Beespace beim Absperrgitter

  • Ich will neue Holzrahmen für die Absperrgitter bauen, weil einige kaputt sind. Nun folgende Frage:

    Wie wird der Beespace ermittelt? Vom Oberträger/Unterträger zum Gitter oder von Oberträger des Brutraums zum Unterträger des ersten Honigraums, das Gitter wäre also beim halben Beespace. Behandeln die Bienen das Gitter also als durchlässig (halber Beespace) oder wie eine Barriere (voller Beespace)?

    Die Gitter, die ich bisher nutze, haben einen 15 mm hohen Holzrahmen und werden immer verbaut. Hier ist ja der volle Beespace zwischen Rähmchen und Gitter. Das scheint nicht zu funktionieren. Also doch nur der halbe? Dann müsste der Rahmen des Gitters so dünn wie möglich sein, weil der Beespace ja zwischen Honigraum und Brutraum schon da ist.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Bei der Segeberger Beute liegt das Absperrgitter ja direkt auf den Oberträgern. Somit denke ich das die Bienen das Gitter als durchlässig ansehen und somit der Beespace zwischen Ober- und Unterträger gilt.

    Würde Deine Theorie auch bestätigen.


    me.

  • 15 mm Rahmen ist zu viel, denn 8mm Bespace zwischen den Zargen gibt es ja schon. Dann kommt es natürlich auch noch darauf an, wo im Rahmen sich das Absperrgitter befindet (oben, mittig, unten).

  • Bei WFLP wird es trotz 'richtigem' Abstand auch zugekittet:

    Nur wenn der richtige Abstand 8 mm vom Oberträger zum Gitter wäre.

    Auf die Oberträger auflegen möchte ich das Gitter in der Tat nicht. Da wird verkittet und das Einlegen ist schwieriger, weil mal erst die Bienen wegkriegen muss.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich bin inzwischen vollkommen wech davon.

    Ohne irgend einen Nachteil.

    Ich liebe die Nicot Gitter.

    Jahrelang teure Metallgitter, mit wegen angekittet oder angebaut, kaputten Holzrahmne gehabt, es gab ja auch nix anderes brauchbares,... vom ersten Moment an mochte ich die Nicotgitter.

    Gibts für 10er und 12er.

    Preiswert und Gut!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Ich will neue Holzrahmen für die Absperrgitter bauen, weil einige kaputt sind. Nun folgende Frage:

    Wie wird der Beespace ermittelt? Vom Oberträger/Unterträger zum Gitter oder von Oberträger des Brutraums zum Unterträger des ersten Honigraums, das Gitter wäre also beim halben Beespace. Behandeln die Bienen das Gitter also als durchlässig (halber Beespace) oder wie eine Barriere (voller Beespace)?

    Die Gitter, die ich bisher nutze, haben einen 15 mm hohen Holzrahmen und werden immer verbaut. Hier ist ja der volle Beespace zwischen Rähmchen und Gitter. Das scheint nicht zu funktionieren. Also doch nur der halbe? Dann müsste der Rahmen des Gitters so dünn wie möglich sein, weil der Beespace ja zwischen Honigraum und Brutraum schon da ist.

    Verständnisproblem?

    Der Abstand vom unteren Rähmchen BR zum oberen Rähmchen HR => +/- Beespace. Wenn dann da ein Abspeergitter dazwischen kommt, muß z.B. der Abstand Unterkante Rähmchen zum Gitter => +/- Beespace sein. Gleiches gilt vom Absperrgitter zur Unterkante Rähmchen HR. Wie Du das mit Deinen Rahmen machst, wo das Absperrgitter eingebaut wird, mußt Du das dann entsprechend den Rahmen anpassen. Konnte ich mich verständlich machen?


    Absperrgitter die nur aufgelegt werden halte ich nicht für so gut. Hier haben viele älteren Imker diese Lösung gewählt. Ich betreue z.B. einen 92 jährigen Imker. Bei seiner Betriebsweise sitzt das Plastikgitter regelrecht fest. Auch weil es direkt auf die Rähmchen gelegt wird. Und bei dem Wiederauflegen muß man gut aufpassen, dass man keine Bienen quetscht. Mir ist das zu umständlich. Auch erlebte ich des öfteren, dass die Bienen nicht so gerne hochgehen, auch weil diese Gitter - bei falscher Auflage - den Durchgang um 50% verringern.

    Jonas

  • WFLP :


    Der beespace ist beim Absperrgitter (ASG) natürlich immer beidseits vonnöten! Also sowohl nach unten, als auch nach oben.


    Dass diese Gitter trotz beespace verbaut werden, hat viele Gründe. Einer liegt meiner Meinung nach schlichtweg daran, dass die käuflich zu erwerbenden Gitter eine große Streuung bezüglich der sauberen Auswarbeitung und damit der richtigen Abstände haben.


    Außerdem hängen sie z.b. bei großen Beutenmaßen wie 12er Dadant durchaus auch ein wenig durch. Auch die Rähmchen sind nicht immer gleich gebaut, da gibt es auch bei guten Qualitäten durchaus welche, wo die Ober- oder Unterträger 1-4 mm durchhängen, tiefer oder höher sitzen etc. Dann kommen die Gitter in der Alltagsproxis oft auf Wachs- und Propolisbröseln oder gequetschten Briefmarkenbienen auf dem Zargenrand zum liegen und schon ist wieder ein halber Millimeter. Usw, usf.


    Das alles und wohl noch mehr Ungenauigkeiten summieren sich in der Praxis einfach, so dass der beespace eben oft nicht stimmt.

    Hinzu kommt, dass die Bienen von sich aus gerne Aufstiege zum Honiglager bauen, auch wenn der beespace stimmt.


    Einige punktuelle under streifenförmige Verbauzohnen auf bis zu 10% der Fläche halte ich aus alle' diesen Gründen daher für absolut normal und unvermeidbar - zumindest nach einiger Zeit.

    Genetik spielt auch kräftig mit rein: "Saubere" Völker haben diese Fläche vielleicht erst nach einer oder zwei Saisons zugebaut, anderen neigen stärker zum Verbau und machen dann auch mal 20% Verbaufläche nach einer Woche - auch wenn der beespace stimmt.


    Hatte mal zwei Kg gekauft, die hatten das massiv im Blut, ein riesen Unterschied zu meinen bisherigen Völkern. Die Töchter, mittlerweile F3 zeigen das selbe Verhalten nach wie vor.

  • Bei der Segeberger Beute liegt das Absperrgitter ja direkt auf den Oberträgern.

    Ich hatte Fotos mit Maßen vor kurzem hier eingestellt - bei meinen Segebergern liegt das Metallgitter ca. 4 mm über den OT der Brutraumrähmchen. Die Bienen können darunter hindurch auf den OT noch laufen.


    Ebenso liegt das Gitter bei den DD-Beuten im Holzrahmen auch mit Abstand über den OT. Insbesondere bei letzterem wird nix verbaut.


    Somit würde ich schließen, dass der Abstand OT Brutraumrähmchen zu Unterkante Honigraumrähmchen wesentlich ist und das ASG möglichst mittig darunter liegen und gleichen Abstand zu UT und OT haben sollte...

  • Hallo.

    Hornet hat es meiner Meinung nach richtig erkannt und beschrieben. Insbesondere die Toleranz jedes einzelnen Teiles ergibt am Ende des ganzen Aufbaues, wie viel Platz nach oben und unten ist. Und da können locker ein paar Millimeter zusammen kommen. Aus meiner Sicht ist es das wichtigste, dass die Bienen großflächig hoch in den Brutraum kommen und nicht aus nur die Streifen in den Wabengassen reduziert sind.
    Ich glaube der Herr Heuvel hatte es ganz einfach mal erklärt. Für ein Kilo Honig müssen die Bienen ca 20000 mal den Nektar im HR abgeben. Brauchen sie dafür eine Sekunde länger als nötig, weil es einen Stau beim ASG gibt, so benötigen sie 5,5 Stunden länger für das Kilo Honig. Allein darum sollte jeder daran interessiert sein, freies Durchkommen zu gewährleisten!

    Ich habe jetzt bei meinen Segeberger umgestellt auf ein ASG mit Rahmen und richtigem Platz nach oben und unten und kann jetzt sagen: super, warum nicht eher Rudi...

    Viel besser!

    Viele Grüße, Rudi