Oxalsäure mehrmals anwenden

  • Was soll die Eierei ? Die schonendste und wirksamste Milbenbehandlung für die Bienen ist nun mal OXS-Staub. Den erzeugt man durch Erhitzen - führt zur Sublimation des Feststoffs, der beim Erkalten zu feinstem Staub kondensiert. Dieser wird von den Bienen weder oral noch durch die Atemöffnungen nennenswert aufgenommen (letztere schützt das Haarkleid), was somit Schäden an den Bienen vermeidet. Die Milben erreicht der OXS-Staub über deren Haftmembranen der Füße, durch den dieser diffundiert und somit die Hämolymphe der Milben ansäuert. Sie ersticken vermutlich, weil die gesamte Atmungskette ausfällt.


    Man kann Völker mehrfach behandeln - bis zu 10 mal hintereinander, ohne, dass die Bienen Schaden nehmen. Damit gibt es ein höchst wirksames Mittel, das Bienen nicht schädigt. Wirksam ist es - wie m.E. alle anderen Mittel auch - bei Brutfreiheit.


    Diese Erfahrungen wurden in Dänemark gemacht.

  • Wohl dem, der nah genug an Dänemark oder Österreich Bienen hält, um mit den Beuten zur Behandlung ins Ausland zu fahren. Ist ja auch bei bestimmten Behandlungen in der Humanmedizin üblich - vor allem bei denen, die man selbst zahlt (oder zumindest anteilig)


    Bedampfen vertragen die Bienen aus dem von beemax genannten Grund offensichtlich ziemlich gut, sodass man mit der Blockbehandlung eigentlich fast alle Milben erwischen kann, die irgendwann aus der Brutzelle rauskommen.
    Flüssig besprüht wird die Biene auch mehr abbekommen, weil der Körper benetzt wird und nicht nur die "Haare" außen. Das würde ich nicht im Block einen ganzen Verdeckelungszyklus lang wiederholen. Träufeln mit der OS-Zuckerlösung vertragen Bienen auch nur einmal, weil sie wohl zuviel davon auflecken und so auch einiges an OS abbekommen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • ein Kind würde sich bedanken, wenn es alle 3 Tage mit einer Methode entlaust wird, die nur ca 20% der Läuse pro Behandlung beseitigt. Man wird zwar nicht blind, aber gelegentlich brennt es in den Augen.

    Auch in den Länder, wo bedampfen erlaubt ist, empfiehlt niemand eine Blockbehandlung mit Oxalsäure, sondern EINE brutfreie.

    Es schädigt den Bien zwar am wenigstens, aber das es keine Auswirkung auf die Brut hat, wenn alles mit Säurestaub über mehrere Wochen kontaminiert ist, glaube ich nicht.

    Wenn man nicht nur einen Stand hat, und die nicht um die Ecke stehen, erübrigt sich dieser Aktionismus von selbst.

    Methoden, die tägliche Pusselei erfordern, sind einfach bei Bienenüberflüssig. Wer das will, sollte sich ein Tamagotchi anschaffen, und sich bei den Bienen auf die Hände setzen.

  • Auch in den Länder, wo bedampfen erlaubt ist, empfiehlt niemand eine Blockbehandlung mit Oxalsäure, sondern EINE brutfreie.

    Darum geht's m.E. bei allen Behandlungen - brutfrei. Das ist die zwingende Bedingung für eine erfolgreiche Varroabehandlung.


    Warum benötigt man z.B. Langzeitvedunster für AS60% oder für Thymol Streifen, die Wochenlang im Volk liegen ? - Weil über mind. ein Verdeckelungszyklus (12 Tge.) Wirkung aufrecht erhalten werden muss und/oder Brutfreiheit durch das Ausräumen der Brut infolge Schädigung dieser durch Säuredämpfe erfolgt ist. Das führt dann indirekt zur Brutfreiheit.


    Eine Blockbehandlung - 7 * 3 Tage - kann man durchführen, wenn's anders nicht geht. Die theoretische Möglichkeit, einmal am Ende der Brutperiode zu behandeln, bewährt sich praktisch nur mit Fangwabe(n).


    Aus mir bisher nicht ersichtlichen Gründen finde ich hier (!) in diesem Jahr kaum Milben !?

  • sehe es ähnlich wie bienenfred,


    eine Säure ( schwach oder stark ) wird sich immer auf die Bienen auswirken, nicht nur gegen die Milbe, da sind sich wohl Alle hier einig.

    Deswegen nur so oft ( im Sommer hoffentlich nur EINMAL, wenn überhaupt) wie nötig.

    Versteht sich doch von selbst ? Oder irre ich mich.


    Nehme ja auch keine Aspirin, weil heute Kopfschmerzen und dann eine Woche lang weiter.....

    Sicher ist sicher ?!?!:S

    LG

    Martin

  • ein Kind würde sich bedanken, wenn es alle 3 Tage mit einer Methode entlaust wird, die nur ca 20% der Läuse pro Behandlung beseitigt. Man wird zwar nicht blind, aber gelegentlich brennt es in den Augen.


    Deshalb steckst du deine verlausten Kinder lieber bei 100°C in den Backofen und behandelst die gesunden nur einmalig?

  • eine Säure ( schwach oder stark ) wird sich immer auf die Bienen auswirken, nicht nur gegen die Milbe, da sind sich wohl Alle hier einig.

    Nein, da sind sich hier nicht alle einig, denn diese anthropozentrische Annahme ist so schlicht und einfach falsch. Und selbst bei uns Menschen wäre diese Aussage falsch, da du jeden Tag Säuren zu dir nimmst, ohne jegliche (negative) Folgen. Frei nach Paracelsus: Die Dosis macht das Gift.

  • Die Auswirkungen von OS-Staub müssen so minimal sein, dass es die Bienen in die warme Luft eines Oxamaten hineinzieht. Im Gegensatz zur AS die ja eine Flucht auslöst.


    Gerade der Vergleich mit ASS hinkt gewaltig. Zum einen wider der Vergleich Mensch & Insekt. Zum anderen wird gerade ASS in der Dauertherapie als Blutverdünner eingesetzt.

  • Na wenn OX so harmlos, wenigsten um eurer Gesundheit willen, so wenig wie möglich, so viel wie nötig.....

  • OX-Staub offiziell ja nicht zugelassen, Sprühen ja und beim Träuffeln schadet es SEHR wohl den Bienen..

    Sind wir da einig ?

    ASS oral eingenommen schädigt die Magenschleimhaut , das war nur ein Beispiel.

    Vielleicht nicht das Beste....

    Will damit nur sagen, das es natürlich um die eingebrachten Mengen und Dauer geht.

    Sonst könnte man ja jede Woche vorsorglich OX einbringen.

    Von Januar-Januar.

  • Nehmen wir doch den Vergleich mit ASS auf.

    dieses nimmt man manchmal einmal, gegen Schmerzen.

    Manchmal im Block 3 Tage.

    Und als Cardialprophylaxe ein Leben lang mit geringer Dosierung.

    Letzteres verpackt in einen Magenschutz.

    Wiewohl, mit einem solchen, nicht als Tablette geschluckt, ist die Magenschleimhautschädigung nicht existent.

    Wie bei der Oxalsäure.

    Was möchte man erreichen?

    Einmal bei Brut Freiheit

    Oder eben als Blockbehandlung.

    Letztere funktioniert beim verdampfen seit Jahrzehnten, insbesondere in den Ostländern des Europäischen Kontinents bis tief nach Russland hinein.

    Königinnen Schäden gibt es keine, womit das wohl eine, wo erlaubt, vorzuziehen Behandlungsmethode ist, da das pro Volk gerade mal 2 Minuten. Beansprucht.

    Ausser man kauft Oxamaten.... Mag besser sein, nur der Aufwand steht sich nicht dafür.

    Behandle mal 20 Völker eines Standes durch und Du weißt, was die schnellste Methode ist.

    Das Verdampfen einer Alkohol-Oxalsäure Lösung.

    Manche verschließen dabei nicht mal das Flugloch....

    Somit 1 Minute pro Volk ☺️

    Wo es erlaubt ist.......

    Bei 5 Völkern kann man rumnudeln, ohne Frage.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Ausser man kauft Oxamaten.... Mag besser sein, nur der Aufwand steht sich nicht dafür.

    Behandle mal 20 Völker eines Standes durch und Du weißt, was die schnellste Methode ist

    Hallo 20 Völker mit dem Oxamaten 60-90 min, wenn man 4 davon hat und verdampfen darf.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Wo es erlaubt ist.......

    Ich finde es überflüssig, hier über "verbotene" Methoden zu diskutieren!

    Uns Anfängern hilft es nich.

    Mir geht es z.B. nur um Ableger, für die eine TBE noch nicht geht und im Sep. zu spät ist.

    Nur die würde ich im Block , OS-Sprühbehandlung, behandeln.

    AS-Dispenser ist da eine Alternative, aber auch eine umstrittene.

    Also, aufhören zu streiten, Kinder, und her mit vernünftigen Tipps, bei denen wir uns nicht "strafbar" machen! ;)