Bambusmatte um Beute

  • Hallo,


    ich bin absoluter Frischling. Habe mich erst dieses Jahr entschlossen, es mit der Bienenhaltung zu probieren. Vielen Dank für dieses einzigartig gut strukturierte und reichlich beschriebene Forum. Es hat mir beim Lesen der einzelnen Beiträge schon etliche Fragen beantwortet. Und vor allem viel Lob an die einzelenen Teilnehmer, die sich jedesmal die Mühe machen eine gestellte Frage auch zu beantworten.
    Ich habe mich als angehender Jungimker als erstes dazu entschlossen in den hiesigen Bienenzuchtverein einzutreten. Der Verein in Duisburg-Baerl, den ich mir ausgesucht habe, hat in meinen Augen für Anfänger den richtigen Einstieg gewählt. Ich bekomme vom Verein meine ersten Beuten inkl. Ableger oder Schwarm gestellt und kann diese erstmal ein Jahr kostenlos behalten. Somit ist mir die Möglichkeit gegeben, die Bienenhaltung von Anfang an am eigenen Leibe zu erfahren :lol: 
    Sogar eine Honigschleuder mit Sieben und Eimern kann man sich beim Verein ausleihen. :o


    Nun aber nach langer Einleitung meine eigentliche Frage:


    Welchen Raum muss ich um die Magazinbeuten lassen, wenn ich vorhabe, die Beuten komplett mit 2,40m hohem Bambusmatten zu umbauen?
    Ich möchte, dass die Bienen erst in dem künstlichen "Tunnel" nach oben steigen, um dann außerhalb der Kopfzone abzufliegen.
    Ist diese Vorgehensweise geeignet ?


    Gruß


    Frank

  • Hallo Nothobranchius


    Mit dem, was du vorhast, bringst du dich um das schönste an der Bienenhaltung: Das Flugloch beobachten. Ich kann stundenlang vor dem Stand sitzen und zuschauen. ;-)
    Zumindest mußt du mal so viel Platz lassen, damit du arbeiten kannst. Das Flugloch sollte auch etwas Morgensonne abbekommen. Ich denke, es müssen ja auch nicht gerade 2,40 Meter sein. Ein Hindernis in der Flugbahn tut es doch auch.
    Gruß Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Nothobranchius,
    es müssen nicht Bambusmatten sein. Es geht auch mit einem Drahtgeflecht (Maschendraht, Schafsdraht usw.). Die Bienen fliegen nicht durch ein Drahtgeflecht. Büsche oder Sträucher tun`s auch.


    Gruß
    Willy

  • Hallo Guido, hallo Willy,


    vielen dank für die schnellen Antworten.


    Mir wäre ein Maschendraht natürlich auch lieber, wusste nicht, dass es auch so geht. Wie weit dürfen die Maschen den max. sein, damit keine Biene dadurch fliegt? Ich habe um mein Grundstück z.B. normalen grünen Maschendrahtzaun. Die Löcher erscheinen mir allerdings groß genug für den gleichzeitigen Durchflug von 10 Bienen . :)


    Eine Seite muss ich aber trozdem Blickdicht verschließen, damit der Nachbar, den es schon stört, wenn ein Auto gegenüber seiner Auffahrt auf der Strasse steht und der nicht davor zurückschreckt, so zu tun als wollte er umbedingt mit dem Auto weg, da sich ein anderer Nachbar im Auto sitzend vor seine geliebten Auffahrt unterhält und wenn der dann nach lautem Gezeter weiterfährt, sofort wieder das Auto abschließt und in sein Häuschen schlurft, nichts von den Bienen sieht. Der Ärger wäre praktisch vorprogrammiert. Ihn stört es auch, wenn ich ausversehen beim Gießen seine Wiese treffe :evil: .


    Gruß


    Frank

  • Hallo Frank,
    die Maschenweite darf ca. 20 cm X 20 cm betragen. Etwas kleiner ist natürlich sicherer. Aber eine Hecke aus Büschen und Sträuchern ist umweldfreundlicher.


    Gruß
    Willy

  • Willy hat natürlich recht, Büsche und Sträucher, zumal wenn sie gute Bienenweide sind, sind am besten. Als Schutz vorm Durchfliegen reicht normaler Maschendraht vollkommen aus. Man muss sich nur einmal gedanklich vom Bild einer sitzenden Biene lösen und sich diese im Flug vorstellen: die hat eine ganz schön große Spannweite. Als Sichtschutz würde ich eine Bambusmattenwand mind. 5 m. von den Fluglöchern entfernt aufstellen, damit Jungbienen genug Platz zum Einfliegen haben und die zurückkehrenden Trachtbienen sich besser vor der Flugfront auf ihre Beute orientieren können. V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.