• Jetzt die versprochene Meldung aus der Kyritz-Ruppiner-Heide: Ich war gestern Abend dort und habe meine Völker abgeholt. So wie es Frank Osterloh vorgeschlagen hat, mit Honigraum und in der Dunkelheit alle auf den Hänger....

    Die Heide war in der Tat fast völlig verblüht, nur einzelne Pflanzen hatten noch ein paar Triebe mit wenigen Blüten. Die Völker waren schon um 19:00 Uhr ohne Flugbetrieb, dafür haben sie eigentlich alles sehr sehr gut nach Heide-Honig geduftet. Die Gewichte waren unterschiedlich: viele relativ leicht, einige schön schwer. Manche Honigräume waren - durch die Folie betrachtet - gut belaufen, Dinge allerdings auch richtig leer.
    Nun stehen sie am Heimatstand und ich werde nachher anfangen, die ersten Fluchten einzuschieben und auch mal in die Bruträume nach der Brut und verstecktem Heidehonig schauen.

    Es habe also Tracht, aber wirklich nicht so üppig, wäre meine erste Schätzung.


    Vom Stippen und Schleudern werde ich dann auch berichten - mal sehen, ob das dann Lust oder Frust ist!


    Viele Grüße und gute Ernten

    Frank

  • Jetzt die versprochene Meldung aus der Kyritz-Ruppiner-Heide: Ich war gestern Abend dort und habe meine Völker abgeholt. So wie es Frank Osterloh vorgeschlagen hat, mit Honigraum und in der Dunkelheit alle auf den Hänger....


    Viele Grüße und gute Ernten

    Frank

    Hallo Frank,

    hast Du wie ich vorschlug die Fluglöcher offen gelassen ? Klappt

    super, oder ?


    LG

    Frank

  • Hallo Frank,


    das hatte im Großen und Ganzen gut geklappt. Natürlich gab es auch wieder einen Ausreißer, da hat es dann der Smoker und ein Keil gerichtet...

    Und ich werde mir doch mal etwas Licht mit Akku besorgen, wurde natürlich doch länger und immer dunkler. Und die Heide ist natürlich nicht sehr eben.
    Und ich muss wohl doch mal für Hebe- und Fahrtechnik sparen: Beim Abladen waren plötzlich alle Beuten schwer. :)

    Danke für die Tipps!

  • Naffnaff , als ich Deinem Beitrag geleSen habe, dachte ich mir, dann doch lieber nicht in die Heide. Mein Vater war Imkermeister im Magdeburg und wanderte schon vor 90 Jahren in die Heide. Ich bin Jahrgang 1953 und kann mich noch gut erinnern wir wie den Heidehonig mit Handstipper und Vierwabenschlueder mit Handbetrieb in der Waschküche geschleudert haben. Das ging problemlos.

    Hallo Georgie!


    Wichtig: Das ist meine praktizierte Betriebsweise. Sie muss nicht überall gleich stimmig sein. Das Stippen der Waben dauert nur sehr lange und auch das Schleudern dauert bei mir - Handschleuder, $ Rähmchen maximal eben seine Zeit. irgendwann habe ich mit anderen Imkern aus der Heide gesprochen, die alles durchpressen. Das habe ich dann auch versucht und für stimmig befunden. Andere Imker sind mit Stippen und Schleudern glücklich. So bunt ist die Imkerei.


    Davon ab: Freitag letzte Woche alles zurück. Sehr ergiebig dieses Jahr. Rund 15 - 20 Kilo Heidehonig pro Volk. Viel Pollen, alle Immer komplett wieder in Brutlaune und glücklicherweise alles in der ersten Zarge - Brutnest wurde dort komplett hineingedrückt. Perfekt. Völker sind bereits abgeerntet, und werden gerade aufgefüttert. Donnerstag die erste Behandlung und Austausch der Königinnen.

  • Morgen holt der Sohn seine letzten Völker aus der Heide.

    Bis gestern gab es da Zunahmen, heute erstmals Nullnummer.

    Die Völker haben laut Waage ordentlich Gewicht.

    Bereits abgeerntete Völker anderer Stände hatten viel

    unbelasteten Heidepollen, überschaubaren Varroadruck und

    und schöne Brutflächen auf 4-9 Waben.

  • Hallo zusammen!

    Davon ab: Freitag letzte Woche alles zurück. Sehr ergiebig dieses Jahr. Rund 15 - 20 Kilo Heidehonig pro Volk. Viel Pollen, alle Immer komplett wieder in Brutlaune und glücklicherweise alles in der ersten Zarge - Brutnest wurde dort komplett hineingedrückt. Perfekt.

    Wir haben heute unsere Völker aus der Heide geholt. Der Rücken sagt das es sich gelohnt hat.

    Dann auch mal mein Resümee:


    Der Ertrag ist bei mir ich sage mal mäßig - aber ich vergleiche halt auch mit letztem Jahr und da waren die aufgesetzten Honigräume voll, da war ich gar nicht im Brutraum nachschauen. Diesmal ein drittel des Ertags bei doppelt so vielen Völkern, so ungefähr.

    Dafür viel Pollen, ganz nass und dunkel - selten solche Pollenflächen gesehen, in allen Völkern. Alle haben noch gut Brut auf 4 bis 6 Waben und wirken jetzt nicht gerade abgeflogen. Der Honig ist bei den meisten in der unteren Brutzarge gelandet, nur ein Fünftel hat auch im Honigraum eingelagert. Dort übrigens oft kreisförmig von der Mitte aus... ich bin also halb-zufrieden: Es war wie immer schön und daher gut, aber den Sprit und die Zeit bekomme ich wohl nicht so ganz entlohnt. Es dürfte mal wieder etwas feuchtere Jahre geben, diese Jahr hatte ich echte Probleme in allen Trachten - außer bei der Linde!

    Behandlung läuft, dann kommt die Auffütterung, das Wetter soll ja noch etwas passend sein.


    Ich bin nächstes Jahr wieder dabei, mal sehen, ob dann mit einer motorisierten Ladehilfe - da habe ich schon Lust bekommen. Alleine die Zeitersparnis, die wachsenden Völkerzahlen machen da eine

    Rationalisierung nicht nur wünschenswert, sondern notwendig und auch sehr lohnend.


    Und noch einmal ein "Danke" an Alle für die vielen Informationen, das geteilte und geballte Wissen und die Hilfestellungen!