Varoabehandlung und Einengen

  • Hallo lieber Imkerfreunde,


    bin das erste Jahr dabei und glaub wieder mal spät dran mit allem.

    Wobei es die letzten Tage u.U. auch einfach zu heiß war für eine AS-Behandlung.

    Die steht nämlich bei meinen Völker nun an.

    Ich habe jeweils auf Herold/Zander 7 Völker.

    3 Ursprungsvölker (von diesem Jahr) aufgebaut mit je zwei BR und geschleuderten HRs (mittlerweile aber auch schon wieder etwas verdeckelten Honig bzw. Futter.

    4 Schwärme in jeweils zwei BR (ungeschleudert natürlich)


    Ich hab mich nun für den Nassenheider Prof. entschieden.

    Gemäß Gebrauchsanleitung will ich den auch benutzen, 290ml 60%AS mit dem großen Docht.


    Vorher würde ich allerdings noch das hier für die 3 Ursprungsvölker durchführen:

    Den untersten BR möchte ich entfernt haben weil Waben vom Verkäufer, 2 Jahre alt und passen nicht so richtig zu meinen Rähmchen (Quetschgefahr).

    Der zweite BR wird somit zum ersten BR und der Honigraum zum zweiten BR. Obendrauf ein Absperrgitter (Edelstahl), den Nassenheider Prof. und eine Halbzarge drumherum.


    Bei den Schwärmen gibts keine Wabenhygiene, da diese erst frisch alles ausgebaut haben, da setz ich den Verdunster einfach so oben auf.

    Oder soll ich auch hier was Umschichten, wegen Brut usw., damit der Verdunster nicht so nahe dran ist?

    Ein Schwarm hat allerdings den zweiten BR mehr oder weniger unausgebaut gelassen, obwohl dieser bienenmäßig nicht unbedingt kleiner ist, als die anderen.

    Den zweiten BR abnehmen oder lassen?


    Eigentlich wollte ich heute alles durchgezogen haben, aber Pustekuchen, hab nur das stärkste Volk durchgesehen ohne Wabenhygiene, den nahezu leeren Honigraum ausgebest und abgenommen und Halbzarge drauf mit Nassenheider, dann war es auch schon 8 und ich war mir nicht mehr sicher wie es nochmal richtig war...erst umschichten dann AS Behandlung?

    Ich hoffe das ist jetzt kein Problem, dass der Nassenheider mal einen Tag mehr oder weniger über der verdeckelten Brut im oberen BR steht. Wobei die Schale das ja abdeckt.
    Die unterste Zarge mit den alten Rähmchen war übrigens bei diesem Volk nahezu ausgeräumt, wenn auch stark mit Bienen besetzt.


    Weitere Fragen:

    Hab so Belüftungsgitterchen den ganzen Sommer hinter dem hohen Boden, so dass einfach mehr Luft in die Beute kommt, diese durch die weniger luftigeren Originale wieder ersetzen?

    Fluglochkeil auf kleiner Stellung gestellt, da ich neulich ein wenig Apiinvert gegeben habe und böse Wespen räubern wollten, bzw. auch haben. So lassen oder was größeres für mehr Luft einbauen?



    Das wars erstmal.

    Wollte mal fragen, was ihr dazu sagt und welche Anregungen Ihr mir noch auf dem Weg geben könnt.



    Danke schon mal!

    Euer Ullbert

  • Habe heute übrigens alle Völker mit den Nassenheider ausgestattet.

    Scheinen sie ganz gut zu vertragen.

    Mit der Wabenhygiene hat nicht so geklappt wie ich mir das vorgestellt hab, da teilweise auf den alten Waben noch große Brutnester vorhanden waren, die kann ich natürlich nicht rauswerfen.

    Sind eigentlich soweit alle gut versorgt.

    Bei meinem stärksten Volk konnte ich die alte unterste Brutraumzarge komplett entnehmen und alles ein Stockwerk tiefer legen. Obenauf den Honigraum. Der ist aber leer.

    Sollte ich während der AS Behandlung noch füttern.

    Sind jetzt wie gesagt zwei Zargen. Unterste schwer, obere leer.

    Kommen die mal zehn Tage mit dem Vorat aus der einen Zarge gut aus?

  • Hallo Ullbert,


    kontrolliere bitte die tägliche Verdunstungsmenge, oft hat sich bei diesem Wetter der große Docht als "zu groß" herausgestellt!

    Während der Behandlung nie füttern! Das Flüssigfutter bringt eine unnötige Feuchtigkeit in die Beute, welche die Konzentration der AS negativ beeinflusst


    Verstehen tue ich jetzt nicht ganz, wie viele Zargen (wie viel Raum) Du zuerst hattest beim stärksten Volk? 3 Stück und darauf den Nassenheider?

    Und dann hast Du später die unterste Zarge weggenommen?

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Nachtrag:


    Absperrgitter eigentlich nicht unter den Nassenheider!

    Flugloch so belassen, wie es war ( steht glaube ich auch in der Anleitung)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Anni,


    danke für Deine Antwort.

    Den Nassenheider werde ich heute natürlich wieder kontrollieren, denn ich habe gestern schon gemerkt, daß die Verdungstung über den 25ml/Tag liegt. Nicht drastisch mehr aber schon doch mehr.

    Ggf. pass ich gegen den mittleren Docht an.



    Alle sieben Völker stehen auf zwei Bruträumen und oben auf, auf Halbzarge der Nassenheider.


    Drei der sieben Völker hatten Honigräume. Mit diesen drei Völkern hatte ich nämlich angefangen zu Imkern in diesem Jahr. Den Originalwabensatz (unterster BR) vom Verkäufer wollte ich bei diesen drei Völkern rauswerfen, da alt und nicht passend zu meinen Rähmchen. Ging aber nur bei einem Volk so, da die anderen noch gut in Brut auf diesen Waben waren. Da hab ich nur leere alte Rähmchen gegen ausgeschleuderte und geputzte Waben getauscht, quasi nur teilrenoviert. ;-)


    Die anderen vier Völker haben keinen Umbau bekommen, da dies Schwärme waren und somit eh alles frisch war. Hier gab es einfach den Nassenheider drauf.


    Das Absperrgitter hab ich drauf,...weil es mir so richtig erschien. ;-)

    Weil ich gelesen hab, dass die Bienen sonst gerne hochgehen und versuchen den Verdunster zu verkitten. Hab gedacht so ne Absperrung täte irgendwie gut und seinen Zweck. Wohl eine deutsche Tugend...Absperren..Grenze und so. :-D


    Ullbrichtbert
    (P.S. Ich bin Sarkast! Kein Fan! Wohlgemerkt)

  • Das Absperrgitter hab ich drauf,...

    Weil ich gelesen hab, dass die Bienen sonst gerne hochgehen und versuchen den Verdunster zu verkitten.

    Das ist ein Mißverständnis. Absperrgitter (hier oft abgekürzt mit: ASG) wurden erfunden, um das Aufsteigen der Königin zu verhindern. Die paßt mit ihrem voluminöseren Körper i.d.R. nicht durch ein ASG, die Arbeiterinnen dagegen schon - die sollen sogar aufsteigen in die Honigräume.

  • Die Abbsperrgitter hab ich nur unter den Nassenheider gelegt, fragt mich nicht wieso es schien mir richtig. Ansonst sind alle Zargen frei zugängig. Königin kann überall hin. ;-)


    Die Dochte hab ich ausgetauscht übrigens, da einer der Verdunster 35ml/Tag rausgelassen hat.

    Das ist dann doch zu viel.

    Ich sah am Boden etliche tote Varoen. Das war das eine Volk was nicht geschwärmt ist.

    Mensch; scheinbar steckt da ganz schön was drin...und das obwohl ich immer schön Drohnenbrut geschnitten hab. :-(

  • ASG - Trennung des Brutraums mit der "unsichtbaren" Weisel vom Gefummel des Imkers, mit dem Abheben des Gitters darf der einen nichts passieren!

    solange noch Zusatzfutterwaben gebaut und befüllt, leere HR geputzt werden lasse ich das Gitter drauf.

    spätestens Ende September mit Ende der Auffütterung kommen die raus, und auch alle Wildbauten an UT/OT werden entfernt, damit man alle Optionen für die Winterbehandlung hat.

    Ich habe bei dem Magazinen nur noch Edelstahl im Einsatz, die sind durchlässiger als Kunststoff und da gammelt auch nichts im Dampfwachsschmelzer. Einige Kunststoff zum Ausprobieren und Basteln- waren relativ billig- oder wie beim Drohnengitter alternativlos, kamen bei den Damen nicht so gut an, und da in der Tracht jede Sekunde durchkrabbeln Zeitverschwendung ist...