Varroasperrgebiet ?

  • beemax : Kannst Du etwas zum Brutumfang sagen? Hier war vor etwa 2 Wochen nur noch eine reichlich handtellergroße verdeckelte Brutfläche ...

    Gestern bei 2 Völkern nachgesehen:

    Ein WV ohne nennenswerten Milbentotenfall (0,2 / Tag) ist aus der Brut gegangen, trotz Jungkönigin, wo im August still umgeweiselt wurde - da versteckt sich nix mehr und ich könnte mit Staub behandeln (träufeln geht nicht wg. fehlender Wintertraube).


    Das Andere, auch eine diesjährige Jungkönigin aus einer Schwarmzelle, hat noch Brut, ca. 15 cm im Durchmesser auf einer Wabe. Dieses Volk wies einen höheren Milbenfall auf (4 / Tag) und da stecken die Milben noch in der Brut, kann aber nicht mehr viel sein, da sie schon "bestäubt" wurden.


    Die Winterbehandlung erfolgt in 4 Wochen - hoffen wir mal auf Frost. Da wird der Restmilbenbefall deutlich. Insgesamt ist das zum Ende dieser Saison ein sehr erfreuliches Bild. Das sieht man auch an den Völkern - Kisten rammelvoll.

  • Puhh

    wie wäre es denn wenn ihr euch endlich mal auf eure Hände setzt und die bien in ruhe über winter kommen lasst.;)

    jetzt ist bastel und putzzeit :)


    VG Martin

    Ich bin immer froh und dankbar für solche Beobachtungen, selbst traue ich mich aber nicht mehr meine Völker zu öffnen.:)


    Dieses Jahr (mein viertes mit Bienen) ist das erste Jahr wo ich das Gefühl habe das ich die Varroa im Griff habe und nicht umgekehrt.

    Im Schnitt ist es eine Varroa pro Tag die auf der Windel liegt.

    Die letzten Jahre waren es immer zwischen 3-5 Varroen pro Tag.

  • Moin Summ&Brumm

    Das kann ich nachvollziehen aber man muss dabei auch bedenken das jetzt jede Störung zulasten der Bienen geht.

    Anders gesagt was nützt die Erkennntniss jetzt das viele oder wenig Milben fallen ob das Volk stark oder schwach ist bis zur Winterbehandlung ist schliesslich noch Zeit.

    Im Kern bezog ich mich aber auf die komplette durchsicht eines Volkes, was will man da jetzt erkennen? wenn das volk nicht in Ordnung ist bleibt nicht viel zu tun man muss sich entscheiden

    -->will ich ein Volk durchpeppeln das unter den gegebenen umständen nicht überlebensfähig ist oder nicht. Das sehe ich aber auch zur Winterbehandlung mit nur einer "Störung".

    ausserdem unsere Mädels brauchen auch mal Zeit für sich

    (Selbstfindungskurs, Navigationskurs und so;))

    VG Martin

  • Insgesamt ist das zum Ende dieser Saison ein sehr erfreuliches Bild.

    Kannst Du genetische Unterschiede erkennen? Ich bin mir noch unsicher, meine aber, solche bereits zu sehen. Der Milbenfall mit hohem genetischen Varroatoleranzfaktor ist bei mir geringer und ich meine außerdem qualitative Unterschiede im behandlungsbedingten Milbentotenfall zu sehen (stichprobenhalber): Die Mehrzahl der abgefallenen Milben war mglw. bereits vor der Behandlung tot. Bei der Fingernagelprobe erschienen mir meisten abgefallenen Milben auf der Windel nur noch als leere Chitinhülsen. Bei anderen Völkern dagegen waren sie noch frisch, knackig und mit Körperinhalt/-flüssigkeit gefüllt. Wie gesagt: bei vergleichbarem Brutumfang.

  • Hier behandeln und selektieren die Biener auch gewissenhaft.
    Heute war freundliches Herbstwetter, und sogleich waren einzelne Biens ganz deutlich auf "Trachtflug".

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Kannst Du genetische Unterschiede erkennen? Ich bin mir noch unsicher, meine aber, solche bereits zu sehen. Der Milbenfall mit hohem genetischen Varroatoleranzfaktor ist bei mir geringer ...

    Darum schaue ich ja genau hin (und mache bei 18 °C schon mal ein Volk auf ;)). Die im letzten Jahr von einer Kö' nachgezogenen Kö's zeigen - trotz (oder wegen ?!) Standbegattung - ganz ähnliche Varroastabilität. Es war ein Zufallsfund (hatte schon mal berichtet) und das Muttervolk hat nach 5 Tg. Windeleinschub 0 Milben und keine Brut mehr. Und bei den 5 Töchtern ist es ähnlich: < 0,3 Milben. Andere Völker haben mehr, aber nicht dramatisch (< 5 / Tg.).


    Es geht mir um einen "strategischen Ansatz" - können vsh-Drohnen das Merkmal verbreiten, so dass es auffällt ? Töchter einer 100 % vsh-Königin tragen bestenfalls zu 50 % noch das Merkmal. Die Drohnen derer aber zu 100 %, was sich mglw. bemerkbar macht... - ich beobachte.


    Stormarner , ab Okt. sind bei mir üblicherweise die Völker fertig eingewintert und erhalten ihre verdiente Ruhe - sehe ich wie Du. Nur in diesem Fall musste ich wissen, was Sache ist...

  • Mit 100%VSH meinst du doch sicherlich 100%HV? Oder? :/😉

    Mit 100 % vsh meine ich ein 100%iges Ausräumen von probeweise mit Milben beaufschlagtes Volk einer Prüfkönigin, welche dieses Merkmal trägt anhand von mind. 200 geöffneten Brutzellen, in denen sich keine Milbe mehr finden lässt.


    Hoffe, ich habe es richtig wiedergegeben.

  • Hehe Rainer, Ron kann nicht wissen das du jahrelang KK Material inkludiert.

    Entweder hast du potente Nachbardrohnen oder du hast eine 10km Drohnenflughoheit, wähle nun selbst.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Na ja, das war ja die Idee - kann man mit ausgewählten Königinnen am jew. Standort einen Effekt sehen?


    Mittlerweile sind hier am Stand 11 Völker, die theoretisch diese Merkmale zumindest teilweise (100 % oder </= 50 %) in sich tragen, d.h., deren Drohnen tragen es zu 100 %, weil ich keine Drohnenbrut ausschneide.


    Und da die Imkerdichte hier überschaubar ist (ich weiß von dreien im Flugkreis mit insgesamt 8 Völkern, die Drohnenschnitt machen), könntest Du mit der Drohnenflughoheit sogar richtig liegen.


    Nun ist dieses Jahr bez. Milbenbelastung sicher besonders; denn andere haben auch nur wenig. Insofern beobachte ich und kaufe im nächsten Jahr wieder "die richtige Genetik" zu ...


    Interessant ist, ob sich mittel- bis langfristig eine solche Population erhalten lässt. Dabei ist nichts schwarz oder weiß. Auch wenn tw. Maßnahmen wie TBE im FJ oder Sommer zur Anwendung kommen und ggf. Winterbehandlung, so ist es definitiv eine Arbeitserleichterung, weil Blockbehandlungen oder rasche Notoperationen wegfallen.