Bienen auf Unije

  • Guten Morgen, alle miteinander.


    Im Deutschen Bienen-Journal (die blaue Zeitung), die ja immer ein paar Tagen vor 'der gelben Zeitung' kommt, war ein Bericht über das Bienenüberlebens-Camp in Unije. Von ursprünglich 117 Völkern aus 14 verschiedenen Abstammungen im Mai 2000 hat ein (1) Volk bis Frühjahr 2003 überlebt. Dieses eine war laut Bericht gesund und vital - und "eine Mellifera-Kreuzung" aus Toulouse.
    Damit endet die Information über den Überlebenskünstler, und man wird jetzt auf Unije ein Carnica-Reinzuchtbelegstelle einrichten!? :roll: Dieses Volk hat wohl das falsche Parteibuch.


    Hat jemand von Euch mehr Informationen über die Bienen aus Toulouse? Vielleicht ist in den Bienenzeitschriften aus 2000 mehr zu den Abstammungen berichtet worden, wir haben leider diese Jahrgänge nicht.


    Sonnige Grüße aus dem Rheinland,


    Hedwig

  • Hi Hedwig,
    im "Spiegel" vom Montag war ein Bericht von und über Büchler und Undije drin. Auch für Laien sehr interessant gechrieben. (Das ist das Magazin, das jeden Montag erscheint, Hedwig :wink: )
    Übrigens werden die "Toulouse-Bienen" nicht vergessen.Es war leider nicht möglich, dieses Volk irgend einer Abstammung zuzuordnen, lt. Büchler.
    Und:
    Das Einrichten der Belegstelle war in Kooperation mit den dortigen Imkerfreunden schon länger beschlossen. Und die wollen "vor ihrer Haustür" auch ein Mitspracherecht.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Hedwig,


    die eigentlichen Sieger im Überlebestest auf Unije ist offensichtlich die Mellifera aus Frankreich. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Intermissa und Melifera, also eigentlich eine echte Dunkle. Diese Bienen werden laut Aussage des Züchters seit sechs Jahren ohne Behandlung gehalten.


    Das mit der Carnica-Reinzuchtbelegstelle hat mir auch gleich sauer aufgestossen. Da hat wohl Pechhacker wieder die Keule rausgeholt. Ich verstehe es nicht! Da hat die ACA in Österreich zwei Hochgebirgsbelegstellen zur Varroatoleranzzucht zur Verfügung und nun "blockieren" sie weitere Tests auf Unije durch diesen Schachzug. Absolut unverständlich!!


    Die Bienen aus Toulouse sind übrigens seit 1999 bei den Bieneninstituten bekannt. Nur geredet wird darüber halt nix, weil eben nicht sein kann, as nicht sein darf. Es wundert mich überhaupt, dass mit der Primorski überhaupt begonnen wurde. Stefan Berg aus Kirchhain ist hält diese übrigens für die einzige westliche Honigbiene, mit der eine Varroatoleranz erreicht werden kann.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space