Handflächen und Fußsohlen???

  • Du läßt sich als hypersensibilisierter Allergiker trotzdem stechen 8|???

    Er ist HYPOsensibilisiert. Und, Geheimnis: Das ist ja der Witz. Diese Behandlung wird nicht mit irgendeinem „Gegengift“ durchgeführt. Alle vier (oder bei Benjabien mglw. sechs) Wochen gibts einen Schuss in der Dosis eines echten Stiches. Also ist es nur konsequent dann auch wieder Stiche zuzulassen. Die Frage ist nur, in welcher Dosis, das muss man für sich entscheiden. Es gibt auch unter den Fachleuten welche, die sagen, 50-100/a seien nötig um dauerhaft stichtolerant zu bleiben (nein, nicht nur Heuvel).

  • Hat jemand von euch mal die genaue Bezeichnung dieser dreilagigen Imkerklamotten?

    Guck mal beim Honigmann.

    Oder nach "Bienoair" suchen.
    Beide gute Qualität. Der Bienoair hat vom Schnitt bei mir besser gepasst.
    Mach einen Bogen um "nachbauten" das scheiterts oft an Details.
    Normalweise würde ich zu einem Besuch einer Imkermesse raten, da kann man ggf. beide anprobieren. Aber das wir dieses Jahr wohl eher nix.

    Ich habe mir heuer die Bienoair - Jacke gekauft und bin sehr zufrieden. Auch ist die Passform ok.

    Die Beekeeper hat nicht lange gehalten ( 2 Jahre ), Gitter war gebrochen und ich habe mich gewundert, dass ich ständig Bienen unter der Haube hatte von meiner wehrhaften Landrasse.

    (Nächstes Jahr wird's besser, neue Genetik ist schon am Start. ;))

  • Du läßt sich als hypersensibilisierter Allergiker trotzdem stechen ??? 80% Reduktion wäre mir nicht genug, obwohl bei mir noch nicht mal die 112 mit Abtransport angesagt war.

    Ja, ich hatte nach Beginn der Behandlung ziemlich Angst, an die Bienen zu gehen und erst recht vor einem Stich. Und ein Jahr lang konnte ich es auch vermeiden, gestochen zu werden. Aber dann ist es eben doch mehrmals geschehen, und es hat sich gezeigt, dass die Hypo angeschlagen hatte, und ich nun einen relativen Schutz genieße. - So bin ich wieder mutiger geworden, und weiss aber, dass die Allergologen u. U: einen Stich als Behandlungseinheit zählen. Einmal bin ich sogar aus diesem Grunde wieder nach Hause geschickt worden, d.h. die Spritzen wurden mir verweigert. Auch ein Grund, warum ich mehrere Ärzte empfehle in der Hinterhand zu haben, denn der nächste Arzt sieht die Sache schon ganz anders, und verabreicht die festgelegte Dosis, wenn das Stichereignis schon genügend lange her ist.


    Jeder reagiert halt anders, und man sollte ein sehr sehr gutes Gefühl für sich selbst haben, um die Angelegenheit annähernd realistisch einschätzen zu können; also wie nachlässig das Thema Stichschutz behandelt werden kann, bzw. ob man es dem Arzt auf die Nase bindet, dass vor 14 Tagen ein halber Stich durch den Handschuh in den Finger ging. - Grundsätzlich sollte man dies natürlich tunlichst machen...

  • Genau, da ich zum Glück keine Bienengiftallergie habe, habe ich einen normalen Overall, finde den aber sehr praktisch. Seit diesem Jahr ist einer in dieser speziellen hindurch lüftenden Qualität dabei, die schätze ich sehr.


    Leider hat der eben keinen wulstkragen und ich weiß von meiner ersten imkerjacke, wie schnell liefert zu vermieten Schleier kaputtgehen. Eine Nähmaschine bringt dann auch nur was, wenn man damit umgehen kann und das Netzgewebe bekommt. Sicher gibt es da auch bei guten Lieferanten die Möglichkeit, einen Schleier nachzuordern. Ich habe lieber die dünnen Schleier und tausche die regelmäßig aus mit dem Wulstkragen.

  • So - nun hatte ich ihn, meinen Termin beim Allergologen. Das war informativ und unspektakulärer als erwartet.

    Der Mann hat sehr viel mit Bienengift-Allergien zu tun und darunter auch viele Imker. Fazit: Viele, viele Imker weisen einen ähnlichen (niedrigen) Allergiewert auf wie ich ihn habe.

    Ja, ich soll das Notfallkit bei mir haben, aber keineswegs sofort das Zeug runterkippen wenn ich gestochen werde, sondern nach dem Stich beobachten, ob eine Reaktion kommt. Wenn ja, dann natürlich sofort das Cortison, bzw. das Fenestil - und im schlimmsten aller Fälle das Adrenalin.

    Er hatte zwei Theorien, warum ich diesmal anaphylaktisch reagiert habe und sonst nicht. 1) die Biene könnte an meinem Finger mit einem goldenen Schuss direkt ein Gefäß getroffen haben, so dass das Zeug sofort in der Blutbahn war. 2) Dadurch dass ich rumgerannt bin und auf mir rumgeklopft habe und ich mich generell fürchterlich aufgeregt habe, war mein Kreislauf auf Hochtouren - beides kann bewirken, dass die Reaktion stärker ausfällt als sonst.

    Er erklärte mir, dass er vermutet, dass es so gut wie keinen Imker geben wird, dessen Wert nicht, wenn er gelegentlich gestochen wird, leicht erhöht ist. Der Körper reagiert nunmal, aber meist halt nicht krass - ich gehöre definitiv (noch?) nicht zu denen, die gefährlich reagieren und die Tatsache, dass meine Reaktionen auf Stiche im Laufe der vier Jahre ja eigentlich wirklich erkennbar weniger geworden waren, lässt eigentlich vermuten, dass ich nie eine lebensbedrohliche Reaktion entwickeln werde.

    Trotzdem soll ich die Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, als könne es halt doch der Fall sein. Better safe than sorry.

    Aber die Hyposensibilisierung sei in meinem Fall mit Kanonen auf Spatzen schießen.

    Lediglich wenn es erneut zu einer bemerkbaren oder sogar stärkeren Reaktion kommt, soll ich wieder zu ihm kommen, und dann könne man darüber reden.

    Wenn ich darauf bestanden hätte, hätte er die Hyposensibilisierung in die Wege geleitet, aber er klang wirklich überzeugend, dass sie nicht notwendig ist.


    Tjoa ... dann gucken wir mal, nicht wahr? :)

  • Sehr gut! Schadet offensichtlich nicht wenn man von jemandem beraten wird, der kein Geld an einer Hyposensibilisierung verdient. Was hat er gesagt zum Thema „Stiche zulassen“?

    Er meinte, man müsse keine Stiche herausfordern. Wenn es trotz normaler Maßnahmen passiert, dann passiert es. Mit dem Notfall-Set vertraut sein und nach einem Stich gut in sich hineinhorchen, nicht in Panik verfallen.

  • Autsch,
    soweit ich diesen Faden und ähnliche in anderen Foren erinnere, stammten die meisten Vorschläge pro Hyposensibilisierung von Menschen die da nix dran verdienen.

    Nicht ganz. In vielen Fällen wird der niedergelassene Allergologe eine Überweisung für die nächste Hautklinik ausstellen. Die sind es auch, die letztendlich die Indikation stellen können, weil sie den „Eingriff“ durchführen, das passiert ja nicht auf Zuruf. Und natürlich wird tendenziell immer pro Intervention beraten, du kannst es auch „großzügige Indikationsstellung“ nennen. Das ist gar nicht als große Verschwörung der Krankenhausindustrie gemeint, oft geht es auch einfach um die Absicherung, auf jeden Fall mindestens leitliniengerecht gehandelt zu haben.

  • Nicht ganz. ...

    Die "Krankenhausindustrie" sowieso nicht. Und an Kassenpatienten "verdienen" Mediziner bekanntlich kaum etwas, ausser das, was die Kassen gestatten. Es spricht auch absolut nichts gegen die Untersuchung in einer spezialisierten Abteilung, denn auch daran "verdienen" die nur gelegentlich. Selbstverständlich haben auch Mediziner das gute Recht, sich durch Beachtung von Leitlinien abzusichern. Eigentlich noch mehr, als Beamten, denn die sehen es eher als Pflicht an....


    Aber ist ja auch alles gar nicht der Rede wert, weil das Notfallset gibbet ja für Umme, daran verdient niemand was, nech? Und ist auch nicht jedes Jahr neu nötig, einmal gekauft gegen Aushändigung des Kassenrezepts empfangen, nie gebraucht, hält dann ein Imkerleben lang oder was? :rolleyes:


    Nein, ist selbstverständlich keine VT, was du schreibst, nur dezentes Diskreditieren...

    Denn wie du vllt. überlesen hast, ist in diesem Fall von einer Immunisierung abgesehen worden, weil der IgE-Wert keine Notwendigkeit signalisiert und trotzdem wird das teure Notfallset verschrieben...

    Sachen gibts...

  • Nein, ist selbstverständlich keine VT, was du schreibst, nur dezentes Diskreditieren...

    Warum bist du denn so aufgeregt? Ich will niemanden diskreditieren. Hab mich nur gefreut dass hier ein Arzt sinnvoll abgewogen und eine medizinisch vertretbare aber nicht die maximal mögliche Therapieoption empfohlen hat. Nochmal: auch Maximaltherapie ist nachvollziehbar, aus Gründen, ich muss es aber nicht gut finden, oder? Sorry Satia , genug OT. Andreas, wenn du noch bisschen zu Missständen im Gesundheitswesen reden magst, gern pm. <3

  • Dann verwende auch keine reisserischen Begriffe wie "Krankenhausindustrie" oder Formulierungen wie "natürlich wird tendenziell immer pro Intervention entschieden". Das ist pauschal diskreditierender bullshit. Zumal hier im Forum häufiger schon von Betroffenen nachzulesen war, dass Therapien aus verschiedenen Gründen nicht begonnen worden sind. Die Entscheidung PRO/CONTRA Therapie ist nämlich alles andere, als auf Zuruf...


    Bei denen, die die "Maximaltherapie" durchgeführt wird, erfolgt das ebenso aus Gründen, aber ganz sicher nicht wegen der "Krankenhausindustrie" oder der "Medikamentenmafia", wobei den Herstellern der Präparate tatsächlich der größte Teil des Kuchens zufällt... Ich kenne die Preisentwicklung meines Mittels in den letzten 5 Jahren, da würden manche die Hände vor dem Kopf zusammenschlagen...