gewisser Genpool mitgekommen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Also ich hatte im Spätsommer 2019 ein Erlebnis bzgl. Hornissen. Ich kann nicht sagen, welche Art das war, aber es waren so richtige Brummer. So 4-5 standen immer vor der Beute und fingen die ankommenden Bienen ab. Was mich erschreckte, war die tödliche Effizienz, jeder Angriff ein Erfolg. Ich hab die erledigt, danach war Ruhe. Ein Nest war für mich nicht erkennbar.

  • Die Jagdtechnik, ankommende Bienen im Flug zu fangen, beherrschen auch die heimischen Hornissen. Auf den Flugbrettern zu landen, vermeiden sie in der Regel, weil sie dort von Bienen attakiert werden.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Heimische Hornissen haben auch eine raffinierte Jagdtechnik, sie müssen sich wegen ihrer Größe sicher nicht hinter kleineren Vv verstecken, sie mögen nur etwas schwerfälliger erscheinen - die Größe täuscht Schwerfälligkeit nur vor.


    An meinem Stand konnte ich das zufällig mal ausführlich beobachten, wie sie am Stand, rund um die Beuten vorgehen:

    Sollten bei guter Tracht oder bei hohem Flugaufkommen viele Bienen zurückkommen, "stechen" die Hornissen manchmal seitlich, manchmal frontal aus dem Anflugsektor einfach in einen Bienenpulk herein und pflücken sich im günstigen Fall eine raus. Nähern sie sich zu auffällig und zu dicht ans Flugloch und werden von Wächterinnen entdeckt, ziehen sie zurück, falls eine Wächterin sich ihr auf den Hinterbeinen entgegenstellt [sic!]


    Bringt das keinen Erfolg, warten sie schwebend hinter der Beute oder zwischen mehreren auf einem Bock und kommen mit Schwung dahinter hervor, fliegen den ankommenden Bienen entgegen und krallen sich eine auf Kollisionskurs. Absoluter Wahnsinn, was die während der Jagd fliegerisch zustande bringen.


    Eine andere Methode kann man im Spätsommer im Efeu beobachten:

    Hornissen fliegen an die pollenden Blüten und stürzen sich einfach unter einem regelrechten Downwash auf die Blüten - Fangzangen an den Vorderfüßen geöffnet/zugriffsbereit. Insekten, die zu beschäftigt mit dem Futtern/Bestäuben sind und den Luftwirbel nicht mitbekommen, haben verloren. Das können Bienen, Fliegen oder auch Schmetterlinge sein.


    Das Jagdverhalten wird bei den anderen Hornissen vermutlich ähnlich sein. Rückwartsflug können unsere heimischen auch, evtl. haben die anderen das perfektioniert.


    Ein suboptimales Foto davon ist mir mal gelungen:

    imkerforum.de/galerie/image/6941/


    Gruß Andreas

  • newbee wollte nur nicht, dass seine Bienen die töten. Die dürfen das ja auch nicht.

    Falls das nicht scherzhaft gemeint war und ist, dann war und ist es Unfug.


    Allein die Nutztierhaltung (gilt auch für Nutzpflanzenanbau) und das - nachvollziehbare - Interesse, daß seinen Zöglingen und Schützlingen nichts zuleide geschieht, rechtfertigen natürlich nicht die vernichtende Abwehr dieser gesetzlich geschützten Lebewesen. Sogar dann, wenn die Honigbiene selbst gesetzlich geschützt wäre, dürften wir Menschen in das Geschehen der Natur nicht eingreifen, also auch dann wäre die einheimische (!) Hornisse im juristischen Recht, sozusagen.


    Aber ich hoffe doch sehr, daß der zitierte Satz eher satirisch gemeint war und ist, und dann ist mein voriger Absatz natürlich eher allgemeiner Natur.

  • Es gehört viel Selbstdisziplin dazu, das Abschlachten der Flugbienen durch Hornissen tatenlos mit anzusehen. Aber schlimmer noch ist es, wenn sie durch PSM dahingerafft werden. VG

    Genau!

    Es ist ein erschütterndes Bild, wenn viele HUNDERT Bienen vor der Kiste liegen.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Die heimischen Hornissen stellen keine Bedrohung für gesunde Völker dar.

    Ich habe an den Ständen oft welche die sich die ein oder andere Biene schnappen. Im Gegensatz zu Wespen haben Hornissenn bei mir noch nie ein komplettes Volk ausgeräubert.

    So hat ein Hornissennest ca 500 Individuen und stellen somit keine Gefahr für unsere Bienen dar. Zudem sehe ich diesen Räubern einfach zu gerne zu.


    Wenn ich mir dagegen die Volksstärken der asiatischen Hornisse ansehe, kann jeder sich die Wirkung auch auf ein starkes Volk ausrechnen.

    Dennoch gilt es erstmal abzuwarten und Ruhe zu bewahren. Es haben sich oft invasive Arten zuerst rasant verbreitet, um sich dann in der heimischen Welt zu etablieren. Auch wenn ich die Chancen dafür selbst als gering einstufe.

  • Ich habe an allen Ständen Hornissen. Und die dürfen bei mir auch Bienen holen. Soviel sie wollen.


    Als Neuimker mit vielleicht zwei Völkern würde ich sicher nicht zuschauen. Und wenn mir dann jemand ans Bein pinkeln wollte, gibt ja so Leute, die nie in einer 50 er Zone mit 60 fahren, dann habe ich diese 5 Hornissen für VV gehalten. Oder sie haben mich attackiert.


    Gruss

    Ulrich

  • Unsere Hornissen sind nicht nur Fleisch-, sondern auch Pflanzenfresser, ebenso wie Wespen! Dass sie sich Bienen und andere Insekten holen, ist nun mal so. Sie ernähren sich auch von überreifem Obst, Fotos davon gibt es genug.

    Ob es funktioniert, weiß ich nicht, aber mit Obstbäumen in der Nähe kann man den Jagddruck der Hornissen auf auf Bienen evtl. reduzieren. Ebenso weiß ich nicht, ob das für die Vv auch gilt. Bäume müssen selbstverständlich auch Früchte tragen, also müssen die Bedingungen stimmen, damit es funktioniert.


    Davon abgesehen nennt man Hornissen anderswo auch schlicht "cleaner" = Aufräumer. Wie das in der Natur üblich ist, verlieren oft schwächere oder nicht so ganz gesunde Tiere und Tierchen den Kampf gegen stärkere Fressfeinde. Also in gewissen Rahmen ist das völlig normal.


    Gruß Andreas