Wesensgemäss, Artgerecht, Natürlich, Konventionell.

  • Beitrag von Hagakure ()

    Dieser Beitrag wurde von hartmut aus folgendem Grund gelöscht: Der Beitrag auf den sich dieses Posting bezog wurde entfernt. ().
  • Man sollte die Situation auch nicht zu schwarz sehen. In vielen Bereichen gibt es einen postiven Trend - gerade in den Segmenten regional und ökologisch. Der Biomarkt ist bspw. 2019 um 9,7 % gewachsen und die regionale Vermarktung nimmt, zumindest in meiner Region, ebenfalls zu.


    Wenn jeder Konsument ausschließlich den Preis im Blick hätte, könnte keiner von uns Honig verkaufen :)

  • ohne das an der Grenze anders, natürlich billiger produzierte Lebensmittel (mit Hormonen, hier verbotenen 'PSM' usw.) wieder umkehren müßten.

    Das gilt für alle Branchen. Muss ich dir was von Auflagen erzählen? Trotzdem muss jeder mit günstiger produzierten Waren aus dem Ausland konkurieren.

    Die Annehmlichkeiten die wir hier genießen haben auch einen Preis.

    Beim genießbaren Wasser geht es schon los.

    Ja. Täglich werden hektarweise gute Böden in Wohnraum und Industriegebiete verwandelt.

    Mit dem Einwand hab ich schon beim Schreiben gerechnet. Es ist mir bewusst.

    Aber der Großteil der Flächen, die Kleinbauernhöfe bei der Schließung freimachen, nutzen dann größere oder große Landwirtschaftsunternehmen.

    2007 ist nach Kyrill ein nicht geringer Teil der Waldfläche in die landwirtschaftliche Nutzung gegangen. Das wird jetzt nach dem Fichtensterben nochmal passieren.

    Außerdem kann man die vorhandene Fläche durchaus besser zur Nahrungsmittelproduktion für die Menschen nutzen, als es momentan gemacht wird. Es gibt noch einiges an Potential.

  • Trotzdem muss jeder mit günstiger produzierten Waren aus dem Ausland konkurieren.

    Das ist genau das Problem unserer konventionellen Landwirtschaft: Statt hochwertige Premiumprodukte zu erzeugen, setzt sie (gerade bei Fleisch) auf Niedrigpreise für den Export.

    Die meisten anderen Branchen haben dieses Wandel längt vollzogen: Massenproduktion im Ausland, Premiumprodukte, High-tech und knowhowbasierte Dienstleistungen im Inland.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Da ich im Seuchenausschuss war, wurde dort für unsere Gegend die reinen Getreidevorräte mal aufgelistet und mit dem täglichen Verbrauch in Konsens gebracht.

    Die Aufstellung würde mich ja mal interessieren, was da auf beiden Seiten Berücksichtigung fand. Aber es geht zu weit ab vom Thema dieses Fadens. Darum gehe ich auch nicht näher darauf ein.


    Zur Eingangfrage habe ich das Problem, dass ich nicht weiß, wer wie die Bewertung vornimmt, was artgerechter ist als anderes.

  • es ist aber schon brutal unfair, wenn am Ende beide Systeme im LME preislich gegeneinander antreten müssen.

    What the heck ist denn LME schon wieder?

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Landwirte, die ihr Vieh an den kleinen Metzger verkaufen, bekommen höhere Preise. Aber es ist viel bequemer gleich einen ganzen Lastzug voll zu machen und im gleichen Atemzug über niedrige Preise zu wettern. Eine weitere Unart ist es, bei steigenden Preisen mehr aufzustallen. Das sorgt wider für fallende Preise.


    Gruss

    Ulrich

  • Eine weitere Unart ist es, bei steigenden Preisen mehr aufzustallen. Das sorgt wider für fallende Preise.

    Man nennt dieses Phänomen in der Volkwirtschaftslehre nicht von ungefähr "Schweinezyklus". Das ist aber ein Merkmal jeder Marktwirtschaft und gilt natürlich nicht nur für die Landwirtschaft.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo Sulz!

    Nochmal was zum Thema "wesensgemäße Bienenhaltung":

    (Ganz unten auf der Seite in der pdf-Datei)

    http://www.lwg.bayern.de/bienen/haltung/081763/index.php


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Das ist genau das Problem unserer konventionellen Landwirtschaft: Statt hochwertige Premiumprodukte zu erzeugen.

    Darf ich an der Stelle mal ein Veto einlegen? Die Vielzahl deutscher Höfe als kleine und mittlere Betriebe erzeugen, unabhängig von der Betriebsform, hochwertige Premiumprodukte unter Einhaltung strikter gesetzlicher Vorgaben. Leider landen die wenigsten Produkte auf dem deutschen Markt sondern gehen in den Export, wo höhere Preise zu erzielen sind. Bei landwirtschaftlichen Produkten zahlt sich "Made in Germany" nämlich noch aus... nicht für den Erzeuger aber für den Vermarkter!

    Das was Du eingangs schriebst trifft sicher auf die dritte Form, neben Bio und konventionell,

    , die industrielle Landwirtschaft zu. Leider wird sich niemand finden der industrielle Landwirtschaft definiert, weil es einfacher und bequemer ist auf alle Konvis einzudreschen. Die Gräben bleiben und das ist für die Ernährungsindustrie sehr praktisch.

  • Das ist genau das Problem unserer konventionellen Landwirtschaft: Statt hochwertige Premiumprodukte zu erzeugen.

    Darf ich an der Stelle mal ein Veto einlegen? Die Vielzahl deutscher Höfe als kleine und mittlere Betriebe erzeugen, unabhängig von der Betriebsform, hochwertige Premiumprodukte unter Einhaltung strikter gesetzlicher Vorgaben. Leider landen die wenigsten Produkte auf dem deutschen Markt sondern gehen in den Export, wo höhere Preise zu erzielen sind. Bei landwirtschaftlichen Produkten zahlt sich "Made in Germany" nämlich noch aus... nicht für den Erzeuger aber für den Vermarkter!

    Das was Du eingangs schriebst trifft sicher auf die dritte Form, neben Bio und konventionell,

    , die industrielle Landwirtschaft zu. Leider wird sich niemand finden der industrielle Landwirtschaft definiert, weil es einfacher und bequemer ist auf alle Konvis einzudreschen. Die Gräben bleiben und das ist für die Ernährungsindustrie sehr praktisch.

    Zur Definition der industriellen Landwirtschaft gibt es schon einen guten Wikipedia-Artikel.

    Beim internationalen Handel mit landwirtschaftlichen Gütern zählt in erster Linie der Preis. Der amerikanische Honig wird nicht importiert, weil er ein Premiumprodukt ist. Umgekehrt importieren die Asiaten das deutsche Schweinefleisch sicherlich nicht aufgrund der "strengen" deutschen Gesetze.