Varroasperrgebiet ?

  • Habe Ende Juli eine TBE gemacht, die Brutwaben kamen in die besagte Brutscheune, von der Bernd gerne Milben zum infizieren haben wollte. Nach 10 Tagen wurden die kompletten BW aus der Brutscheune eingeschmolzen. Von den Bienen kamen 300 Milben, was so schon nicht viel ist.

    Ich hab nach Entnahme der Fangwabe die WV Brutfrei mit Oxalsäure behandelt. Hier fielen auch nicht viele Milben.

    Im Moment hab ich leider echt wenig Brut. Warum auch immer sind die Völker fast komplett aus der Brut gegangen. Entweder der Trockenheit geschuldet oder ich hab zu schnell zu dick gefüttert. Futter vorhanden (mind. 3-4 Waben DN1,5), aber entweder auslaufende Brut oder Stifte.

    Sonst würde ich dir Recht geben, dass die Überraschung beim herunter fahren des Brutnestes erfolgt. Aber das ist (leider) nicht gegeben.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich habe nur 3 Völker von den derzeitig ca. 40 Kisten und Kistchen bei denen nennenswert Milben als Totenfall auf den Schiebern sind/waren. Die großen Brutflächen laufen hier bei den Völkern auch sehr stark aus und oft sieht man eine Brutpause plus derzeit evt 1 bis 2 DD bestifteten Waben.

    Weiter fällt mir auf, dass von den ca. 400l zusätzlich verfütterten Sirup nur noch wenig auf den Waben wiederzufinden ist. Allerdings hat das evt. damit zu tun, das 80% meines Bestandes Jungvölker sind und Futter lieber in Brut umgesetzt haben.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Bei mir ist es gemischt.

    Einige Stände haben keine Milben nach TBE und OxS sprühen mehr. Andere hatten viele Milben.
    In den Brutscheunen fallen sehr viele.

    Und ein Kunstschwarm scheint irgendwie ein Milbenmagnet zu sein. Da fallen sehr viele.

    Irgendwie ist es ein komplett komisches Jahr

  • Irgendwie ist es ein komplett komisches Jahr

    Ja, isses !


    Aber anders gefragt: Wenn's die Milben nicht mögen, ist es doch gut, oder ?


    Jedoch müsste man begreifen, warum dem so ist und was die Unterdrückung bzw. schlechte Vermehrungsrate des Milbs verursacht !


    Könnte es am verlangsamten Start der Völker im kühlen FJ liegen ? Da war das Brutgeschäft offensichtlich nicht so, wie sonst üblich mit rasant steigenden Populationszahlen in den Völkern. Somit konnten sich die Milben nicht so vermehren, wie in den Jahren zuvor.

  • Ja das stimmt. Aber ich glaube es wird ein natürliches Grundrauschen sein und am Ende das Problem nicht verbessern oder verschlechtern.

  • Irgendwie ist es ein komplett komisches Jahr

    Ja, nicht nur mit den Milben, auch mit dem Honig.


    Hier rieselt schon wieder mehr, als mir lieb ist, trotz Bauerneuerung mit anschließender Behandlung.

    Jedoch müsste man begreifen, warum dem so ist und was die Unterdrückung bzw. schlechte Vermehrungsrate des Milbs verursacht !

    Das wäre die spannende Frage, ja :)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Aktuell nach der Hauptfütterung steht üblicherweise Behandeln an.


    Hier ist der Milbenfall noch immer gering: in 20+ Völkern finden sich nach 5 Tg. zwischen 0 und 10 Milben. Der gering erhöhte Milbenfall (2 / Tg.!) passt einerseits zur Volksstärke - :daumen::daumen:, andererseits zur Vorgeschichte. Diese Völker wurden im Mai wg. Formatwechsel einer TBE unterzogen, ohne jegliche weitere Behandlung. Der Rest sind WV mit TBE/OXS im Juli, Jungvölker im Mai/Juni gebildet mit nachfolgend einmaliger OXS-Behandlung und 4 ehemalige Brutscheunen vom Juli mit Blockbehandlung. Dort finde ich fast nix (0 - 1/5Tg.).


    Die Brutnester bei den Jungvölkern und Brutscheunen belegen ca. 3 - 4 Großwaben (nicht vollst.), bei den WV eine bis zwei weniger oder abklingende Brutpause.


    Nun kann man denken, die sitzen fast alle in der verdeckelten Brut - kommt schon noch. In den VJen war der Milbenfall trotz ähnlichem Brutstatus um diese Zeit deutlich höher als momentan.


    Werde weiter kontrollieren und abwarten...

  • Da bei mir ca 80% der Völker in Brutpause gegangen sind. Hatte ich nur noch abfallende tote Milben verstärkt bei den Völkern, die noch auslaufende Brut hatten.

    In 2 Tagen wird dann Brutfrei behandelt, wo es sein muss.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Meine Völker hatten Anfang Juli die TBE mit Fangwabe, ohne OXS. Nach den ersten beiden Verdampfungen keine nennenswerten Fallzahlen. Dann, nach der dritten Verneblung, bei einem von sechs Völkern die ganze Windel voller Varronen. Das Brutnest`chen ist kaum noch verdeckelt, aber mit frischen Stiften und fertig aufgefüttert ist jetzt auch. Bin gespannt, wie es weitergeht.

    Das Volk war schon immer Agro und ich wollte es am WE eigentlich umweiseln, allerdings warte ich jetzt lieber.

    "Lass Deine Augen offen sein, geschlossen Deinen Mund und wandle still, so werden Dir geheime Dinge kund."

  • Bin gespannt, wie es weitergeht.

    Was soll ich sagen - akt. Windelkontrolle liefert immer noch limitierten Befall, bis auf 10 % der Völker. Letztere sind aber auch noch nicht stark befallen (nach 3-maliger OXS-Behandlung < 400Milben erwischt).


    Klar ist jetzt noch immer Brut in den Kisten und darin sitzen die Milben; erscheinen dann später. Bei der Winterbehandlung wird es dich dann zeigen, was noch so drin ist. Dennoch fällt dieser Befund in dieser Saison völlig aus dem Rahmen, der hier üblich ist.

  • beemax : Kannst Du etwas zum Brutumfang sagen? Hier war vor etwa 2 Wochen nur noch eine reichlich handtellergroße verdeckelte Brutfläche da, dagegen fast keine offene Brut und kaum Stifte. Jetzt, nach 2 Wochen Flugwetters auf Senffelder in Vollblüte, gibts nur noch 3 x 3 cm verdeckelte Brut (tlw. recapped), aber die Bereiche mit offener Brut (Tag 3 (Ei) + 3 ... 4) und Stiften sind überproportional gewachsen (ca. 1 BrutW Zander). Folglich liegt der natürliche Varroatotenfall bei max. 0,5/Tag, meist viel niedriger. Stichprobenbehandlungsbedingter Totenfall bis zu 50/Tag.