Handflächen und Fußsohlen???

  • Ich hab das unmittelbar nach dem Stich immer gemerkt.
    Es gab Tage da war gar nichts... ein anderes Mal konnte ich gar nicht schnell genug das flüssige Kortison runterkippen...
    Da musst du einfach lernen auf deinen Körper zu hören.
    Den Pen hab ich glücklicherweise nie gebraucht bisher. Wenn der eingesetzt wird ist der Notruf trotzdem Pflicht!

    Mit dabei ist alles immernoch. Meine Hyposensibilisierung ist nun auch nach Jahren durch.

    Und ich werde schon wieder leichtsinnig und geh auch mal ohne Vollmontur.

    Viel Glück!

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Mal als Frage in die Runde die mit der Allergie leben: WENN es dann passieren sollte, wie schnell und woran erkennt man dann, was gemacht werden muss? Warte ich erst kurz, ob wieder eine merkwürdige Reaktion aufkommt? Kipp ich mir das Fenistil/Kortison sofort ein? Muss ich zum Arzt?

    Hi,


    jeder reagiert anders und bei jedem ist die Allergie anders ausgeprägt.


    Ich hatte sehr kurz nach dem Stich einen Metallischen Geschmack im Mund.


    Ca 15 Minuten später machte sich der Kreislauf bemerkbar und ich musste liegen.


    Direkt nach dem Metallischem Geschmack im Mund habe ich eine halbe Flasche Fenistil


    und Cortison genommen und den Epipen griffbereit gelegt. Dieser wurde aber nie genutzt.


    Nach gut einer Stunde war dann das schlimmste vorbei und ich konnte wieder aufstehen.


    Gruss Joachim

  • Hallo :)

    Tut mir leid mit dem Allergienachweis, nun heißt es abwägen. Meine Entscheidung ist zugunsten der Bienen ausgefallen.

    Ich hatte es bisher nur einmal, dass mich ein Stich wirklich umgehauen hat. Daraufhin bin ich schon vor Beginn der Hyposensibilisierung nur noch mit dem Notfallset an die Bienen, und hab mir auch schon ein Fläschchen Fenistil hinter die Binde gegossen aus Unsicherheit. Davon hatte ich dann bis zum nächsten Morgen was *gähn*.
    Inzwischen merke ich dass gar nichts mehr passiert im Körper außer der normalen Reaktion „aua“.

    Sobald aber die „Haare jucken“ oder die Lippen brennen reagiere ich mit Fenistil und/oder Cortison und Pen daneben. Das Set ist immer dabei.

    Grüße von Miriam

  • Das mit dem "griffbereit" werde ich mir jetzt wohl angewöhnen müssen ...


    Ich hab gerade mit meinen Imkerpaten aus der Anfangszeit telefoniert. Ich trete ihnen die gefüllten Honigräume ab. Sie können sie schleudern und den Honig verwerten und mir danach die leeren Zargen zurückbringen. Ich habe aus der ersten Ernte mehr Honig als ich essen kann und unter dem Strich ging es mir bei der Bienenhaltung generell nicht darum, mit Honig Geld zu verdienen.

    Es ist schade um den schönen Lindenhonig, aber bevor ich nicht explizite Anweisungen vom Arzt habe, werde ich mich nicht ins Getümmel werfen.

    Mein Mann, der nicht so gut auf die Bienen zu sprechen ist, hat mir schon Hilfe angeboten und ich hab ihm gerade Handschuhe und eine Hose bestellt. Dann kann ich die letzten Arbeiten für dieses Jahr noch mit ihm an meiner Seite machen und dann ist ja ohnehin erst einmal für ein paar Monate Ruhe ...


    Ich bin immer noch fassungslos ...

  • :/
    Nochmal blöd Nachfrag:
    Deine ersten Allergiesymtome waren am 27.07?
    Und heute hast du ein positives Ergebnis da? also nach etwas mehr als einer Woche?

    Ich musste zwischen Stich und Blutabnahme erstmal irgendwas um die 6 Wochen abwarten. Stichfrei. Davor würde jeder Test eine Allergie bescheinigen, so mein Allergologe zumindest damals...

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Ich bin ja in den Wochen davor die ganze Saison hindurch auch schon etliche Male gestochen worden. Möglicherweise waren die Symptome da auch schon irgendwie anders - mir war nur nichts außergewöhnliches aufgefallen - dass nun plötzlich Symptome aufkamen, war wohl lediglich ein Anzeichen dafür, dass jetzt halt tatsächlich eine Allergie da ist - die ich in den Wochen davor entwickelt habe.

    Aber ich bin keine Ärztin und schon gar keine Allergologin - ich weiß nur, dass der Allergologe, der den Bluttest angeordnet hat, wusste, wann es zu den Symptomen gekommen war. Daher lagen zwischen Symptomen und Blutabnahme nicht einmal 48 Stunden - trotzdem war das Ergebnis positiv.

    Ich bin gespannt, wie mein Hausarzt die Sache nächste Woche angeht - wenn man in meiner Umgebung nach Allergologen sucht, wird er auch aufgeführt, obwohl er eigentlich Allgemeinmediziner ist. Ich traue dem Mann allerdings eine Menge zu.

  • Daher lagen zwischen Symptomen und Blutabnahme nicht einmal 48 Stunden - trotzdem war das Ergebnis positiv.

    Da hast du was falsch verstanden. Nicht trotzdem...
    ...sondern genau deswegen, behaupte ich, ist der Test positiv ausgefallen. Ich würde da auf jeden Fall nochmal genau nachfragen.

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Ah, ok, das hab ich dann wirklich falsch verstanden. Ich müsste also eigentlich eine Gelegenheit finden, bei der ich 6 Wochen lang NICHT gestochen wurde?

    Öm... in der Bienensaison kann ich den Test dann vergessen 8o


    hmm.... aber das müsste ein Allergologe doch wissen, oder?

  • Ich hab das hier gerade gelesen:


    Zitat

    Bestimmung des spezifischen IgE im Blut

    Zusätzlich kann der Arzt die spezifischen Antikörper (IgE) im Blut des Patienten nachweisen lassen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass es, abgesehen von der Blutentnahme, kein Risiko für den Patienten bedeutet. Allerdings ist der Test weniger empfindlich als der Pricktest. Zur Sicherung der Diagnose sollte der Bluttest in der ersten Woche nach dem Stich vorgenommen werden. Ein zweiter Bluttest erfolgt zwei bis vier Wochen nach der ersten Blutentnahme.

  • Kauf dir einen stichfesten Anzug, Schuhe und Handschuhe (z.B. vom Honigmann), dann kannst du auch weiter imkern. Die Desensibilisierung solltest du aber auf jeden Fall machen.

    Ich selbst habe vor drei Jahren zweimal nach einem Stich am ganzen Körper reagiert. Es fing mit Jucken in den Ohren an und dann bekam ich Quaddeln am ganzen Körper. Ich habe dann das Fenistil und Cortison geschluckt, den Pen habe ich zum Glück nicht gebraucht. Das Cortison hatte die nette Nebenwirkung, dass meine Rückenschmerzen für 3 Tage weg waren. Wenn die Wirkung aber nachließ, hatte ich fiese Schmerzen am Hinterkopf.

    Heute kann ich nach der Desensibilisierung (dauert noch an) mit dünnen Latexhandschuhen an die Bienen gehen und wenn ich in einen Finger gestochen werde, weiß ich nach dem Ausziehen der Handschuhe später oft nicht mehr, welcher Finger das war. Das nur, um dir Hoffnung zu machen. Die Desensibilisierung auf Bienengift wrkt, wie mir mein Arzt sagte, viel besser als die Behandlung anderer Allergien.

  • Jacke, Hose, Handschuhe, Schleier und dicke Schuhe hab ich alles schon. ich war nur halt manchmal zu bequem das alles überzustülpen - wird ab jetzt halt dauerhaft im Einsatz sein.

    Wegen der Desensibilisierung spreche ich nächste Woche mit dem Arzt.

    Vielen Dank für den Hoffnungsschimmer den du mir gegeben hast.


    Und euch anderen nochmal Danke dafür, dass ihr eure Erfahrungen mit mir teilt.

  • Gegen Honigbiene allergisch und nicht gegen Hummel??? Ich dachte das gehört zusammen wie Hornisse und Wespe.

    Seit meinem Allergiestich bin ich seit 2 Jahren nicht mehr gestochen worden, deswegen kann ich keine Tipps geben, für den Fall eines Stiches.

    1. Jeder versteht, wenn man die Imkerei aufgibt.

    2. Manche wollen nach der Sensibilisierung wieder im T-Shirt imkern, andere (ich) entscheiden sich für lebenslangen Vollschutz.

    3. Vollschutzimkerei kann ganz schön „artgerecht“ sein. Warum?!? Man muss die Zeit im Vollschutz reduzieren. Also geht man gut vorbereitet zum Stand, um schnell und präzise zu arbeiten. Man macht sich Gedanken zum Werkzeug (€$£). Die Eingriffe habe ich eher reduziert, das berühmte Totgucken wird es bei mir nicht geben.

  • Das mit der Bequemlichkeit kann ich gut nachvollziehen. Auch wenn der Anzug in einer Minute an ist, so nervt es doch ein wenig. Wenn ich allerdings die Wahl habe zwischen der nervigen Minute oder der Aufgabe des Hobbies, dann fällt zumindest mir die Wahl leicht :)

  • Mal als Frage in die Runde die mit der Allergie leben: WENN es dann passieren sollte, wie schnell und woran erkennt man dann, was gemacht werden muss?

    Wenn deine bisherige Reaktion bestimmte Maßnahmen erforderlich gemacht haben, die dir geholfen haben, dann solltest du das beibehalten, wenn es keine zusätzlichen Folgen hatte. Flüssigcortison und ggf. Adrenalin sind eigentlich die letzten Mittel, um die Zeit bis zum Notarzt vor Ort zu überbrücken... Das ist nicht witzig, süffisant oder verharmlosend gemeint!


    Weißt du denn mittlerweile, welcher Allergikertyp du bist? Da wird ja nach "Folgesymptomatik" gestuft - keine Ahnung, wie man es anders nennen soll.

    Das müsste der Test, bzw. die vorhergehende Untersuchung bestätigt haben, weil du deine individuelle Symptomatik am Besten kennen solltest. Hat dir dein Arzt dazu schon etwas gesagt?


    Nach der alten Einstufung bin ich z.B. Typ 3 mit lokaler Symptomatik ohne Kreislauf-, Atem- oder Gleichgewichtsprobleme, d.h. Reaktionen sofort in dem Bereich, in dem ich gestochen wurde. Die Einstufung soll zwischenzeitlich auf 6 Stufen verfeinert worden sein.


    Ich habe auch dieses Notfallset verschrieben bekommen, habe es anfangs aber mit den Antihistamin Tabletten belassen, aber nur, weil ich meine Reaktionen da schon kannte, einschätzen konnte und sich am Verlauf nichts geändert hatte. Dank der Hypo wurden die Reaktionen bis auf die feinen Unterschiede in Abhängigkeit vom Einstichort immer überschaubarer.

    Cetirizin hat sogar besser gewirkt, als die vom Arzt verschriebenen. Ich habe dann nach einiger Zeit gar keine Tabletten mehr genommen, die Cetirizin helfen mir mittlerweile bei einer ganz anderen Sache, die genau Null mit Bienengift zu tun hat...

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