Oxalsäure mehrmals anwenden

  • Jetzt bleib mal auf dem Boden.

    Wahrscheinlich hältst Du es auch schon für verboten, den Beutendeckel aufzumachen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Nein, TBE, Bannwabe etc. sind Behandlungsmethoden, die zunächst ohne Säuren auskommen. Die nachfolgende Behandlung mit OX Sprühen oder Milchsäure dagegen fallen unter das Arzneimittelgesetz.

    Sobald du einen Stoff zuführst zur Behandlung einer Erkrankung, sollte diese Methode zugelassen sein.

    Du kannst jemanden mit einer Nickelallergie heilen, wenn er Nickel vermeidet. Diese Massnahme unterliegt nicht dem Arzneimittelgesetz. Trägt man Antihistaminika auf, dann müssen diese Geprüft und Zugelassen sein.

    Damit soll ein Missbrauch verhindert werden. Früher konnte man eine Tinktur verkaufen, die ein langes Leben oder eine bessere Manneskraft versprach. Heute kann man das immer noch verkaufen, aber es muss bewiesen sein, dass es keinen Schaden verursacht. Es muss nicht helfen!

    Wenn man ein Antibiotikum einsetzt, kommt es generell zu Nebenwirkungen, die mal stärker, mal weniger stark sind, Ja, sie verursachen einen Schaden. Daher muss der Arzt den Einsatz dieses Mittels prüfen und schauen, ob der Patient dieses Mittel überhaupt verträgt (Niereninsuffizienz etc. ) oder es ihn vielleicht sogar umbringt. Dagegen gibt es sanftere Mittel, die frei verkäuflich sind, die kaum Nebenwirkungen haben.

    Das ist das Problem des Imkers, er kann ohne Fremdmittel ein Volk behandeln. Mit TBE etc. aber reicht diese Behandlung aus um die Varroa stark zu reduzieren, so dass das Volk über den Winter kommt?

    Wer ohne Einsatz von Thymol, Säuren, Antibiotika.... etc die Milbe behandelt bekommt, hat keinen Verstoss gegen das Arzneimittelgesetz begangen. Sonst müssten alle Mütter, die ein Pflaster für eine Wunde des Kindes nehmen, ebenfalls belangt werden.

  • Das stimmt so doch nicht!

    In DE nicht mehr zugelassen ist meiner Meinung nach das Schwammtuchverfahren und die Bedampfung. Alles andere gehört zu dem individuellen und ganzheitlichen Behandlungskonzept eines jeden Imkers. Das kann man bei den Bieneninstituten nachlesen!

    Das Wichtigste ist allerdings, dass man etwas tut und sich nicht durch Scharlantanerie beeinflussen lässt. Wer "normale" Honigbienen hält, der muß augenblicklich behandeln, sonst stirbt das Volk - spätestens im kommenden Jahr!

    Zur Hauptfrage: Wenn man mit Bedacht Oxalsäure mehrmals sprüht, werden die Bienen es überstehen, aber Schädigungen davon tragen. Hier ist -aus meiner Sicht- Fingerspitzengefühl und ein eigenes Gefühl vonnöten.

    Gutes Imkern - und Behandeln - Rudi.

  • Zur Hauptfrage: Wenn man mit Bedacht Oxalsäure mehrmals sprüht, werden die Bienen es überstehen, aber Schädigungen davon tragen.

    Wie kommst du zu dieser Einschätzung? Ich teile diese nicht. Wiederholtes, korrekt dosiertes Sprühen von zuckerfreier Oxalsäure ist meines Erachtens völlig unschädlich für die Bienen und ich würde dies bedenkenlos tun. Wäre das Bedampfen auf meinem ausländischen Außenstand nicht so viel schneller.

  • Hallo Llecter,

    Ich mache es auch bedenkenlos, weil ich mittlerweile glaube zu wissen und zu fühlen, was ich Sprühen muß um einen guten Behandlungserfolg, ohne aber Schädigung zu haben. Ich habe schon mal zu viel gesprüht im Block, da gab es erhöhten Totenfall. Vielleicht waren die Bienen jedoch auch schon "angeschlagen". Wobei am Ende unserer beider Beiträge wieder individuelle Erfahrungen sind und keine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse stehen, von daher beide in Ihrer Weise stimmen.

    Viele Grüße, Rudi.

  • Manche Mensch/Insekten-Vergleiche hinken nicht nur.
    Bei diesem ist schon die Darstellung der Wirkungen beim Menschen schlicht falsch.

    Zunächst einmal verhindert der "Magenschutz" ("magensaftresistente Tablette") keineswegs jedwede Magenschleimhautschädigung, da ein Teil der unerwünschten Wirkung von ASS (wie auch von Ibuprofen, Diclofenac und weiteren NSAR/COXiben) eine Folge der Hauptwirkung (Hemmung der Cyclooxigenasen) ist.

    Die Aufnahme von Oxalsäure geschluckt (zB als Sauerampfer, oder Rhabarber) kann auch die Magenschleimhaut reizen.

    Die Aufnahme von Oxalsäure auf allen Wegen (geschluckt, durch die Haut, über die Lunge) kann dosisabhängig zu Organschäden (insbesondere der Niere) führen.

    Der Vergleich "Wie bei der Oxalsäure" ist schlicht sinnfrei.

  • Als Anfänger hat man es hier ECHT schwer!

    Das ist so, als wenn sich 5 Lehrer vor der Klasse, an der Tafel streiten

    Imkern, dass sollte jeder Anfänger wissen, ist kein Handwerk, sondern eine Wissenschaft. Und wie Wissenschaftler arbeiten, wissen wir spätestens seit Corona.

    Wie sagte schon Karl Marx: "Es gibt keine Landstraße für die Wissenschaft, und nur diejenigen haben, Aussicht, ihre lichten Höhen zu erreichen, die die Mühe nicht scheuen, ihre steilen Pfade zu erklimmen."

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • ganz wichtig 85% AS.........die wird auch noch ohne Therapienotstand in die Völker gekippt, weil ja der eine Verdunster nur damit vernünftig funktioniert.

    Bis bald

    Marcus

  • Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass diese aufgeführten Tätigkeiten zur Varroabehandlung nicht zugelassen sind. Verboten werden sie nicht sein, jedenfalls wüsste ich nicht wo es steht, dass ich keine Schokolade in meine Bienenvölker bröseln darf.


    Gruss

    Ulrich

  • Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass diese aufgeführten Tätigkeiten zur Varroabehandlung nicht zugelassen sind.

    Jetzt bringst Du aber Einiges durcheinander. Eine Nichtzulassung kann es nur für Arzneimittel geben, nicht z.B. für TBE. Nichtstoffliche Verfahren fallen nicht unter das Arzneimittel; Lebensmittel (z.B. Puderzucker) auch nicht.

    Verfahren, die nicht zulassungspflichtig sind, sind mithin erlaubt.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wo es erlaubt ist.......

    Ich finde es überflüssig, hier über "verbotene" Methoden zu diskutieren!

    Uns Anfängern hilft es nich.

    Die deutsche Sprache wird nicht nur in Bundesdeutschland verwendet.

    weites in Österreich, der Schweiz, Italien, Rumänien, Polen, etc. etc.

    Nicht zuletzt gibt es dort teils sogar Deutsche Zeitungen, Paraguay, Prasilien, Chile...

    Dürfen diese dann nicht an einem Muttersprachlichen Forum teilnehmen?

    Ein Ableger hatte an sich meist schon eine Varroa Behandlung, je nachdem, wie dieser gemacht wurde.

    Jede Brutunterbrechung stellt eine Varroa Behandlung dar, da ebenso die Varroa Fortpflanzung gestört wird, was auch bei Alternativen Behandlungsmethoden versucht wird.

    Was bei einem Ableger, ausser einem Brutableger, ja der Fall ist. Somit reicht eigentlich eine Winterbehandlung.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup: