Brutling/ Flugling / TBE

  • Hallo zusammen,

    ich habe in diesem Jahr mit drei Völkern auf DN angefangen. Zwei Völker sind extrem startk, eins ist leider Buckelbrütig geworden. Nun würde ich gerne diese beiden Völker auf 4 Völker vermehren. Beide Völker sind stark und haben bereits die HR zu 2/3 gefüllt.


    Angedacht ist einen Brutling/Flugling zu erstellen mit TBE. Ich würde dabei gerne den Brutling mit alter Königin erstellen wollen (also die komplette beute einfach umstellen) und im Flugling eine neue begattete Königin im Zusetzkäfig einweiseln. Mein Pate meint das klappt. Ich traue mich derzeit noch nicht wirklich die alte Königing zu fangen, um die in den Flugling zu setzen.


    Jetzt habe ich alles mögliche an Literatur durchgelesen und auch andere Imker gefragt und jeder erzählt mir etwas anderes.
    Kernfragen die sich mir aktuell stellen sind:

    - Schaffen die vergleichsweise alten Flugbienen noch den Flugling auszubauen und die neue Brut der neuen Königin solange zu pflegen, bis die neue Generation schlüpft?
    - Oder sollte ich lieber noch ein paar Jungbienen aus dem HR in den Flugling geben?

    - Klappt diese Methode?


    Honig ist mir in diesem Jahr nicht wichtig, das spielt bei meinem Überlegungen derzeit keine Rolle.


    Vielleicht habt Ihr ein paar Tipps für mich?


    Danke & Gruß,


    Sascha

  • Es gibt keinen vernünftigen Grund, bei einer TBE alle Bienen zu entnehmen.

    Also: Bei der Wabenentnahme einen Teil der Bienen abstoßen, dann sind ausreichend junge Bienen im Flugling. Wegen der Brutentnahme braucht der Flugling ohnehin mehr Bienen. Im Brutling dagegen schlüpfen reichlich junge Bienen. Der behält nur so viele Bienen, wie zur Pflege der Brut erforderlich sind.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Guten Morgen,


    meine Überlegung war das ich einfach die Honigräume auf dem Flugling lasse, in der Hoffnung das dort genug junge Bienen drauf sind.


    Liebe Grüße,


    Sascha

  • Bei der TUB Methode (Liebig) sind es ausschließlich die Flugbienen, die in den Flugling zurück fliegen und dort mit der alten Königin wieder loslegen.

    Ob alt oder neu, die Kö ist in jedem Fall begattet, und die Methode klappt,wenn man nicht zu spät startet. Ob die Flugbienen die neue Kö annehmen, kann ich nicht sagen, habe ich noch nicht probiert.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Ich habe dieses Jahr zwei Fluglinge mit neuer Kö gemacht.

    In beiden Fällen habe ich das Alte Volk um 90° versetzt auf das "neue" gestellt. Alter Boden mit neuer Königin auf frischen MW.

    Zunächst hatte ich den Deckel des Zusetzkäfig für einen Tag zu gelassen, dann am Folgetag geöffnet. Rase meinte, dass das nicht nötig ist. Die Flugbienen in der leeren Beute haben ja keine Königin, also haben sie auch kaum eine andere Wahl, als die neue Königin anzunehmen.

    9 Völker Carnica, 1 Volk Buckfast in Segeberger

  • Bei der TUB Methode (Liebig) sind es ausschließlich die Flugbienen, die in den Flugling zurück fliegen und dort mit der alten Königin wieder loslegen.

    Liebig nimmt die bienenbesetzen Honigräume für den Flugling. Auch da sind also nicht nur Flugbienen im Flugling.

    meine Überlegung war das ich einfach die Honigräume auf dem Flugling lasse, in der Hoffnung das dort genug junge Bienen drauf sind.

    Das ist genau die Liebig-Methode.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)