• Hallo Jörg,

    [...] und dabei schon mal den Ertrag geschätzt, zwischen 15 und 25kg. Die Ableger haben alle eine Zarge mit 6 DNM gefüllt und verdeckelt, also 10-12kg. Damit kann man mehr als zufrieden sein, gibt es nicht jedes Jahr, natürlich geht auch mehr.

    [...]Die hier im Forum mehrfach geäußerte Ansicht „Vermehrung geht zu Lasten des Ertrages“ teile ich nicht.

    das klingt doch gut - viel Spaß beim Schwitzen, Stippen, Schleudern und Schimpfen! ;)

    Wie 2019 als doch eine "besser-als-erwartet"-Ernte. Ich hatte mal einem Volk leere Rähmchen in einer Halbzarge aufgesetzt, ich bin mal gespannt, ob was drinnen ist und wie wirr. Zu ersten Kontrolle nach 14 Tagen war da nicht mal eine Spur von Ausbau zu sehen.


    Meine frühen Ableger habe sich in diesem Jahr dank des permanenten Flugwetters bis Ende Juli auch sehr gut entwickelt, unterstützt hatte ich nur mit ein paar restlichen Futterwaben. Schon in der Linde haben die Honig geliefert - und sind jetzt mit in der Heide!

    Erfreut war ich letztes Jahr, wie gut die Völker nach der Heide aussahen. Bis auf die wenigen, älteren Völker, die gar keine Königin hatten - gab es auch an andern Ständen - gab es noch gut Brut und eine ordentliche Volksstärke. Einfüttern und zum Teil noch das Ausbauen der Futterwaben ging ohne Probleme wie auch die Auswinterung.



  • Honigräume bleiben drauf und Fluglöcher auf (Oberlüftung braucht es dann auch nicht). Jeweils vor dem aufladen zwei gute Rauchstöße ins Flugloch und dann ab dafür in die Nacht (keinen Tankstopp auf beleuchteter Tankstelle einlegen).

    Bei Regen funktioniert das auch problemlos am Tag.

    Das wäre die einfachste und schnellste Variante... Danke!

    Und vor allem auch eine recht Temperaturunabhängige !

    Gute Aussichten für weitere Zunahmen bei steigenden Temperaturen bestehen nach den Niederschlägen nun bei der noch spät blühenden jungen Heide (wenn vorhanden).


    LG

    Frank

  • Moin!


    Nee, das wird mir dann zu knapp. Einiges blüht noch - aber der Großteil ist in meinem Teil der Heide abgeblüht. Ich hole die Völker am WE ab und dann geht's separat auf einen anderen Platz, wo ich dann abernte und die Völker auf vorbereitetes Material umsetze und abschlage. Ansonsten marodieren die mir hier wieder alle anderen Völker in Grund und Boden - außerdem habe ich zwei Völker mit hohen Varroafallzahlen dabei. Das muss ich dann nochmal genauer beobachten und entsprechend spät behandeln. Meine Völker werden nach der Heidetracht so oder so vereinigt. Sonst starten die im Frühjahr nicht mehr.


    Der Ertrag ist unterschiedlich aber gut. Werden dann wieder ein paar Tage mit viel Arbeit und Gefluche werden. Ich stippe nicht, sondern presse alles im warmen Gästebad aus. Da kriege ich schon beim Feinsieben jedes Mal die Krise :-).

  • Hallo an die andern "Heiden" hier...

    Der Ertrag ist unterschiedlich aber gut. Werden dann wieder ein paar Tage mit viel Arbeit und Gefluche werden. Ich stippe nicht, sondern presse alles im warmen Gästebad aus. Da kriege ich schon beim Feinsieben jedes Mal die Krise :-).

    Erzähl doch mal.... Wie und unter welchen Bedingungen!


    Einen Entdeckelungwachsschmeler habe ich letztes Jahr eigens dafür gekauft und getestet, aber erst etwas später. War ein voller Reinfall, teuer (das Gerät ist schon gut, aber bei mir nicht dafür) und hat mir 30 Kilo Heidehonig versaut: Die Temperatur muss recht hoch sein, die Pampe fällt als ein Brei nach unten, der sich nicht trennt und überall vertrocknet der gute Honig an den Rähmchen. Abkratzen ist schwer möglich, die Pampe ein einziges Gemisch auch Wachstropfen und Heidebrei und nicht mal ansatzweise siebbar. Bei mir!

    Allerdings war der Honig da auch richtig trocken....


    Mal sehen, ob ich da wenigstens mal Met draus mache oder ihn nur noch verfüttern kann.

  • Danke für die "Wasserstandsmeldungen" - wenn ich heute noch den Zugang zum Sperrgelände für morgen Abend organisieren kann, wandere ich auch morgen in der Kyritz-Ruppiner Heider ab.


    Sonntag kommt dann der HR runter, ggf brutfreie Waben aus dem BR raus und der erste Futterstoß, im Laufe der Woche dann die Behandlung.


    Vielen Dank für den Clip - im Netz hatte ich bisher nur die Herstellervideos gefunden - das ist ja beeindruckend! Nun habe ich den nächsten großen Wunsch auf der Liste...

  • Will ich wissen was sowas kostet oder fange ich dann erst an zu weinen,

    um danach das Schweißgerät an zu werfen :S

    Kostet natürlich Geld, aber wie gesagt was kostet ein Rücken, und man will sich ja

    auch nicht mit Basteleien oder mieser Qualität rumägern.


    Liegt bei rund 4000,-€ in dieser Version, ist keine Spielerei sondern echte deutsche

    Industriequalität. Die Fa. Expresso ist einer der weltweit führenden Hersteller für

    Transportkarren. Hauptkunden DHL, CocaCola, VW, Hermes uvm.


    Die Karre gibt es in unterschiedlichen Optionen (autom. Neigungsausgleich,

    Liftfunktion, unterschdl. Achspositionen u. Breiten z.T. mit entsprechenden

    Preisaufschlägen).

  • Hallo an die andern "Heiden" hier...

    Erzähl doch mal.... Wie und unter welchen Bedingungen!


    Heide mache ich erst seit wenigen Jahren überhaupt. Und die ersten Jahren waren Le(h)erjahre. Da kam unterm Strich außer viel Arbeit nicht viel herum. Aber es ist ein Hobby.


    Stippen lohnt sich meines erachtens nur bei wenigen Völkern und dann sitzt man da lange dran. Der Honig ist sehr zäh und fließt nicht mal anständig aus der Schleuder.


    Was sich bei mir als gut bewährt hat: Honigräume landen in der Zarge erstmal im Gästebad bei einer Raumtemperatur von 30 Grad. Wenigstens drei, vier Tage. Ich habe keinen Wärmeschrank, daher diese Variante.


    Die Völker flöhe ich einzeln durch. Jeder Klecks Honig wird ausgeschnitten und kommt in eine Bienendichte Kiste/Hobbock. Das Überwintern auf Heide kann klappen, aber meine haben dann regelmäßig die Kisten vollgemacht mit den entsprechenden Folgen. Kleine Brutflächen wandern in den Schmelzer, größere bleiben im Rähmchen und in eine Zarge. Die Bienen setze ich in vorbereitete Zargen: Unten leere ausgebaute Rähmchen, darüber eine Zarge mit Winterfutter, die ich von den Bienen am Heimatstand habe volltragen lassen = zwei Zargen. Darüber eine Leerzarge und dann werden die Bienen dort reingefegt. Alte Kö dann gleich abgedrückt und durch eine neue aus diesem Jahr im Ausfresskäfig ersetzt. Zwei Heidevölker ergeben mit etwas Glück ein neues. Viele Bienen sind über den Zenit und gehen die Wochen darauf ein. Das reduziert sich jedes Mal ziemlich gewaltig. Schlüpfende Brut kommt über die Leerzarge mit Absperrgitter. Alles andere mit Honig in die Kisten rein und ab ins Gästebad. Wenn früh aus der Heide wird noch ein Rest aufgefütttert. Ansonsten werden die Bienen mit OX oder MS am Folgetag einmal Sprühbehandelt. Wenn die andere Brut dazukommt, gleiches Spiel oder eben OX-Verdampfen. AS hat sich bei den tiefen Temperaturen in den letzten Jahren als kontraproduktiv erwiesen. Vor allem, weil die Immen nach der Saison eh schon malade sind. Und die Kö sind mir dabei auch regelmäßig drauf gegangen.


    Die Bienen aus der Heide kommen nicht an meinen Heimatstand. Die sind so eingeflogen und auf Tracht aus, dass die jedes andere Volk ruckzuck belagern und räubern. Außerdem herrscht beim Ernten jedes mal Mord und Totschlag - irgendwie habe ich da noch keinen eleganten Workarround gefunden. Sobald ein Kiste auf ist und die Rähmchen "sortiert" werden, gibt's ordentlich auf die 12 - für alle Beteiligten. Die finden jedes Loch im Anzug ;-). Erst nach vier Wochen und kühlen Temperaturen siedeln sie letzmalig um in meinen Garten. Die Nachbarn sind auch erfreut darüber. ;-)



    Den Heidehonig presse ich mit so einer rustikalten kleinen Presse aus Slowenien. Noname. Seihtuch rein, geschnittene Honigwaben rein, pressen, warten, pressen, pressen, warten, pressen, warten. Dauert lange - ist alles superzäh. Ich kriege nicht alles aus den Honigwaben raus. Ganz klar. Ein Rest bleibt - Wachsgemisch schmelze ich allerdings ein. Aber 4000 Euro für ein Profigerät übersteigen die Ausgaben fürs Hobby deutlich. Bei vier bis sechs Völkern sitze ich so ein, zwei Wochen jeden Abend drei, vier Stunden. Ertrag meist so um die 15 Kilo pro Volk. Mal mehr, mal weniger.


    Beim Schleudern war mir das ganze zu langatmig um damit einen Erfolg zu haben. Der Honig ist sehr zäh und kommt kaum aus der Schleuder raus. Und wenn, dann verstopft er ruckzuck die Siebe. Außerdem ist das ein irres Gematsche mit dem Stippen. Dann lieber einmal schnibbeln und und die Honigwaben entsprechend pressen. Außerdem wird er beim Pressen dunkler, wenn viel Pollen dabei geht es in Richtung lila. Beim Schleudern ist er sandfarben. Schmeckt auch nach Heide, aber die Kundschaft fragt immer ob das so richtig ist. Sogar soweit, dass ich im ersten Jahr freiwillig eine Analyse in Celle habe machen lassen, weil zwei Kunden Raps (!!!!) vermuteten. Ist mir zwar auch noch nie vorgekommen, aber Kunde hat immer Recht :-)

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  • Naffnaff , als ich Deinem Beitrag geleSen habe, dachte ich mir, dann doch lieber nicht in die Heide. Mein Vater war Imkermeister im Magdeburg und wanderte schon vor 90 Jahren in die Heide. Ich bin Jahrgang 1953 und kann mich noch gut erinnern wir wie den Heidehonig mit Handstipper und Vierwabenschlueder mit Handbetrieb in der Waschküche geschleudert haben. Das ging problemlos. Ich selbst habe ab meinem 16. Lebensjahr die Imkerei mit 60 Völker in HBB Normbeute 52 übernommen. Nach dem Abschluss meines Ingenieurstidiums 1976 habe ich noch 10 Völker als Hobby bis 1992 bewirtschaftet. Ich bin jedes Jahr in die Heide gewandert. Die Technik hatte sich in der Zeit von 1930 bis 1992 nicht geändert, außer das die Schleuder einen elektrischen Antrieb erhielt. Dann lies die berufliche Situation keine Nebenbeschäftigung mehr zu. Mit dem Eintritt in den Ruhestand vor 3 Jahren imkere ich wieder in der DNM Einfachbeute. Im Juli mache ich eine TBE mit Beginn der Winterlinde. Die Brutableger behandele ich mit AS, die Fluglinge nicht. Ich imkere mir einem BR. In die Heide nehme ich die Ableger mit 1BR 6 DNM und einem HR 6 DNM mit. Die WV erhalten je nach Volkstärke 1-2 HR 10 DNM. Nach Trachtende räume ich in der Heide die HR ab und verstaue die Honigwaben in Plastikboxen. Die Völker erhalten am Heimatstand verdeckelte Futterwaben die am Heimatstand vorproziert habe