Ableger verstärken - alles richtig gemacht?

  • Hallo zusammen,


    gerade habe ich eine BW mit auslaufender Brut aus einem starken Volk bienenfrei einem Ableger zugehängt, der etwas schwachbrüstig ist. Ich hoffe zum idealen Zeitpunkt: die Jungbienen begannen zu schlüpfen, während ich die Wabe umgehängt habe. Oder ist das schon zu spät?


    In Vorbereitung hatte ich am Samstag zwei Kellen voll Bienen aus zwei anderen Völkern geschröpft und zwei Stunden später zum Ableger gegeben, um die Pflegemannschaft zu verstärken. Dennoch war ich etwas unsicher, ob die ein grosses Brutfeld aus dem starken Volk ausreichend gewärmt bekommen. Wenn jetzt zumindest eine Lage direkt schlüpft, sollte das doch gut funktionieren, oder?


    Die Wabe habe ich mitten ins Brutnest gehängt.


    Ok so?

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • ... und wie stark ist der Ableger, wann gebildet usw?


    Wenn ich eine BW zur Verstärkung in ein anderes Volk hänge, dann lass ich die Mädels normal drauf sitzen, so verstärkst du deutlich mehr. Die Flugbienen fliegen eh zurück, rest bleibt. Flugloch entsprechend anpassen, damit kein Unfug passiert und sie sich verteidigen können. 1-2x wöchentlich, nicht zu gering füttern - so bringst die Chefin wieder voll (besser) in Eilage... So sollte dann klappen ...

    Gererell kannst einen Jüngling um diese Jahreszeit kaum zu viel verstärken! Evtl behandeln, gute Kö rein, einfüttern, basta ... ;):thumbup:


    ach ja, genug Platz geben, nicht dass sie die junge Kö durch zu viel Futterstrom in Bedrängnis bringen ... langsam gehts in Richtung Winterbiene ... Was eingefüttert ist, müssen die nicht machen! sollten sie auch nicht mehr ...

  • Hallo Gerd,


    in diesem Thema findest du alles zu dem Volk, aus dem ich die BW entnommen habe.


    In diesem Thema geht es um die etwas abenteuerliche Erstellung des Ablegers.


    Die Völker stehen nebeneinander. Den Rat, die aufsitzenden Bienen von der BW abzufegen fand ich höchst plausibel isb. bei einem recht kleinen Ableger neben einem starken WV (nicht Anfängerstark, sondern wirklich stark) - kleines Flugloch hin oder her.


    Mir ging es v.a. auch darum, ob bereits schlüpfende Bienen im Empfängervolk Probleme machen können - oder das eigentlich ideal gelaufen ist, weil die schlüpfenden Bienen gleich mit anpacken können, statt von einem recht kleinen Volk noch lang gewärmt werden zu müssen.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Habe heuer meine Ableger zum ersten mal so verstärkt :

    1. Honigraumbienen inkl. Waben vom anderen Stand(5km entfern) geholt und über Bienenfluchten zulaufen lassen.

    Hat super funktioniert.

    2. Ableger vom anderen Stand auf den Platz eines Wirtschaftsvolk gestellt. Wirtschaftsvolk 5m weg. Flugbienen fliegen Ableger zu. WV wird wegen schlechter königin aufgelöst.

    Die Methode gefällt mir besser, muss nicht auf die Königin aufpassen und bring die Varro verseuchte Brut nicht in die Ableger

  • Was machen die mit der "fremden Königin"?

    ... in der Norm wird der "Hofstaat" die Fremden nicht an die Kö ran lassen. Wenn "du" einen Schwächling einem guten Volk aufsetzt, vereinst oder wie auch immer, dann ist ja auch eher selten das Problem mit der Kö. Da kommen dann teils grössere Mengen hinein als 1 Rähmchen....

    Restrisiko ist natürlich immer vorhanden ... ganz klar ... Du setzt aber auch die Kö nicht direkt auf dieses Rähmchen. Wenn möglich platziere ich sie auf der anderen Seite des Brutnests ...


    ... und meine Meinung, so hab ich es auch gelernt ... kann sich ein Volk trotz verkleinertem Flugloch nicht verteidigen, ist es nichts wert!

    Auflösen oder umstellen und es "in Ordnung" bringen indem verstärken und/oder neue Kö - je nach dem. Ein Schwächling bleibt ein Schwächling und wird nur mit einem starken Volk vereint!

    Lg

  • Ein Schwächling bleibt ein Schwächling und wird nur mit einem starken Volk vereint!

    Wenn der Schwächling ein Schwächling war, weil er krank war, dann bekommst Du dadurch ggf. zwei Kisten frei um leere Rähmchen zu lagern ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Auflösen oder umstellen und es "in Ordnung" bringen indem verstärken und/oder neue Kö - je nach dem. Ein Schwächling bleibt ein Schwächling und wird nur mit einem starken Volk vereint!

    Man könnte ja auch die Schwächlinge vereinigen und umweiseln. Vielleicht nicht gerade mit der Reinzuchtkönigin, aber so 'ne hübsche F1-Königin oder so, das geht schon.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Ein Schwächling bleibt ein Schwächling und wird nur mit einem starken Volk vereint!

    Wenn der Schwächling ein Schwächling war, weil er krank war, dann bekommst Du dadurch ggf. zwei Kisten frei um leere Rähmchen zu lagern ;)

    .. oh ja, sorry!

    Ich hab vergessen zu schreiben, dass KRANKE Völker nicht vereint gehören, sie gehören aus dem Verkehr genommen ... War für mich selbstverständlich ;):thumbup:

  • Man könnte ja auch die Schwächlinge vereinigen und umweiseln. Vielleicht nicht gerade mit der Reinzuchtkönigin, aber so 'ne hübsche F1-Königin oder so, das geht schon.

    ... könnte man natürlich, wenn die Zeit noch bleibt! Sonst gehst "du" schwach in den Winter, schwach wieder raus ... usw ;)

    Aber alle die mehrere Völker haben sind auf das eine nicht angewiesen, alle mit wenigen Völkern können oft nicht auf die schnelle eine Kö herzaubern ... somit ...

    aber natürlich, viele Wege nach Rom ... ;)

  • ... in der Norm...

    Also wenn ich bisher eines über Bienen gelernt habe...

    Wenn "du" einen Schwächling einem guten Volk aufsetzt, ...

    Auflösen oder umstellen und es "in Ordnung" bringen indem verstärken und/oder neue Kö - je nach dem. Ein Schwächling bleibt ein Schwächling und wird nur mit einem starken Volk vereint!


    Ich kann nicht nachvollziehen, warum hier plötzlich von einem Schwächling die Rede ist. Der Ableger wurde absichtlich schwach gebildet um die Annahme der Zuchtkönigin zu verbessern, die zunächst zum Umweiseln gedacht war. Ich habe mich aus verschiedenen Gründen dann aber dafür entschieden, zu versuchen, das Völkchen auf Überwinterungsstärke zu päppeln. Da ich in einem anderen Volk noch Bienen en masse habe, wollte ich diese, wie im entsprechenden Faden geraten, sinnvoll nutzen. Und wissen wollte ich, ob ich die dazu bekommenen Tips richtig angewendet habe.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Hallo Waldi!


    Du hast alles richtig gemacht. Um diese Jahreszeit braucht man wegen dem Verkühlen der Brut keine Angst haben.


    Von allen anderen angepriesenen Varianten bin ich nicht begeistert. Fremde Bienen zu jungen Königinnen zu bringen birgt immer eine gewisse Gefahr.


    Bienenfreie Waben zugeben ist die sicherste Variante. Etwas aufpassen muss man, dass man nicht mit varroaverseuchten Waben einen Ableger versaut. Daher immer zuerst behandeln und dann erst die Brutwaben einem Ableger zugeben.


    MfG

    Honigmaul

  • Wenn ich eine BW zur Verstärkung in ein anderes Volk hänge, dann lass ich die Mädels normal drauf sitzen, so verstärkst du deutlich mehr.

    Hallo,

    .....und können dann ihrem Muttervolk berichten, dass gerade im anderen Volk Volltracht herrscht, den Weg kennen sie ja.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Wenn ich eine BW zur Verstärkung in ein anderes Volk hänge, dann lass ich die Mädels normal drauf sitzen, so verstärkst du deutlich mehr.

    Hallo,

    .....und können dann ihrem Muttervolk berichten, dass gerade im anderen Volk Volltracht herrscht, den Weg kennen sie ja.

    Bis bald

    Marcus

    Ich habe dieses Jahr einen schwachen Ableger mit je einer teilbesetzten Brutwabe von starken Ablegern verstärkt, die ich fluglochfern hingehangen hab. Das war am selben Stand und lief wunderbar. Das Flugloch war natürlich sehr eng.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain