Preisursache Wabenhonig

  • Laut Video werden die Holzrähmchen mitverpackt - sieht natürlich insgesamt sehr schick und professionell aus und lässt sich auch nett auf dem Frühstückstisch präsentieren. Die Nicoträhmchen behält man sicher selbst und schneidet die Wabe aus?

    Ja, die "kleinen Quadrate" aus dem dünnen Holz gehen mit zum Kunden: Hygiensich, tropffrei, sieht schön aus. Und Du kaufst sie beim Anbieter immer wieder nach, die großen Rähmchen behältst Du und bestückst sie neu... Ich hatte es mir mal angesehen, ich kam damals zum Schluss, dass es mir zu viel Aufwand bei zu wenig und unsicherem Gewinn ist. Der Vorteil läge für mich nur darin, ein weiteres imkerliches Produkt anbieten, ggf. Neugierige "anlocken" und als neue Kunden gewinnen zu können.


    Da stehen aber vorher noch ein paar andere "Spielereien" auf dem Plan, Zargen mit Fenster, Führungen an den Bienenstand und vielleicht ein neues Design.

  • Habe gerade mal gestöbert, finde aber nirgendwo ungedrahtete Rähmchen oder Einzelteile für Halbzarge mit Nut. An das Befestigungsproblem hatte ich noch gar nicht gedacht, mehr an den Kunden, der dann auch ein Stückchen Mittelwand in seiner Wabe hat.

    Die gibt´s aber eigentlich gut zu kaufen. Hier nur eine Bezugsquelle als Beispiel.

    Dünner Anfangstreifen rein, fertig. Entspricht immer noch der Anforderung für Wabenhonig.

    Weiteren Aufwand, mit zusätzlichen Kosten würde ich dafür nicht anstellen.

    Die Nachfrage ist regional extrem unterschiedlich.;)

  • ...Ich habe halbe Rähmchen Zander aber ohne Nur. Hat jemand eine Idee wie ich den Anfangsstreifen reingekommen? Hab mir überlegt eine dünne Wachsschicht aufzuschmelzen und darauf bzw daran den schmalen Streifen.

    Das dem Kunden zu erklären dass am oberen Teil ein wenig Wachsstreifen ist, habe ich kein Problem. Ausserdem verkaufe ich den Wabenhonig nur als ganzes mit Rähmchen.


    Grüße Grete

  • ... also tut mir leid, ich habe eben den Text nach dem abschicken nochmal gelesen, furchtbar, aber ihr versteht was ich sagen wollte?


    Grete

    Ich hoffe,

    mach doch einfach Dreikantleisten, tauche die an der unteren Spitze in Wachs und leime oder schraube diese unter den Oberträger des Rähmchens. Das sollten sie genauso gut wie einen Anfangsstreifen annehmen.

    Grüße

    Peter

  • ...Ich habe halbe Rähmchen Zander aber ohne Nur. Hat jemand eine Idee wie ich den Anfangsstreifen reingekommen? Hab mir überlegt eine dünne Wachsschicht aufzuschmelzen und darauf bzw daran den schmalen Streifen.

    Da würde ich vermuten, dass der sich zu leicht löst. Sonst Streifen anhalten und mit einer Flamme kurz erwärmen.

    Es soll auch funktionieren, wenn man zum Beispiel mit so einem Batikwachsgießer mit feinem Rohr einfach nur eine dünne Anfangsspur "aufmalt". Habe ich allerdings noch nicht getestet. Dreiecksleiste ist am einfachtsen, ansonsten Rähmchen in Teilen und den Oberträger einmal über die Kreissäge.

  • ... also tut mir leid, ich habe eben den Text nach dem abschicken nochmal gelesen, furchtbar, aber ihr versteht was ich sagen wollte?


    Grete

    ... aber Du kannst, wenn Du es merkst, den Text nachbearbeiten, das mache ich ziemlich oft, wenn ich dann hinterher sehe, wo ich wieder danebengehauen habe :-).


    Also bei meinen EWKs nehme ich immer den Lötkolben zum Anschmelzen, aber da habe ich mir Leisten mit Nut gekauft.

    Kreissäge brauchst Du eine mit Tisch und Führung und Höheneinstellung, hat nicht jeder.

    Irgendwie blöd - Bieneweber verkauft komplette gedrahtete große Rähmchen mit Nut, aber einzeln bekommt man es nur ohne Nut.

  • Nun ist mein Wabenhonig fertig. Ich habe die Flachzargenrähmchen mit Nut genommen, 4 Stück habe ich mit den Nicot-Kassettten bestückt. Ein Volk hat die Flachzargenrähmchen super ausgebaut, nachdem ich den Honigraum weggenommen hatte, das andere hat sehr schwach ausgebaut, dafür den Honig in der Brutraumzarge gelagert. Na ja, die Kartons von Apiwelt sehen sehr schön aus, aber bei Ebay-Kleinanzeigen werde ich ständig rausgeworfen damit. Eine Anfrage hatte ich, wo die schöne Verpackung herkommt. Einer wollte 10kg auf einmal kaufen für 20€ pro kg, das wollte ich dann aber auch so nicht, dann wäre fast alles auf einmal weg gewesen. Bis jetzt habe ich aber sage und schreibe Zwei! Portionen verkauft, und das, nachdem ich von 29 auf 25 Euro pro Kilo runtergegangen bin. Wie vermarkte ich das jetzt anständig? Habe erst mal einen Teil eingefroren.

    Gruß, Annette

  • Erster Fehler: Ebay-Kleinanzeigen.

    Image: Flohmarkt.

    Das ist also alles, nur keine Verkaufsplattform für hochwertige Lebensmittel!


    Zweiter Fehler: Viel zu billig!

    Gedanklicher Schluss beim Kunden: Kann ja gar nix gescheites sein!


    Ich verkaufe für 40 bis 50 EUR/kg. Und ich habe viiieeel zu wenig Wabenhonig, vor allem heuer war bescheidene Ausbeute.

    Und ich verkaufe sowas vor allem regional, im direkten Kontakt mit dem Kunden. Ebay-Flohmarkt und hochwertiges Luxuslebensmittel in einem Satz! Da schüttelts mich schon beim Lesen.


    Wann kommt endlich mal an, dass man für hochwertige Produkte vor allem am Image und dazu passenden Preisen arbeiten muss? Dass man überhaupt dafür etwas mehr arbeiten muss als für Standardware?

  • Egozentriker

    Je Luxus, desto unabhängiger vom Ort des Verkaufs. Ein 100.000 EUR Auto kostet auch in Halle 100.000 EUR und wird dort auch für diesen Preis gekauft.

    Für Imker auskömmlich bepreister Honig ist ein Luxusprodukt, kein preissensibles Grundnahrungsmittel. Zumindest für die relevante Kundengruppe. Wer in Halle bei 6 EUR für's Glas jammert, wird so oder so keinen Wabenhonig kaufen - das sind ganz andere Leute, die das tun! Und die ticken und verdienen in Halle genau so wie in München.

    Wobei ich weit draußen bin, München ist nochmal eine ganz andere Liga und für mich aber zu weit weg.


    WFLP

    Wabenkassette verpackt, ca. 250-350g/Stück.

    Ich finde aber, der Aufwand für dieses Produkt ist so hoch, dass man damit auch bei diesen Preisen leider keinen Reibach machen kann - es ist ein nettes Beiprodukt, eine Sortimentserweiterung. Darin liegt für mich der eigentliche Wert - am Glas-Honig ist wesentlich mehr und vor allem leichter verdient. Sollte ich mal weniger Direktvermarktung machen, werde ich mit Wabenhonig daher ganz schnell wieder aufhören. Komfort und weniger Arbeit ist nämlich auch ein Wert an sich.

  • Egozentriker

    Je Luxus, desto unabhängiger vom Ort des Verkaufs. Ein 100.000 EUR Auto kostet auch in Halle 100.000 EUR und wird dort auch für diesen Preis gekauft.

    Für Imker auskömmlich bepreister Honig ist ein Luxusprodukt, kein preissensibles Grundnahrungsmittel. Zumindest für die relevante Kundengruppe. Wer in Halle bei 6 EUR für's Glas jammert, wird so oder so keinen Wabenhonig kaufen - das sind ganz andere Leute, die das tun! Und die ticken und verdienen in Halle genau so wie in München.

    Wobei ich weit draußen bin, München ist nochmal eine ganz andere Liga und für mich aber zu weit weg.

    Je mehr Pampa, desto weniger "relevante Kundengruppe" vor Ort und mehr Mitimker, die auch gerne mal das Glas für 3,00 € verticken. Von Luxusprodukt sind die aber auch meilenweit entfernt, die kleben noch nicht mal Etiketten. Da kann man noch so sehr Arbeit reinstecken in die Vermarktung Richtung Luxusprodukt, die regionalen Gegebenheiten von Angebot und Nachfrage setzt man damit nicht ausser Kraft.

    Als ich noch regelmässig Wabenhonig dabei hatte, musste ich schnell feststellen, dass es hier dafür null Nachfrage gibt.

  • Ja, ein Kunde meinte, das sei sicher etwas für Fortgeschrittene und kaufte ein normales Glas. Derjenige, der mich eigentlich auf die Idee gebracht hat, hat auf meine Erfolgsmeldung mit Preis nicht geantwortet. Ich bin damit jetzt bei Marktschwärmer eingestiegen - die haben hochpreisige regionale Lebensmittel. Da ist jetzt die Portion mit dem kleinsten Preis weggegangen. Das andere an eine Gartennachbarin, deren Tochter mal so etwas ähliches aus München mitgebracht hat, wo es viel teurer war. Viel habe ich ja auch nicht, eben eine Flachzarge voll und dazu sicher Punktabzug bei der Leistungsprüfung für die Honigleistung.

    Aber hier bei uns geben die Leute weniger für Luxus aus.