Beespace beim Absperrgitter

  • Somit würde ich schließen, dass der Abstand OT Brutraumrähmchen zu Unterkante Honigraumrähmchen wesentlich ist und das ASG möglichst mittig darunter liegen und gleichen Abstand zu UT und OT haben sollte...

    D.h. halber Beespace zwischen Gitter und Ober- bzw. Unterträger?

    Der beespace ist beim Absperrgitter (ASG) natürlich immer beidseits vonnöten!

    Ganz so natürlich finde ich das nicht. Das ASG ist ja durchlässig. Deswegen meine Frage.

    Da die Bienen - anders als auf Waben - nicht auf beiden Seiten (Rücken an Rücken) laufen müssen, wäre ja der halbe Beespace naheliegend, also wie zwischen Randwaben und Beutenwand.


    Wie man sieht, gehen die Meinungen da auseinander.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • WFLP@

    bitte nimm es an was man dir sagt...... Beespace !! Beidseitig !!. Wenn der Abstand größer ist, wird verbaut, wenn er kleiner ist, wird verbaut. Und wenn der Abstand stimmt, wird auch manchmal verbaut. Meist aber nicht. Es heißt ja nicht umsonst Bienenabstand. Egal von welchem Gegenstand/Beutenteil gemessen wird.

    Jonas

  • Ganz so natürlich finde ich das nicht. Das ASG ist ja durchlässig.

    Doch, das ist ganz "natürlich". Ist der beespace unterschritten, wird angebaut. Auch wenn das ASG durchlässig ist, so ist doch dieser Abstand bei jedem einzelnen Gitterstab unterschritten. Also wird an dieser Stelle verbaut. Dass daneben, wo eine Lücke ist, der beespace stimmt und daher nicht verbaut wird, nutzt dir dann gar nix, weil daneben eben trotzdem verbaut wurde. Und weil zwischen zwei verbauten Stäben vermutlich weniger als beespace ist, wird zwischen zwei Verbauungen danach gleich auch noch verbaut... du kommst da nicht raus, aus der Kiste.


    Nicht umsonst versuchen die ASG-Hersteller mehr oder meistens weniger erfolgreich das Gitter so in einem Holzrahmen zu platzieren, dass auf einer Seite der beespace stimmt (bei mir auf der Unterseite) und auf der anderen Seite möglichst gar kein Abstand ist, weil dort der beespace von der Beute kommen muss (bei mir oben).


    Stelle dir das ASG einfach wie eine Wabe mit schlitzförmigen Löchern vor, dann wird's vielleicht leichter!

  • bei meinen Segebergern liegt das Metallgitter ca. 4 mm über den OT der Brutraumrähmchen.

    Hallo, bei meinen Segebergern sind es knapp 2 mm, aber lassen wir Werner Schundau mal zu Wort kommen:"Für den Gebrauch der Absperrgitter ist es bei Segeberger Kunstoffbeuten wichtig, daß die Oberseite der Rähmchen mit dem Rand der Zarge eine Fläche bildet." Werner Schundau: So imkern wir in der Segeberger Kunstoff-Magazinbeute. Er gibt weiter an, dass der Abstand zu den Honigraumrähmchen 5 mm beträgt. Entweder hast du dich vermessen, oder du hast komische Segeberger.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • bitte nimm es an was man dir sagt...... Beespace !! Beidseitig !!.

    Ich bin nicht bockig. Ich will nur bitte auch wissen, warum das so ist.


    Merke: Recht zu haben ist keine Kunst, aber wissen warum!

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  • Hallo zusammen!

    Ich habe nun über den Sommer in 2 meiner WV die ASG für Segeberger im Holzrahmen eingelegt. Bienenplatz sowohl zum unteren als auch oberen Rähmchen jeweils ca 7-9 mm. Es gibt bislang gar kein Verbauen. Die Mädels können überall mit Vollgas entlanglaufen und ich werde entsprechend alle meine Völker auf diese Gitter umstellen. Etwas nervig, vielleicht auch nur gewöhnungsbedürftig ist es, wenn der HR schwer ist, das man dann schon mal das ASG verschieben kann, es liegt ja nur oben auf. Aber im kommenden Jahr stelle ich auf Flachzarge in HR um, damit sollte es dann keine Probleme mehr geben - und mein Rücken freut sich auch schon 😀.

    Gefällt mir also sehr gut. Viele Grüße, Rudi

  • bitte nimm es an was man dir sagt...... Beespace !! Beidseitig !!.

    Ich bin nicht bockig. Ich will nur bitte auch wissen, warum das so ist.


    Merke: Recht zu haben ist keine Kunst, aber wissen warum!

    ich habe nicht von bockig was geschreiben. Was mich wundert ist, dass etliche Leute Dir den 'Bienenabstand' erklärt haben und auch ausführlich. Auch warum.

    Auch ich: " Es heißt ja nicht umsonst Bienenabstand. Egal von welchem Gegenstand/Beutenteil gemessen wird." Das warum, wirst Du doch selbst bei Deinen Bienen sehen können. Mit Bienenabstand = keinen oder weniger Verbau, wenn der Bienenabstand größer/ kleiner ist = i.d.R. viel Verbau und Verkittung, wenn die Bienen diesem Bereich mit in ihren Lebensbereich/Wohnbereich einbeziehen. Und das Absperrgitter ist eindeutig ein Bereich den die Bienen in ihren Wohnbereich einbeziehen = BR + HR.

    Nichts für ungut WFPL, ich dachte auch, da Du schon so viel Kommentare hier abgeben hast, dass Du so ein Grundwissen in peto hast.

    Auf Deine Merke-Satz oben kann ich nur antworten. Zuhören / lesen ist eine Kunst.

  • Was mich wundert ist, dass etliche Leute Dir den 'Bienenabstand' erklärt haben und auch ausführlich. Auch warum.

    Mich wundert wiederum, wie sehr Du an meiner eigentlichen Frage vorbeiredest:

    1. Die Frage war, ob das Gitter, weil durchlässig, anders zu behandelt ist als eine Wand. Da wollte ich eine Erklärung, keine Behauptung.

    2. Warum ich Verbau habe, obwohl der doppelte Beespace eingehalten ist.

    Da half mir mein Grundwissen nicht weiter.


    Ansonsten reklamiere ich für mich das Gleiche wie Brechts Ziffel: "Mit mir müssen's einfach reden. Ich bin Wissenschaftler, ich fasse schwer auf."

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  • habe in Deinen Text einfach reingeschrieben...

    schönen Sonntag noch.

    Jonas

  • Kurzer Erfahrungsberichte eines Anfängers:


    Beuten nach Arge Magazinimker (Dadant BR und einige Zander BR (teils auch noch "Liebig" Beuten, passen aber leidlich ins System, Beespace aber "kompatibel; Honigräume Langstroth 2/3)


    Zum Beespace im System: Beespace ist zwischen den Oberträgern und der Oberkannte der Zarge.


    Absperrgitter Metall im Holzrahmen von Holterxxxx.


    Die sind so aufgebaut das das Gitter im Rahmen "plan" eingepasst ist. Wird dann mit 2 dünnen Leisten gegen rausfallen befestigt. Somit ist das Gitter "plan" mit der Oberkante der BR-Zarge.

    Dicke des Rahmens nach oben ist so gemacht, das oberhalb des Gitters nochmal der Beespace frei ist. Also Beespace unterhalb und oberhalb des Absperrgitters.

    Im Prinzip wie bei einem Datant 12-er Gitter im Rahmen, nur wir das dann umgedreht aufgelegt.


    Bei den Dicken Dadant-Oberträgern gab es quasi keinen Verbau. Bei den dünneren Zander Oberträgern gab es ein wenig Verbau. Aber alles in allem überschaubar, Gitter bleibt großflächig passierbar.


    Hatte letztes Jahr eine Fütterungs-Lösung wo der Beespace um ca. 0,5-1 cm überschritten wurde, da war der Verbau / Zwischenbau von Lagerzellen deutlich schlimmer. War jedes mal ein Gematsche beim Öffnen. Macht kein Spaß.

  • Aber jetzt noch mal zum Mitrechnen: Der Beespace ist ja ohne Absperrgitter (hoffentlich) korrekt vorhanden. Wenn nun das Absperrgitter dazukommt, muss sich der Abstand zwischen Brut- und Honigraum um 8 bis 10 mm erhöhen. Dann darf der Rahmen nicht mehr als diese Höhe haben.

    Rechne ich richtig?

    Das würde auch erklären, warum ein 15 mm hoher Rahmen zu Verbau führt.


    Leider musste ich feststellen, dass meine Brutraumzargen (1,5 DNM) von verschiedenen Herstellern unterschiedlich gebaut sind. Bei den meisten schließen die Rähmchen mit der Oberkante der Zarge ab. Holtermann dagegen hat einen Überstand. Da werde ich dann evtl. was wegnehmen, sonst brauche ich jeweils unterschiedliche Absperrgitter.

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