Zeitlicher Ablauf Oxalbehandlung/Bauerneuerung

  • Hi leute,


    Ich habe gestern nach 21 Tagen meine brutscheune mit Oxalsäure behandelt und die BAuA Neuerung gemacht. Mit dem Ablauf war ich nicht so zufrieden. Möchte das in Zukunft besser machen. Mein Ablauf war folgendermaßen aus:


    1. Alle Waben abgeschüttelt bzw abgekehrt. War keine Brot mehr vorhanden.

    2. Mittelwände eingehängt

    3. Zarge angekippt und die Bienen unten auf dem Boden eingesprüht.

    4. Da schon einige wieder hoch gelaufen waren, habe ich dann noch mal alle Mittelwände gezogen und besprüht. Ich hatte mir eine Menge von 65 ml in die Sprühflasche abgefüllt, so dass ich dem Volk auch nicht zuviel zumute.


    Nun meine Bedenken zu meinem Ablauf.


    1. Ich habe die Behandlung extra spät abends gemacht, damit sich fast alle Bienen im Stock befinden. Nach 21 Tagen ist die Königin ja bei schönem Wetter eventuell schon begattet. Das muss aber nicht sein und es besteht das Risiko, dass eine unbegattete Königin abfliegt. Deswegen auch hier abends die Behandlung, weil das Risiko des Abfliegen dann niedriger ist. Ist das so?


    2. Macht ihr eher eine Träufelbehandlung? Ist bestimmt stressfreier und das Volk wird nicht zu sehr aufgescheucht. Aber dann macht es ja wieder keinen Sinn die Bauerneuerung gleich mitzumachen.


    3. Bei einer späteren Erneuerung sehe ich das Risiko in neu angesetzter Brut. Die möchte ich ja nicht entfernen und muss somit schon wieder mindestens eine Altwabe drin lassen.


    Und noch eine allgemeine Frage. Das Volk, dass ich gestern behandelt habe, war ziemlich laut. Das ist ja bei weiß osen Völkern so. Machen die Bienen das immer so lange, bis sie eine begattete Königin haben? Oder wird das Volk schon ruhiger nach dem Schlupf einer Kö?


    Schildert mir doch bitte mal kurz, wie ihr die Sache angeht.


    Besten Dank

  • Ich habe gestern nach 21 Tagen meine brutscheune mit Oxalsäure behandelt und die BAuA Neuerung gemacht.

    Wieso nach 21 Tagen? Gerechnet von wann? Und was bitte ist BAuA? Gesprüht wird eigentlich doch auch mit gezogenen Waben, nicht mit gekippter Zarge. Irgendwie klingt mir das Timing komisch.



    Schildert mir doch bitte mal kurz, wie ihr die Sache angeht.

    so:


    5_B_nach_Chrigel.pdf


    4B (Bauerneuerung mit längerem absperren, ohne Brutscheune) muss ich mir erst nochmal aufmalen.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Schildert mir doch bitte mal kurz, wie ihr die Sache angeht.

    Am 01.07. Bienen in der jeweiligen Beute abgeschüttelt und Brutwaben aus insgesamt vier Dadant-Völkern in zwei Brutscheunen umsortiert, je eine Fangwabe mittig im Volk gelassen, mit sechs neuen Mittelwänden pro Beute aufgefüllt und Adam-Fütterer mit je 6 Liter Sirup 1:1 drauf. Fangwaben nach 8 Tagen entfernt und nochmal je zwei Mittelwände gegeben. Keine weitere Behandlung bisher.


    Die Brutscheunen 4km entfernt aufgestellt. Nach 18 Tagen alle Waben gezogen und mit Oxalsäure besprüht. Die Waben jeder Beute mit gut 100ml eingesprüht, weil richtig viel Bienenmasse vorhanden war. Verdeckelte Brut und alte Waben entfernt und neue MW rein. Kein zusätzliches Futter gegeben, da noch genügend Futter auf den Waben war.


    Durchsicht letzten Samstag: Brutscheunen immer noch voll mit Bienen, in beiden Völkern frische Stifte der selbstgezogenen Königin. Obwohl mMn noch immer genügend Futter und reichlich Pollen vorhanden war (habe Phacelia und Sonnenblumenfelder in unmittelbarer Umgebung), zur Sicherheit den Adam-Fütterer aufgesetzt und 5 Liter Sirup 1:1 gegeben.


    Vier Völker werde ich im Sep. umweiseln und möchte vorher nochmal behandeln. Über die Art der Behandlung bin ich mir noch nicht im Klaren, da schreibt und berichtet irgendwie jeder etwas anderes. Die Tendenz geht aber zum Verdampfen (auch wenn ich aus D komme😉).


    Gruß

    Enrico

    "Lass Deine Augen offen sein, geschlossen Deinen Mund und wandle still, so werden Dir geheime Dinge kund."

  • also erst noch mal zur Erklärung. Die Sprachfunktion vom Handy spinnt manchmal. BAuA sollte Bauerneuerung heißen.. das bedeutet das Einschmelzen der alten Farben und Auffüllen von Mittelwänden. 21 Tage nach der totalen Blutentnahme. Ich habe wie es oft beschrieben wird einen Flugling und einen brutling gebildet. Und nach 21 Tagen ist die letzte Brut ausgelaufen und man startet danach mit zehn Mittelwänden und füttert ein.

  • Die Sprachfunktion vom Handy spinnt manchmal. BAuA sollte Bauerneuerung heißen..

    Um nicht zu sagen, die spinnt ziemlich... (Farben, Blutentnahme) :)


    Mit Bauerneuerung kann ich etwas anfangen, danke.

    Ich habe wie es oft beschrieben wird einen Flugling und einen brutling gebildet. Und nach 21 Tagen ist die letzte Brut ausgelaufen und man startet danach mit zehn Mittelwänden und füttert ein.

    Ah, ok, I see. Müsste dann passen, wart aber, was die anderen sagen.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Das heißt, du hast auch zum selben Zeitpunkt gesprüht, alte Brutwaben entfernt und Mittelwände eingehängt. Wenn ich das richtig verstehe, hast du erst gesprüht und kurz danach die Bienen abgeschüttelt, und Waben/MW getauscht richtig?

  • Das heißt, du hast auch zum selben Zeitpunkt gesprüht, alte Brutwaben entfernt und Mittelwände eingehängt. Wenn ich das richtig verstehe, hast du erst gesprüht und kurz danach die Bienen abgeschüttelt, und Waben/MW getauscht richtig?

    Nein! Das TBE-Volk habe ich von allen Brutwaben „befreit“, neue MW gegeben + Fangwabe. Die Fangwabe war also meine Varroabehandlung.

    Nur die Brutscheunen wurden einmal mit Oxalsäure behandelt.

    "Lass Deine Augen offen sein, geschlossen Deinen Mund und wandle still, so werden Dir geheime Dinge kund."

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  • Hätte den Brutsammler genau andersrum gehandelt.

    Nach 21 Tag Oxalsäure sprühen (oder früher - je nach persönlichem Vertrauen in die zuletzt verdeckelte Brut bzw. je nach Milbenlast vor der Aktion), wärend die Bienenmasse noch auf den alten Waben sitzt. Bieten eine bessere Oberfläche zum sprühen.

    Im Anschluss oder am Nächsten Tag hätte ich die Waben getauscht und gefüttert.

  • Theoretisch ist eine Behandlung nach komplettem Schlupf der gesammelten Brut

    ausreichend, um das Gros der Milben zu erwischen.


    Praktisch ist es nicht so!


    Das liegt mglw. am Wirkungsgrad der Behandlung, der keinesfalls 95 - 100 % beträgt. Darum sind mehrfache Behandlungen solcher Einheiten zwingend, wenn es effizient sein soll (Blockbehandlung!).


    Und zum Wabentausch - für eine Überwinterung solcher Einheiten bleiben bei mir diese schönen alten dunklen Brutwaben drin; denn Königinnen lieben solche für den Aufbau ihrer neuen BNer.


    Man kann auch in der Aufwärtsentwicklung im Mai solche Waben gg. MW tauschen und die Brut zum Aufbau von Ablegern nutzen. Das ist dann wie ein "Turbo" in deren Entwicklung...

  • Hätte den Brutsammler genau andersrum gehandelt.

    Nach 21 Tag Oxalsäure sprühen (oder früher - je nach persönlichem Vertrauen in die zuletzt verdeckelte Brut bzw. je nach Milbenlast vor der Aktion), wärend die Bienenmasse noch auf den alten Waben sitzt. Bieten eine bessere Oberfläche zum sprühen.

    Im Anschluss oder am Nächsten Tag hätte ich die Waben getauscht und gefüttert.

    Das war meiner Meinung nach bei mir gar nicht möglich. Ich hatte relativ viel Bienenmasse vor der TBE und habe sechs Brutwaben rausgenommen. Somit blieben nur vier Kleinwaben Zander übrig. ich weiß nicht, ob da eine gescheite Sprühbehandlung möglich ist. Dann sitzt die komplette Bienenmasse ja auf 4 Kleinwaben.


    Der Tip mit dem Wabentausch am Folgetag ist aber nicht schlecht. So werde ich es wahrscheinlich nächstes Jahr mal angehen mit meinen Brutsammler. Direkt danach finde ich irgendwie nicht so toll. Ich weiß nicht, ob der Wirkungsgrad dann noch gut ist, da die Bienen vielleicht über die Waben mit der Oxalsäure in Berührung kommen und sich die Behandlung somit besser im Volk ausbreitet.


    Bei meinem Flugling habe ich es auch so gehandhabt, dass ich mit Fang Wabe gearbeitet habe und nach einer Woche und Entnahme der Fang Farbe nochmals gesprüht habe.

  • Das war meiner Meinung nach bei mir gar nicht möglich. Ich hatte relativ viel Bienenmasse vor der TBE und habe sechs Brutwaben rausgenommen. Somit blieben nur vier Kleinwaben Zander übrig. ich weiß nicht, ob da eine gescheite Sprühbehandlung möglich ist. Dann sitzt die komplette Bienenmasse ja auf 4 Kleinwaben.

    Ich rede ja auch vom Sammler, nicht vom Spender.



    Der Tip mit dem Wabentausch am Folgetag ist aber nicht schlecht. So werde ich es wahrscheinlich nächstes Jahr mal angehen mit meinen Brutsammler. Direkt danach finde ich irgendwie nicht so toll. Ich weiß nicht, ob der Wirkungsgrad dann noch gut ist, da die Bienen vielleicht über die Waben mit der Oxalsäure in Berührung kommen und sich die Behandlung somit besser im Volk ausbreitet.

    Muss halt in dein Verfahren passen.

    Sprühen nach z.B. 10 oder 14 Tagen im Brutsammler - dann sollten die Waben direkt raus.

    Bei 21 Tagen kann das bis zum nächsten Tag oder länger warten.

    Vorteil - ich finde die Bienen gehen leichter von den Waben, wenn ich sie vorher nicht besprüht habe. Nach meinem Stand wirkt nur die direkt auf die Bienen gesprühte Oxalsäure.