Buch: Interviews With Beekeepers

  • Im örtlichen Buchhandel als 'printed on demand' für schlanke 73€ (Ausland; keine Buchpreisbindung)


    :(

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

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  • Im örtlichen Buchhandel als 'printed on demand' für schlanke 73€ (Ausland; keine Buchpreisbindung)


    :(

    Das war keine Werbung, sondern eine Beschwerde. Da war extra kein Link bei, kein genauer Betrag. So halb gelöscht ist der Beitrag doch völlig sinnfrei.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ein wirklich interessantes Buch. Der Autor (sieben Jahre als viellesender und in Foren stöbernder Hobbyimker mit Lust auf mehr Infos, kommt mir irgendwie bekannt vor) pickt sich einige internationale Imkergrößen heraus, besucht und interviewt sie. Dabei beschränkt er sich auf englischsprachige, ein Franzose ist auch dabei. Mit einer Liste von Fragen versucht er, ein Grundgerüst vorzugeben, oft lässt er sie auch einfach reden (und abschweifen). Für meinen Geschmack hält sich das Buch etwas zu sehr ans gesprochene Wort, ich hätte nicht jedes zwischengeworfene 'Yeah' des Autors benötigt, aber der Rest macht das wieder wett.

    Interessant ist die Auswahl der Imker. Jeder führt seine Imkerei anders, jeder hat sehr gute Argumente, es genau so zu machen. Allen gemeinsam ist, dass ihnen die Arbeit an den Bienen so viel Freude bereitet, dass sie Urlaub eher als lästige Zwangsunterbrechung ansehen. Sie leben die Imkerei. Die einzige Ausnahme ist ein australischer Imker mit ehemals 6000 Völkern, der sich jetzt ganz auf Analytik, Abfüllen und Vermarkten fremden Honigs spezialisiert hat.


    Ich habe das Buch mit Bleistift in der Hand gelesen (was ich sonst fast nie tue). Erkenntnis für mich: (1) Auch für Großimker gibt es viele Wege, die nach Rom führen. Jeder scheint für sich seinen Weg gefunden zu haben, der den örtlichen Gegebenheiten und seinem persönlichen Charakter entspricht. (2) Es ist eine Knochenarbeit, die Bienen verlangen mindestens 100% Einsatz. Um damit Geld zu verdienen, sollte der Rest der Familie mitziehen. Ich selbst werde es definitiv beim interessierten Berufs-/Großimker-Voyeurismus belassen und weiter in meinen Hobbygefilden herumwurschteln. (3) Ich werde das Buch noch öfter in die Hand nehmen und gezielt die vielen Bonbons und Anregungen heraussuchen.


    Grüße von Kikibee


    PS: Ja, man sollte schon halbwegs des Englischen mächtig sein, sonst macht das Buch keinen Spaß. Es ist sehr viel Text, klein gedruckt auf fast 360 Seiten.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!