Frage zu Honigverordnung "brutfreie Waben"

  • brutfreie Waben sind frei von Brut, auch wenn da schon mal Brut drin war...

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Honig aus dunkelbraunen, ordentlich propolisierten Waben schmeckt hervorragend, besonders, wenn er schön lange drin war,am besten aus dem Vorjahr! (Das geht natürlich nur bei unbehandelten Völkern). Ich kann es jedem nur empfehlen, so einen Honig mal zu probieren.

    Ist vermutlich ähnlich wie bei dem Rotwein aus dem ollen uralten Eichenfass ggü dem aus dem Edelstahlbottich.

  • und die Honigverordnung sieht in der Anlage 1 dort Ziffer 6. "nur" für die Bezeichnung als Schleuderhonig vor, dass es sich um "durch Schleudern der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnener(n) Honig" handeln muss.


    Für "Blütenhonig" nach Ziffer 1 ist nichts zu brutfreien Waben zu finden.


    Und ich sehe einen Unterschied zwischen einerseits brutfreien und andererseits unbebrüetet gewesen Waben. Also: Auf den Punkt gebracht hat es es beegoodies in #17

  • Ich würde brutfrei tatsächlich auch als genau das, nämlich frei von Brut, definieren. Mein Volk ist nach 21/24 Tagen nach Abdrücken der Königin brutfrei, die Waben sind aber nicht unbebrütet.


    Was genau befürchtetet ihr,die ihr Honig aus ehemaligen Waben unhygienisch findet, eigentlich?

    Die Frage soll nicht provozieren, ich weiß nur wirklich nicht,was daran schlecht sein soll.:/

  • Ich würde brutfrei tatsächlich auch als genau das, nämlich frei von Brut, definieren. Mein Volk ist nach 21/24 Tagen nach Abdrücken der Königin brutfrei, die Waben sind aber nicht unbebrütet.


    Was genau befürchtetet ihr,die ihr Honig aus ehemaligen Waben unhygienisch findet, eigentlich?

    Die Frage soll nicht provozieren, ich weiß nur wirklich nicht,was daran schlecht sein soll.:/

    Ich schleudere Honig in der Regel auch nur aus unbebebrüteten Waben.

    Wenn es aus irgeneinem Grund notwendig ist wird auch mal aus einer bebrüteten geschleudert.

    Nimm mal bebrütete Waben und weiche sie in Wasser ein. Dann schaust du dir mal das Wasser an.

    Dann kannst du selber entscheiden, aus welchen Waben du lieber den Honig gewinnst.

  • Hallo Zusammen,

    danke für die vielen Antworten.

    Rainfarn , richtig, die Antwort von R4lph gefällt mir nicht. Warum habe ich (meine ich) sachlich begründet. Mich irritiert ganz einfach die Verwendung eines offenbar nicht näher definierten Begriffs in einer Verordnung; selbst erfahrene Imker wie du scheinen die Definition nicht treffen zu können oder zu wollen. Wie rase schreibt ist auch die "gute imkerliche Praxis" nicht in Stein gemeißelt.

    moniaqua : Die von dir genannten Überlegungen habe ich ja am Ende meine Frage als mögliche Lösungen bereits angeführt. Verkaufen müssen tut man gar nichts.

    Gruß, Thorsten

  • Was genau ist an "brutfrei" irritierend und nicht näher definiert? Die Honigverordnung schreibt da nicht hin, ausschliesslich von unbebrüteten Waben.

    Stand auch in meinem Post, dass es letztendlich deine Entscheidung ist, den Ermessensspielraum hast du.

    Ja " die gute imkerliche Praxis" ist keinesfalls in Stein gemeisselt, gibt auch einen Anteil Imker, die haben noch nie davon gehört und schleudern "All inclusive" .:rolleyes: Die Aussage bezieht sich explizit nur auf eigene Erfahrungen, damit hier keiner heult.;)

  • Hallo,


    und wie sieht es dann bei der Waldtracht aus, die ja möglichst umfangreich aus dem Volk genommen werden sollte, man aber den halben Brutraum voller brutfreier Waben mit Waldtracht hat? Werden diese Waben dann entsorgt, wenn sie nicht geschleudert werden sollen? Was sagt da "die gute imkerliche Praxis"?


    Schöne Grüße

  • Hallo,


    und wie sieht es dann bei der Waldtracht aus, die ja möglichst umfangreich aus dem Volk genommen werden sollte, man aber den halben Brutraum voller brutfreier Waben mit Waldtracht hat? Werden diese Waben dann entsorgt, wenn sie nicht geschleudert werden sollen? Was sagt da "die gute imkerliche Praxis"?


    Schöne Grüße

    Das kann doch jeder machen wie er will.

    Das must du für dich selber entscheiden. Ob man in dem Fall was an der Betriebsweise ändern kann, weiß ich nicht

    Deshalb ist ja der Waldhonig auch so dunkel;)

  • Ich frag ja nur, weil in meinem Umfeld einige Imker diese imkerliche Praxis mit unbebrüteten (nicht gleich brutfreien) Waben ganz weit hoch halten, aber bei dem Waldhonig wegen der möglichen Ruhrgefahr nichts von wissen wollen. Mir ist es schon klar, dass vieles, was man bei den Bienen macht - imkerlich gesehen -, nach eigenem Gutdünken gemacht werden kann.

    Ich halte mich auf jeden Fall an die Tierwohlrichtlinien: keine Abferkelboxen = jedes Ei hat eine eigene Zelle, Freilufthaltung für alle Flug- und Wächterbienen und so viel Platz in der Beute wie vom Volk gewünscht. ;)

  • man muß nicht päpstlicher als der Papst sein; wenn Brutwaben mal vollgetragen werden, ist es für Bienen und Mensch immer noch Honig.

    freue dich wenn die Bienen fleissig sind.

    Lagerfähige leere Honigräume erlauben es dem Imker trachtgemäß schnell den Bienen Lagerraum zur Verfügung zur stellen. Wenn die erst MW oder Naturbau ausbauen müssen, kommt bei wechselnden Wetter im Frühjahr kaum Überschuß zu stande.

    Da bebrütete und mit Pollen versetzte Waben das Lieblingsfutter der Wachsmotten sind, erledigt sich das Problem in der Regel von allein.

    Beim Entdeckeln machen stark bebrütete Waben durch die Chitinschichten wenig Freude und beanspruchen mehr die Handegelenke.

    Bei manchen Betriebsweisen wie angepasstem Brutraum und flachen HR-Zargen kommte es weniger zu bebrüteten Honigwaben, aber auch dort kommen gelegentlich Weiseln in den HR. Und im Spätsommer, wenn die Brutbereiche reduziert werden, werden auch die schwarzen DD-Brutwaben zur Zwischen- und Endlagerung von Honig genutzt.

    Und es ärgert DD-Imker das sie oftmals mangels Schleuder diesen Honig nicht bzw nur mit Umtragungsverlust bekommen.


    Bei mehrzargigen Bruträumen bzw einheitlichem Wabenmaß kommt es durch die Mischung von Futter/Pollen und Brut sowie Methoden wie Demarre, Zwischenableger oder weil man es einfach kann, öfter vor.