MAQS© + Futterteig-Auffütterung

  • Hat jemand Erfahrung mit MAQS (Handelsname, daher hoffentlich als Abkürzung im Titel okay, steht für Mite Away Quick Stripes: Ameisensäure in Gelstreifen) generell und speziell in Kombination mit dem Auffütterung per Futterteig?


    Hintergrund der Frage: Ich habe mehrere kleine, aber teils recht weit entfernte Außenstände. Hier würde ich gerne kommende Woche die Sommerbehandlung mit MAQS durchführen und gleichzeitig mit einem Block Futterteig die Auffütterung beginnen, um erst einmal zwei, drei Wochen nicht hin zu müssen bei gleichzeitig effektiver Behandlung. Bei der heutigen Honigernte gab's erstmal einige Liter Flüssigfutter für den größten Hunger. Eine totale Brutentnahme ist hier aufgrund der Logistik leider keine Option für mich.


    In der Theorie sollte das ja ganz gut klappen, den Befall kann in zwei bis drei Wochen über Auswaschen kontrollieren und hab dann immer noch die Möglichkeit was zu tun, wenn die Behandlung ganz in die Hose ging. Aber das mit der Theorie haben zumindest meine Bienen nie so recht verstanden :rolleyes:

  • Kurze Zusammenfassung, falls es wen fürs kommende Jahr interessiert. Kurz und hat knapp: Hat gut funktioniert.


    Das Auswaschen nach zwei Wochen hat nur sehr wenige Milben gezeigt, anschließend wurde noch Thymovar als Langzeitbehandlung aufgelegt. Der zweite Satz liegt gerade noch auf. Der Block Futterteig wurde auch komplett vernascht, beim letzten Besuch gab es nochmal 4 kg Sirup, nun sind alle Völker so gut wie winterfertig. Kleiner Haken: von den zehn Völkern (an sechs Ständen) war nach Einsatz der MAQS allerdings ein Volk weisellos.


    Am Ende werden die Toten gezählt, aber momentan bin ich sehr zuversichtlich, dass alle gut aus dem Winter kommen. Sollte dem so sein, werde ich kommendes Jahr wieder so verfahren, zumindest an den weit entfernten Außenständen wo ich nicht öfter als nötig hin möchte.

  • Sollte dem so sein, werde ich kommendes Jahr wieder so verfahren, zumindest an den weit entfernten Außenständen wo ich nicht öfter als nötig hin möchte.

    Kurze Zusammenfassung, falls es wen fürs kommende Jahr interessiert. Kurz und hat knapp: Hat gut funktioniert.

    Hallo Llecter ,

    ich wäre an Deinen MAQS-Erfahrungen interessiert. Mit wurde vor Jahren - als die eingeführt wurden - im Verein heftigst wegen Berichten über Völkerverluste davon abgeraten. Gerade aber der letzte sehr heiße Sommer hat mir wenige Tage für den Liebig-Dispenser gelassen und so denke ich darüber nach, in diesem Jahr die MAQS zu verwenden.

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • Hallo Ralf, die Streifen waren anfangs auch nicht gut. Wir hatten die 2011 oder 2012 mal in der Firma um damit eine Studie zur Zulassung durchzuführen. Hat nicht gut funktioniert, Queenaway war damals der passendere Name.


    Mittlerweile scheint die Dosierung allerdings zu stimmen, ich habe vergangenes Jahr gute Erfahrungen gemacht. Die zehn Wirtschaftsvölker sind alle gut aus dem Winter gekommen, es fielen auch nur sehr wenige Milben bei der Winterbehandlung. Die Kombination aus MAQS, Thymovar im Anschluss und dem Block Futterteig hat gut funktioniert und wird dieses Jahr wieder eingesetzt - Aufwand/Nutzen-Verhältnis passt für mich. Evtl dieses Jahr mit Oxalsaäuregelstreifen statt Thymovar, da mir letzteres nicht sehr zusagt und auch in einigen nahezu milbenfrei gebildeten Ablegern als einzige Sommerbehandlung nicht gut funktioniert hat.


    Wie oben beschrieben war allerdings ein Volk weisellos, was aber im Rahmen meiner früheren Kö-Verluste lag, als ich noch regulär mit dem Liebig-Dispenser gearbeitet habe. Ich habe allerdings ausschließlich Holzbeuten. Ob Mettbroetchen s schlechte Erfahrungen an einer Montagscharge lagen, MAQS für Styropor ungeeignet sind oder es andere Gründe hat warum es bei ihm nicht, bei mir schon klappte vermag ich nicht zu sagen.

  • Ob Mettbroetchen s schlechte Erfahrungen an einer Montagscharge lagen, MAQS für Styropor ungeeignet sind oder es andere Gründe hat warum es bei ihm nicht, bei mir schon klappte vermag ich nicht zu sagen.

    Ich hatte letzten Oktober oder November bei kalten Temperaturen ein Volk, dessen Varroabefall über dem Grenzwert lag. Ich habe dem Volk eine Halbzarge aufgesetzt, darauf ein ASG gelegt und einen MAQS vorne und einen hinten aufgelegt, (Boden war offen) und 1 Woche drin gelassen. Das hat wunderbar den Milbenbefall reduziert und ich werde es in solchen Fällen wieder so machen.

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Die Kombination aus MAQS, Thymovar im Anschluss und dem Block Futterteig hat gut funktioniert und wird dieses Jahr wieder eingesetzt - Aufwand/Nutzen-Verhältnis passt für mich.

    Hallo Llecter ,

    ich möchte auch gerne nochmal nachhaken, da mich die Kombination aus Hitze, Dürre und Pollen-

    mangel in den Monaten Juli und August an meinem Standort beschäftigt. Ich möchte gerne mehr

    Handlungsoptionen parat haben nach dem Motto Wenn... dann... .Wie bist Du genau vorgegangen ?
    MAQS und Futterteig tatsächlich gleichzeitig ? Hast Du eine Tränke am Stand ? Oder ist es einfach kein Problem für die Bienen trotz Sommerhitze ? Zeitpunkt des MAQS Einsatz war Ende Juli ? Danke für Deine Antwort.

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Hmm, ich musste heute feststellen dass die beiden Miniplus Völker die ich letzte Woche geholt hatte jetzt schon massiv viele Milben haben. Bevor ich die demnächst zu Begattungseinheiten mache, würd ich die gerne behandeln und hatte da auch schon an MAQS gedacht. Aber wie dosiert man das da?

  • Hmm, ich musste heute feststellen dass die beiden Miniplus Völker die ich letzte Woche geholt hatte jetzt schon massiv viele Milben haben. Bevor ich die demnächst zu Begattungseinheiten mache, würd ich die gerne behandeln und hatte da auch schon an MAQS gedacht. Aber wie dosiert man das da?

    Im Mini Plus am besten gar nicht.
    Wenn du die Streifen zurecht schneidest, geben die ja noch mehr Säure frei,wäre mir zu heikel.
    Lieber Ox Blockbehandlung oder Ox Streifen

  • Ich benutze MAQ's seit ca. 3 Jahren und hatte noch nie Völkerverluste oder Kö-Verluste während/nach der Behandlung. Die Milbenlast reduzieren die Streifen m.E. recht gut.

    Ich nutze die Streifen in DNM 12'erEinzargig, Dadant und auch Warre.

    Mich begeistert, dass die Streifen nahezu Wetterunabhängig arbeiten und auch zügig und ohne viel Aufwand ins Volk gebracht werden können.

    Der Preis ist natürlich hoch, aber dafür sind sie in meinen Augen halt zuverlässig.

  • Nun wurde ich neugierig und habe mir eben die Anleitung für die Streifen durchgelesen.

    Dort wird ausdrücklich gesagt, dass man keine Leerzarge draufstellen soll bei der Maqs Behandlung.

    Hast du das trotzdem gemacht oder den Futterteig hinters Schied gepackt?

  • Ich benutze MAQ's seit ca. 3 Jahren und hatte noch nie Völkerverluste oder Kö-Verluste während/nach der Behandlung. Die Milbenlast reduzieren die Streifen m.E. recht gut.

    Ich nutze die Streifen in DNM 12'erEinzargig, Dadant und auch Warre.

    Mich begeistert, dass die Streifen nahezu Wetterunabhängig arbeiten und auch zügig und ohne viel Aufwand ins Volk gebracht werden können.

    Der Preis ist natürlich hoch, aber dafür sind sie in meinen Augen halt zuverlässig.

    Wie dosierst du sie in der Warré?

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré klassisch, aktuell 4 Völker

  • Ich habe letztes Jahr dazu mit Andermatt(Hersteller) telefoniert, die hatten keine Empfehlung für Warré und meinten ich sollte mal einen halben Streifen nehmen. Das hat mir nicht eingeleuchtet, da die Völker nicht deutlich kleiner sind als in anderen Beuten und die Säure ja "nach unten fällt".

    Also habe ich einen ganzen Streifen quer über die obersten Zarge auf die Oberträger gelegt. ich habe dann einen kleinen Distanzrahmen aufgelegt(schmaler Zwischenboden, den ich als Bienenflucht nehmen kann) und darauf das Kissen.

    Hat super geklappt, nach ca. 14 Tagen das Ganze entfernt.


    Wenn man nach weiteren ca. 14 Tagen immer noch starken und erneuten Milbenfall feststellt, könnte man nochmal einen Streifen einlegen, das war bei mir nicht nötig.