Ablegerbildung

  • Hallo zusammen


    Ich habe vor in den nächsten tagen, sobald das Wetter besser wird 5Waben Ableger zu bilden, da meine ganzen Völker in Schwarmstimmung sind, damit ich den Schwarmtrieb einwenig dämmen kann. Wie ist das eigentlich wenn ich 2brutwaben + 1 pollen +2 futter mit der alten Königin entnehme, und das (Restvolk) die Weiselzellen überlasse , ist diese Methode sinnvoller als nur 2brutwaben mit 3 Futterwaben (natürlich mit Bienen) zu entnehmen ?


    P.S mir ist klar das die Schwarm vorwegnehme mit Zwischenboden besser ist .

  • Hallo Imker_beginner !


    Unter Schwarmstimmung verstehe ich bestiftete Weiselnäpfchen oder weiter fortgeschrittene Stadien. Sollte es soweit sein wirst Du Deine Völker mit einer einfachen Schröpfaktion kaum beeindrucken können. Sie würden trotzdem weiter Schwarmtriebig sein, es sei denn Du nimmst ihnen soviel Brut zur Ablegerbildung ab (für mehere) das Du von dem Volk in den folgenden Trachten nichts mehr zu erwarten hast. Besser greifen solche Schröpfungen von 2-4 Brutwaben bevor Weiselzellen bestiftet werden, also genau dann wenn Du eine ganze Menge Spielnäpchen gesichtet hast, was in etwa dann der Fall ist wenn beim Magazienbetrieb die obere Zarge komplett bebrütet wird (mal abgesehen von den beiden Speckwaben). Zwischenableger ist nicht Dein Ding ? Man benötigt im übrigen dazu nicht mal einen Zwischenboden.....eine zwischengelegte Folie und ein Loch im Deckel tun es auch (Sparversion !!!). Auch wäre es möglich einen Königinnenableger zu erstellen, und diesen dann im Spätsommer mit einer edlen Königinn (die Heike Aumeier hat soviele davon das Sie sie sogar verkauft !!!!) umzuweiseln. Legst Du es aber tatsächlich auf massive Völkervermehrung an, kannst Du Deine Völker ohne weiteres in mehere Ableger zu je drei Brutwaben + Futterwabe und Pollenwabe aufteilen und die Mädels dann erstmal selber machen lassen (später dann regelmäßig füttern !!!). Ich empfehle Dir dann aber trotzdem auch diese Jungvölker im Spätsommer nochmal umzuweiseln damit Du schwarmträges edeles Blut auf den Stand bekommst. Das erleichtert die Arbeit gerade bei größeren Völkerzahlen doch ungemein und spart eine Menge Zeit und Verdruß. Grundsätzlich ist es einfacher seine Völkerzahl zu mehren, denn auf einem Stand zu halten.


    Beste Grüße Frank


    www.imkerei-osterloh.de

  • Imker_beginner schrieb:

    Hallo zusammen


    Ich habe vor in den nächsten tagen, sobald das Wetter besser wird 5Waben Ableger zu bilden, Wie ist das eigentlich wenn ich 2brutwaben + 1 pollen +2 futter mit der alten Königin entnehme, und das (Restvolk) die Weiselzellen überlasse , ist diese Methode sinnvoller als nur 2brutwaben mit 3 Futterwaben (natürlich mit Bienen) zu entnehmen ?


    Hallo Imker_beginner,
    sinnvoll ist keines von den beiden, da sich die Bienen bei einer Weisellosigkeit, die du unweigerlich herbeiführst, nicht gerade eine eintägige Made als Zuchtstoff nehmen, sondern meistens die älteste gerade noch umformbare Made und die soll lt. Bienenlehrbücher keine vollwertige Königin mehr werden. Versuchs doch mal mit Königinnenzucht, kauf dir ein gutes Buch und los geht - ich wage heuer auch das Praktikum, nachdem ich mir alle Arten von Bücher darüber eingesaugt habe. Wichtig ist, dass du wirklich das Brutnest oder die Zarge in der sich das Brutnest befindet frei von Honig oder zuviel Pollenwaben machst und ihnen Leerwaben und MW zur Eiablage bereit hälst. Auch ein Zargentausch bei zweizargiger Betriebsweise, falls sich die meiste Brut in der oberen Zarge befindet, ist sehr schwarmdämmend. Ich habe im vorigen Jahr nicht viel Zeit für meine Mädels gehabt und geschwärmt haben sie wie die Heidebienen, aber heuer klopf ich ihnen auf die Fühler und bisher sind sie noch voll in Arbeits- und nicht in Schwarmstimmung.

  • Hallo Xare,


    tatsächlich läßt sich das eine mit dem anderen verbinden, ich meine die Ableger jetzt und die Züchterei. Ich mache dies seit Jahren so. Ich bilde im Mai meine Sammelbrutableger, meist mehrere, so wie es sich gerade ergibt. Einer oder zwei davon werden zum Anbrüten der Inselköniginnen hergenommen, die anderen sich selbst überlassen. Da sie ja offene Brut haben, haben sie sehr schnell eine Königin. wenn dann Ende Juli, Anfang August die begatteten Königinnen da sind, weisele ich die ehemaligen Ableger nochmal auf eine (Insel)Königin um. Hört sich nach Mehrarbeit an, ist aber nicht so.
    Da ich von den Ablegern ja in diesem Jahr keinen Honig erwarte, kann ich sie auch prima schröpfen, um Begattungsableger für die Belegstellen zu erstellen. Wenn dann vershentlich eine Königin drunter gerät, ist der Verlust zu verschmerzen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo zusammen
    Wenn ihr von ständiger Fütterung der Ableger spricht, heißt das dann, dass der Futerballon immer Zuckerwasser enthalten muß?(tat ich letztes Jahr) Oder sollte es Futterteig sein?
    Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo,


    einen Königinableger mach ich selbst nicht so gern, weil man im Hauptvolk ein Entwicklungsstop hat und der Schwarmtrieb nicht immer zu Stoppen ist.
    Ich höre immer von vielen Imkern das man mit einem Ableger den Schwarmtrieb stoppen kann,
    ist nach meiner Erfahrung nicht der Fall. Wenn man von dem Volk 2-3 Brutwaben weg nimmt sind immer noch genug Flugbienen da die einen Schwarm auslösen und das Volk eine zeit lang faul (sammelfaul) ist durch der Schwarmstimmung. Die bessere möglichkeit ist immer ein Zwischenboden wo der Honigraum aufs Bodenbrett kommt in der Mitte eine offene Brutwabe und dann der Zwischenboden und die 2 Brutraumzargen. Der Vorteil liegt auf der Hand die Flugbienen Sammeln weiter fleißig Nektar und in den Brutzargen entsteht ein Flugbienenmangel dadurch geht die Königin nach 2-5 Tagen verstärkt in Eilage ,nach 9 Tagen schaut man nach und merkt schnell das die Königin ein schönes Brutnest aufgebaut hat ,wenn dann kein Schwarmtrieb mehr vorhanden ist kann man das ganze zurückvereinigen oder man nimmt die offenen Brutwabe aus dem Honigraum unten und ersetzt diese bei noch vorhanden Schwarmtrieb durch eine neue ,ist aber die Tracht zuende kann man eine Brutraumzarge ohne Königin wegnehmen und man hat dann einen schönen starken Ableger den man nach 9 Tagen eine begatte oder unbegattet Königin zusetzen kann. Den Honigraum unten vereinigt man dann mit der Zarge wo die Königin drin ist . Es gibt mit diesen Verfahren eine Menge Möglichkeiten und auch andere Kombinationen.
    Wünsche wenig Schwärme und volle Honigkübel :D


    Gruß Michael2

  • Hallo Guido !


    Futterteig (wenn er schön feucht ist) bringt einen gleichmäßigen Futterstrom in die Ableger was die junge Königinn bei entsprechender Bienenmenge dazu veranlaßt ein schönes großes Brutnes anzulegen. Mir ist aber Futterteig zu unpraktisch, ich füttere meinen Jungvölkern alle drei Tage ca. 1/2 Liter Sirup/Wasser (1:1) per Gießkanne über Futterzargen. Das geht schön flott und die Jungvölker entwickeln sich prächtig.


    Grüße Frank


    www.imkerei-osterloh.de

  • Hallo Michael2,


    die Schwarmverhinderung mit Zwischenboden hört sich gut an. Was machst Du mit der zusätzlich entstehenden Brutzarge nach der Rückvereinigung? Einen Ableger bilden ist mir zu einfach. Du weißt - es ist schwieriger, die Völkerzahl zu halten, als sie zu vergrößern. (Auch wenn es sich angesichts der momentanen Völkerverluste witzig anhört.)


    Grüße, Thomas

  • Hallo Thomas,


    die Brutzargen kann man am Volk lassen, das man eine Brutzarge vom Volk entfernt ist nur ein Vorschlag, um einen Ableger evtl. zu erstellen. Wenn der Schwarmtrieb im Volk abgeklungen ist vereinigt man das ganze wieder. Auf das Bodenbrett kommt die erste Brutzargen und die zweite oben drauf dann der Honigraum der als dritte Zarge war und zum Schluss die Zarge wo die offene Brutwabe drin ist, aber die Weiselzellen müssen allen entfernt werden von der Wabe. Kommt das Volk wieder in Schwarmstimmung dann nimmt man nicht mehr die vierte Zarge sondern den zweiten Honigraum der angetragen ist mit Nektar und das ganze macht man wie ich es im ersten Beitrag beschrieben habe.
    Mit so einen starken Volk kann man eine Waldtracht oder Robinientracht anwandern.
    Der Vorteil ist das Volk bleibt zusammen und die Kraft bleibt auch erhalten, man kann seine Völkerzahl halten brauch keine Ableger unbedingt machen.
    Der Nachteil das Volk hat meist vier Zargen läst sich daher etwas schwerer bearbeiten und das Volk behält alle Milben was bei einer Ablegerbildung etwas gesenkt wird.
    Es gibt sogar eine andere Variante wenn man einen Schwarm hat und den nicht will, man aber weiß aus welchem Volk er abgeschwärmt ist, und den Schwarm wieder in das Volk zurück bringen kann. :D


    Gruß Michael2

  • Hallo Michael2,


    die Tatsache, daß bei diesem Vorgehen Honig in Brutwaben gelagert wird, hat mich bisher von seiner Anwendung abgehalten. Schade, ich hatte ein bischen gehöfft, Du hättest eine Lösung.


    Grüße, Thomas

  • Hallo Thomas,



    Ich versteh nicht was du mit Honig in Brutwaben meinst. Der Honigraum sitzt am Anfang auf dem Bodenbrett nur in der Mitte ist eine Brutwabe die wichtig ist und diese muss in der Honigzarge sein sonst können die Flugbienen keine Weiselzellen anziehen, später vereinigt man alles wieder wie das Volk vor der Vereinigung ausgesehen hat , und die Honigzarge die unten war meist voll Honig ist. Wenn aber das Volk aber später in Schwarmstimmung ist brauch man meist noch eine vierte Zarge die wieder als neuer Honigraum dient und auf dem Boden kommt mit einer neuen offenen Brutwabe. Ich mach diese Kombination schon einige Jahre erfolgreich und habe noch andere Varianten entwickelt. Nach meinem Wissen gibt es keine bessere Schwarmverhinderung wo man keine neuen Völker erstellen muss. :D


    Gruß Michael2

  • Hallo michael2,


    funktioniert die Ablegerbildung mit Honigraum unten, Zwischenboden, Brutraumzargen darüber auch ohne Brutwabe im Honigraum oder ist das ein "muß"? Ich würde das Volk dann später teilen wollen und der dann weisellosen Zarge eine junge, begattete Königin zusetzen. Geht das ok so?


    Gruß
    Peter

  • Hallo Peter,


    die Brutwabe unten ist da dass die Bienen nicht Weisellos sind, man kann einen Ableger machen, aber das ist eigentlich der Honigraum. :D
    Es gibt da einige Möglichkeiten.
    Du kannst ja auch eine Brutzarge wegnehmen so hast du das Volk geteilt.


    mfg Michael2