Bienenvolk von DN auf Zander umsetzen.

  • Hallo zusammen,


    ich möchte gerne ein Bienenvolk von DN-Maß auf Zander-Maß umsetzen, aber bin mir nicht so ganz sicher ob das so funktioniert wie ich mir das vorstelle.

    Meine Idee wäre nun das auf 2 Bruträumen sitzende Volk, wenn möglich auf einen Brutraum zu drücken und diesem dann einen neuen 2. Brutraum mit MW (Zander) aufzusetzen. Zuvor würde ich die Königin aus dem unteren Brutraum abfangen und diese über ein Absperrgitter in den neuen Brutraum mit den MW (Zander) setzen, so dass die Bienen nach oben in den BR wandern, die MW ausbauen und die Königin dort neu stiften kann. Leider habe ich keine Waben im Zander-Maß, sondern nur MW. Nachdem die Brut in dem unteren BR ausgelaufen ist, würde ich diesen entfernen und einen neuen 2. BR mit MW oben aufsetzen.

    Wiederum stelle ich mir die Frage ob ich das Bienenvolk überhaupt noch vor dem Winter umsetzen soll? Da jetzt ja nur noch wenig bis gar keine Tracht ist und aufgefüttert werden muss. Ebenso steht die AS-Behandlung bevor.

    Kann mir jemand sagen, ob ich so wie beschrieben auf dem richtigen Weg bin?

    Für Ratschläge und Tipps wäre ich Euch sehr dankbar :).


    Gruss Marco

  • Hallo


    Volk wegstellen

    Beute mit MW an den alten Platz
    eine Wabe mit Bienen als Fangwabe rein


    Dann 80 % der Bienen mit Königin reinschütteln

    Füttern und nach 4 Tagen OS sprühen


    Wenn die alte Brut ausgelaufen ist
    auch noch dazu
    (Achtung die wollen sich eine neue Königin ziehen)


    Gruß Uwe

  • Ich würde bis Frühjahr warten. Meine sind zu dieser Zeit nicht mehr so versessen drauf zwei Zargen Mittelwände auszubauen und der Behandlungshammer kommt ja auch noch. Haben Sie schon ordentlich Honig eingelagert?

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo,


    für die TBE ist es jetzt genau noch Zeit. Beide Volksteile werden Brutfrei mit Ox besprüht und damit gegen Varroa behandelt. Das Wirtschaftsvolk wird gleich mit 8 l dünn gefüttert und baut die Brutzarge in einer Woche komplett aus.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Kann man anstatt Flüssigfutter auch Futterteig nehmen?

    Meine Meinung (noch nicht versucht): Nein.


    Sinn der dünnen Flüssig-Fütterung (1:1) ist erstmal mit viel Masse Platzbedarf zu schaffen. 10 abgenommene Liter heißt rund 5 vollständig ausgebaute Zanderwaben. Dann wird der Sirup getrocknet und t.w. verbraucht und braucht nur noch den halben Platz und die Kö hat 2+ Waben Platz für Brut. Dann ne Woche später nochmal ne große Ladung drauf. Wieder Platzgewinn.

    Mit Teig bekommt du das nicht hin, und die Bienen müssen noch Wasser holen zum Lösen.

  • So wie von Uwe und Olivia beschrieben, habe ich mein letztes DNM-Volk erfolgreich auf DD umgewohnt und gleichzeitig behandelt. Das funktioniert wunderbar.


    Lass dich nicht zu dem von Dir im Eingangspost beschriebenen Verfahren hinreissen. Ich habe das - entgegen der in entsprechenden Fäden hier beschriebenen Probleme - nach der Frühtrachternte bei einem WV versucht: die oben auf MW eingesperrte Königin fand ich nach einer Woche (!) auf dem AG, wie sie verzweifelt versuchte, sich zu ihrem BN durch zu zwängen. Reines Glück, dass die Arbeiterinnen nicht versucht haben, ihr zu "helfen". Trotzdem: kein schöner Anblick! Die MW waren unangetastet!

    Ich habe dann das AG rausgenommen und eine DNM Brutwabe hoch gehängt (unnötiges Gefummel!). Noch ne Woche später das AG wieder rein, drei Wochen warten, bis Auslaufen der Brut. Fazit: es hat ewig gedauert, Volksgefüge und BN wochenlang in Unordnung, unfreiwillige Brutpause, Sommertracht ausgefallen.

    Kurz gesagt: nicht nachmachen!