Vespa velutina / Asiatische Hornisse

  • Hallo Zusammen,


    ich bin gerade zufällig auf dieses Video gestoßen, welches die Ausmaße eines Angriffs verdeutlicht. Falls schon bekannt, einfach diese Nachricht ignorieren.


    Liebe Grüße

    Ralf

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • Auf jeden Fall hört sich das alles nicht sehr positiv für die Zukunft an. Im Vergleich mit der VV ist die Varroa und der SHB da ja eher wie ein Kindergeburtstag.

    Genau solche Sprüche ist jetzt das was die Imker brauchen. Wenn die Varrose für Dich ein Kindergeburtstag ist, dann sage gute Nacht Zukunft Imkerei.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Auf jeden Fall hört sich das alles nicht sehr positiv für die Zukunft an. Im Vergleich mit der VV ist die Varroa und der SHB da ja eher wie ein Kindergeburtstag.

    Ehrlich gesagt fände ich das genau anders rum: Der SHB wird mit dem Schlendrian mancher Imkereien richtig aufräumen - keine "mal-so-eben-abstellen"-Wabenlager in Garagen oder Bienenhäusern, umgehend zu verarbeitendes Deckelwachs, usw....wer sich daran dann nicht hält, wird mit einer gärenden Suppe bestraft da die SHB-Larven Hefepilze ausscheiden.

    Das gibt dann schon mancher Imkerei den Rest wenn man dan aufräumen muss!

    Zusammengebrochene Völker durch VV kennt man ja nun schon prinzipiell aus dem Varroa-Zeitalter und können im Folgejahr neu erworben werden - die wird vielleicht nur mit Konzepten wie dem Einwaben-Ableger aufräumen...mal sehen. Die VV sehe ich wirklich weniger als Problem als SHB; der macht ganz schön Mist...


    Doch insgesamt ist bisher weder in Frankreich, noch Nordamerika oder Italien die Imkerei wegen VV oder SHB zusammen gebrochen. Geht also doch - vielleicht nicht einfacher aber anders. Leichter wird´s nimmer...


    M.

  • Zitat

    Genau solche Sprüche ist jetzt das was die Imker brauchen. Wenn die Varrose für Dich ein Kindergeburtstag ist, dann sage gute Nacht Zukunft Imkerei.


    Gruß Eisvogel

    Was heißt hier Sprüche?! Ist ja nicht böse gemeint. Aber aktuell schaut es doch so aus das man mit guter imkerlicher Praxis die Varroa und (nach bekannten Erfahrungen aus den USA) SHB im Griff hat.


    Nach den Darstellungen hier sieht das bei der VV aber nicht so aus. Da hilft nur Notfalls mit den Bienen umziehen.


    Wenn jetzt aber schon so manche Imker mit der Varroa arg zu kämpfen haben, dann werden diese bei zusätzlich SHB und VV komplett kapitulieren.


    Wie schon geschrieben, Fehler werden dann wohl noch gnadenloser bestraft.

  • Noch ein Wort zu Hornissenfallen:

    Während der Saison verständlich,

    im zeitigen Frühjahr entgegen allen (falschen) Ratschlägen gar nicht zu empfehlen.

    Achtung: Die Meinung durch Abfangen der das Winterquartier verlassenden Jungköniginnen, noch bevor sie zu Nestgründerinnen werden, sei eine lobenswerte Initiative, ist nicht richtig !

    Besser gesagt: Käse.

    Die Fallenstellung im Frühling fördert das Überleben der Hornissen-Königinnen, also potentiellen Nestgründerinnen, indem sie ihnen erspart, gegen die -in welcher Falle auch immer- gefangenen Rivalinen den Kampf auf Leben und Tod führen zu müssen.

    Möglicherweise hat man eine starke Jungkönigin gefangen, die im Kampf um die Nestgründung jedoch ihrerseits 4 oder gar 5 Rivalinen beseitigt hätte.

    Erläuterungen: die meisten Jungköniginnen überleben den Winter nicht. Von denen, die im Frühjahr noch am Leben sind, sterben ihrerseits wieder die meisten im Einzelkampf mit ihren Schwestern und Kusinen.

    Sie versuchen sich das Nest anzueignen, dessen Vorbereitung bereits eine Rivalin begonnen hat und kämpfen dafür.

    Wieder ein System der natürlichen Regulierung: Je mehr Königinnen es gibt, desto höher ist deren Sterblichkeit. Wenn man also einige weggefangen hat, gibt man die Nestgründung für andere frei, die nicht einmal mehr kämpfen müssen.


    LG, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Sorry, das ist eine pauschal formulierte unhaltbare Behauptung.

    Dazu müsste man wissen wieviel von 100 Jungköniginnen nach Variante A oder B überleben und erfolgreich Nester gründen könnten.


    Weiter ist Variante B Bestenauslese und nur die stärksten und vitalsten Überleben, was ja weniger gut ist, da sie sich augenscheinlich hervorragend an die neue Umgebung angepasst haben.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Sorry, das ist eine pauschal formulierte unhaltbare Behauptung.

    Ich würde in der aktuellen Situation hier eher einem Mensche vertrauen der eigene Erfahrungen gesammelt hat.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • ich bin gerade zufällig auf dieses Video gestoßen, welches die Ausmaße eines Angriffs verdeutlicht. Falls schon bekannt, einfach diese Nachricht ignorieren.

    Falsche Hornissenart. Im Video ist die Vespa mandarinia japonica. Hier eingewandert ist aber eine andere Art, die Vespa Velutina. Die grosse japanische Hornisse ist noch einmal einiges Grösser und für uns wohl Furchteinflössender.

  • Dazu müsste man wissen wieviel von 100 Jungköniginnen nach Variante A oder B überleben und erfolgreich Nester gründen könnten.

    Hallo Bernd,

    Du hast mich zum Schmunzeln gebracht.:thumbup:

    Ob Wissenschaftler, Experten in Probabiltätsrechnung, in Hornissennestern herumspionierende Beobachtungsimker oder Statistiker: Jetzt steht Arbeit an !


    Eine kleine Ermutigung (gilt nur für Variante B):

    Viertelfinale, Halbfinale und entscheidender Endkampf finden nicht in diesen beeindruckenden sekundären Fussball- und Globusnestern statt, zu denen man besser ehrfürchtigen Abstand bewahrt.

    Sie werden in aller Diskretion in einem noch bescheidenen, leicht einschaubaren Primärnest ausgetragen, aus dem die Siegerin dann bei erreichter Mannschaftsstärke auszieht.

    Ihr habt doch keine Angst vor Vogelnistkästchen, oder?;)

    LG, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Mal so ne andere Frage, wie kommt es zu diesen Unterschieden in der Auffassung.

    Von der VV ist ja bekannt, das sie Alarmpheromone abgibt, welche andere Wespen abhält, aber VV anzieht. In Frankreich gibt es deshalb ja extra die Empfehlung, VV Fallen aufzustellen und diese nur Teilweise zu entleeren, damit soll es dann ja zu einem sehr selektiven Fang der VV kommen.
    In den Teilen Frankreichs, in denen die vv gestartet ist, dachte man ja auch zuerst das die VV das Ende der imkerei bedeuten würde, da die Völkerverluste wirklich exorbitant waren. Mitlerweile steigen die Völkerzahlen in diesen Gebieten aber wieder.

  • Mir ist nicht bekannt, dass diese bei der VC bekannten Kämpfe um Nestgründungen auch bei VV stattfinden. Generell ist die Wintersterblichkeit schon groß; im Vortrag hiess es vo 300 ausfliegenden Königinnen würden 50 den Winter überleben. Die müssen dann aber auch noch erfolgreich gründen und da sind die Sterblichkeiten oft auch erheblich...zumindest bei der VC scheitern nach eigenen Beobachtungen 9 von 10 bei der Gründung. Bei VV gibt es dazu noch gar keine Erkenntnisse; der ja offenbar fast obligatorische Umzug in die dichten Baumkronen erspart natürlich Auseinandersetzungen mit Niederwild wie Menschen und anderen Wirbeltieren und mühevolle Nistplatzsuche. Die sind wirklich sehr gut ausgestattet als "invasive Art" zu werden.


    A propos: Nestfunde sollen nicht selbst bekämpft, sondern bei der Unteren Naturschutzbehörde gemeldet werden. Die Kosten für die Bekämpfung tragen - da EU-Monitoringpflichtige Art - Bund und Länder!


    M.

  • Vielleicht hat die VV auch was Gutes. Schwärme in Bäumen, Dachböden und die Krüppelchen von Imkern ohne Daumen sind dann Geschichte. Die fallen dann als Vektor für Krankheiten und Varroa weg. Immer positiv denken ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Vielleicht hat die VV auch was Gutes. Schwärme in Bäumen, Dachböden und die Krüppelchen von Imkern ohne Daumen sind dann Geschichte. Die fallen dann als Vektor für Krankheiten und Varroa weg. Immer positiv denken ;)

    Nach den Schilderungen die hier im threat getätigt wurden hat es aber nicht nur die Mickerlinge erwischt. Von daher wäre ich mit dem Optimismus eher vorsichtig.