10 Völker umweiseln

  • Hallo, hier kann man schön sehen, was mit kleinen krüppelchen Ablegern im Oktober gemacht wird. Ganz wichtig ist, dass keine Königin raus gefangen wird, das ist dann viel spannender.....

    Bis bald

    Marcus, der so kleine Ableger nur aus Kielern im Juli kennt......

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • [...]

    Ich bin deshalb auf OX Sprühen umgestiegen.

    1x Milchsäure reicht vermutlich nur wenn der Ableger schon mit sehr wenigen Milben gebildet wird.

    Die letzten Jahre hatten wir mit Thymolprodukten gearbeitet, dieses Jahr sind wir erstmalig auf Ameisensäure umgestiegen. Bei fünf Völkern AS-Test Durchgang 1 ca. 14 Tage, parallel behandelten wir die drei anderen Völker weiter mit Thymovar für 21 Tage. Bei letzterem fiel nicht besonders viel an Milben. Durchgang 2 dann komplett alle 8 Wirtschaftsvölker mit AS (Zeitlicher Abstand wurde beachtet, Auffütterung erfolgte in der Behandlungspause). Bei den Thymovar-Erstbehandelten fielen jetzt sehr viele Milben. Vielleicht wirkte das Thymovar-Mittel nicht so gut wie die Jahre davor, und daher war die Ausgangs-Milbenlast jetzt im daraus gebildeten Jungvolk vielleicht höher. Auf jeden Fall hoffe ich, dass das jetzt passt und bei den WV die OX Träufelbehandlung im Dezember den Rest besorgt. Ich habe ebenfalls geplant, bei den Jungvölkern auf Oxalsäuresprühbesprühung umzustellen, weil 1. Wirksamkeit deutlich höher ist und 2. der Arbeitsaufwand bei im kommenden Jahr zu bildenden Ablegern sowie bei der geplanten TBE im Spätsommer hier deutlich geringer ist, wenn man jedes Rähmchen nur ein Mal in die Hand nehmen muss.

    Jetzt warten wir wie gesagt die zwei Wochen bei den beiden Wirtschaftsvölkern mit frisch zugesetzter Königin ab und in 3 Tagen wird das Jungvolk besprüht, und dann ist hoffentlich alles ok. Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • Ich hatte die Marshmellos auch mal nach einer Aumeier Bedudelung ausprobiert. Normaler Futterteig kann verlaufen und die Königin oder Begleitbienen verkleben (war nicht schön). Die Ausfresszeit der Marshmellos war mir jedoch viel zu lang, so dass ich die dann immer aus dem Käfig befreien musste. Das ist auch nicht der Sinn der Sache...
    Jetzt nehme ich übrig gebliebenen trockenen Futterteig aus den Begattungskästchen.
    Kurz kneten und dann ab in den Käfig. Schön trocken, formbar, klebt nicht am Schieber.

    Anmerkung: Belgosuc Futterteig trocknet schneller aus als Apifonda
    Hatte da in den Begattungskästchen richtig Probleme mit. Die Wespen haben sich dem Problem dann dankend angenommen und die rausgestellten Reste pikobello aus den Füttereren rausgeknabbert. Bienen hatten sich für die trockenen Reste nicht interessiert.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Hallo, hier kann man schön sehen, was mit kleinen krüppelchen Ablegern im Oktober gemacht wird. [...]Marcus, der so kleine Ableger nur aus Kielern im Juli kennt......

    Danke, das Video kannte ich schon, demnach sollte bei den JV nicht jetzt, sondern idealerweise erst Mitte Oktober aufgelöst werden, weil zwei Königinnen zwischendurch mehr Winterbienen machen als eine.

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    Wenn man einzargig überwintern möchte, würde wenn ich das richtig verstanden habe, zu dieser Zeit auch einfaches dazuhängen funktionieren, ohne die Kö. herauszusuchen?

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    Dass die Jungvölker im Oktober auf nur drei Rähmchen sitzen, liegt wohl an der Methodik, wie schon u.a. von rase kritisch angemerkt wurde, weil die paar Bienen des "Ein Waben Krüppels" es zunächst oft nicht schaffen würden, eine Königinnen-Larve ausreichend gut zu versorgen, oft würde auch eine schon ein-zwei Tage alte Larve ausgewählt. Dann würde im Nachgang oft umgeweiselt werden, wenn die Bienen merken, dass die erste erschaffene Königin nicht gut genug sei.

    All das kostet viel Zeit und Volksstärke, die nach hinten raus fehlt - aus diesem Grund nehmen wir ab kommenden Jahr die Sammelbrutableger-Methode und setzen die dann gut gepflegten Jungköniginnen zu den dann gebildeten Ein-Waben-Ablegern, die kann dann nach der Begattung voll loslegen können, ohne dieses Hickhack. Erfahrungen sammeln ;)

    Viele Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • weil zwei Königinnen zwischendurch mehr Winterbienen machen als eine.

    Hallo, das ist ein gewagte Theorie, die sich im ersten Moment auch sehr verlockend anhört. Wenn die Königin vollwertig ist, was hindert sie denn daran mehr Eier zu legen ? Es ist das fehlen der Mannschaft. Irgendwo habe ich gelesen, dass eine Arbeiterin nur 4 oder waren es 6? Eier, Maden pflegen kann.

    Bei dieser sagen wir mal nicht Krüppelchenbetriebsweise, sondern eher Minimalprinzipbetriebsweise, fehlt es einfach an Pflegebienen um aus dem Quark zu kommen. Was dabei raus kommt, zeigt sie ja anschaulich. Hätte sie die Völker im Juli zusammengelegt, hätte sie im Frühjahr ein stärkeres Volk, als wenn sie es erst im Oktober macht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Bei dieser sagen wir mal nicht Krüppelchenbetriebsweise, sondern eher Minimalprinzipbetriebsweise,

    Doch! Nennen wir es so, wie es ist:

    Zitat

    Krüppelchenbetriebsweise

    Weil genau das ist es. Erst der Tritt in die Eier, eine Handvoll Bienen in Panik nachschaffen zu lassen, und dann eine komplette Saison Mangelwirtschaft, um dann mit der besseren von zwei, drei, acht schlechten Königinnen in den Winter zu gehen. Ohne fette Winterbienen, weil bis zum letzten Tag versucht wird, gegen das Elend anzubrüten. Das ist nichts, was man irgendwie empfehlen könnten.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • zu o.g. Pias YT: von nix kommt nix

    wat soll dieses 3 Waben mickerchen im Oktober, was Ende August nicht auf 2-3 Waben brütet bzw 4-5 sitzt, kann man behandelt vereinigen.

    Ende Oktober sind die Sommerbienen weg, da sieht man das Ergebnis von zuwenig Bienen für die Brutpflege im August/September, ohne Bienen nutzt die beste Königin nix.


    Pia Aumeier : ... mit 2/3 Wahrscheinlichkeit setzt sich die Weisel vom aufgesetzten Ableger durch !

    entgegen der These- wer das Flugloch beherrscht...

    Ich setze auch auf, entferne aber ungeliebte Weiseln bzw. die Drohnenbrut.


    Wie Marcus oben bemerkt- So sehen die Ableger aus, die man im September aus 1-2 Kielern zusammenstellt- 2 DNM Waben mit je 4 BW aus den Kielern +2 FuWaben+ 1-2 Leerwaben, wenn noch Platz im Ablegerkasten oder halbierter Zarge. Unter Flüssigfutter werden die Brutwaben noch geschlossen. Und die brüten dann noch solange es geht. Und Überwintern im Block als Weisel Reserve.

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  • Doch! Nennen wir es so, wie es ist:

    dann wird mir wieder Piabashing vorgeworfen......

    Pia Aumeier : ... mit 2/3 Wahrscheinlichkeit setzt sich die Weisel vom aufgesetzten Ableger durch !

    finde das auch gewagt. Was ist wenn es wirklich zu einem Königinnenkampf kommt, ob die überlebende dann noch top fit ist? Aber bei dieser Betriebsweise ist es ja nicht so entscheidend welche Königin sich durchsetzt, die sind ja alle top.....außer sie ist älter als 1,5 Jahre, dann sofort weg.

    ?

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Marcus Göbel ()

  • Funktioniert das auch mit a) buckelbrütigen Völkern b) drohnenbrütiger Königin c) einem weiselrichtigen Ableger obendrauf statt einer Königin reinzuhängen?

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré klassisch, aktuell 6 Völker

  • Hallo, ich wollte mich nochmal bzgl. des umgeweiselten Jungvolkes melden. Die junge, neue Königin (=die ehemalig ungewünschte aus dem nachschaffendem Wirtschaftsvolk) war nicht mehr aufzufinden, daher haben wir das Völkchen Varroabehandelt und dann habe ich es aufgelöst/abgefegt. Es war wohl inzwischen doch Drohnenbrütigkeit gegeben, darum in 20m Entfernung, die Bienen haben sich dann bei Nachbarvölkern eingebettelt, die mit verkrüppelten Flügeln blieben zurück. War kein gutes Gefühl, zumal die Bienen sehr ruhig waren und man gut mit ihnen arbeiten konnte.


    Ich hatte zuvor die von Luffi beschriebene Filter-Methode angewendet, Brutraum zur Seite, auf den Boden eine Leerzarge hingestellt, Bienen da hineingefegt, ASG drauf, (wir haben jetzt noch die vorhandene Drohnenbrut rausgeschnitten, und wegen des offenen Bodens, um Räuberei zu vermeiden, etwas Plastikfolie unter die Honig-leckenden Stellen gelegt, dass das im Volk bleibt), die (Futter)Rähmchen waren dann brutfrei und bienenleer, diese dann übers ASG auf die zweite Zarge gehängt, Deckel drauf. Paar Stunden gewartet, die Arbeiterinnen waren dann komplett nach oben gekrabbelt (obwohl keine Königin und keine Brut mehr da waren), haben schon Bauketten an den ausgeschnittenen Stellen gebildet. Unter dem ASG in der Leerzarge haben sich die Drohnen gesammelt, diese habe ich dann auf den innen weißen Deckel abgeschüttelt und nochmals nach der Königin durchsucht, leider ohne Erfolg. (Währenddessen eine durchsichtige Abdeckhaube auf den Brutraum und ASG vor den Eingang geschnallt, damit die Bienen nicht raus, sondern nach oben krabbeln und damit die Drohnen nicht dazukommen). Dann nochmals oben alles durchsucht, auch hier leider keine Königin gefunden. Also, die Methode funktioniert offenbar auch unter den Bedingungen der Brutfreiheit und ohne Königin.


    Kann ich etwas daraus lernen, um so etwas zukünftig zu vermeiden? Wie bereits geschrieben, werden wir nächstes Jahr Sammelbrutableger zur Königinnenzucht verwenden und die Ableger direkt mit den Königinnen ausstatten. Denn in dieser Konstellation ist es möglicherweise so gelaufen: Die Ein-Waben-Ableger-Bienen (gebildet 10. Juni) haben sich irgendeine Königin aus einer älteren Larve gezogen, dann haben wir nach drei Wochen mit Milchsäure eingesprüht, dann ist es schon 1. Juli, dann geht es mit dem Eierlegen los, dann sind die Bienen mit der Königin unzufrieden und weiseln um, dann ist es schon fast Ende Juli, dann muss die neue Königin noch begattet sein, das funktioniert dann vielleicht nicht sehr gut, weil nicht mehr genug Drohnen da sind, oder eine Meise schnappt sich die Königin und man ist wieder am Anfang usw, d.h. es wird vielleicht schon Mitte Juli/ Anfang August, bevor dann die Volksentwicklung starten soll, und dann kommt da nicht mehr viel bei rum von wegen Volksstärke aufbauen und winterfertig machen... war auch letztes Jahr schon bei uns so gelaufen, dass 1/3 gute Völkchen wurden und 2/3 relativ klein geblieben waren und erst dieses Jahr zur Sommertracht richtig durchgestartet sind. Nur ein paar Gedanken dazu -


    schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • Hallo!


    Das funktioniert auch bei brutfreien Völkern. Auch in einem Miniplus wenn man ein ASG hat. Vor allem wenn man nicht sicher ist, ob jetzt eine Königin im Volk ist, wenn man zur Belegstelle will. Ich suche mir keinen Wolf dabei...

    Also auch ohne Brut ist es oben wärmer und es gibt Futter. Das zieht auch an.


    Drohnenbrütige Völker geht aber damit nicht sanieren. Das Drohnenmütterchen kommt ja durch das ASG.

    Da ist das Abkehren vor ein starkes Wirtschaftsvolk mit vielen Bienen als Schutz für die Stockregentin das beste. Wenn ich mir da im übrigen nicht ganz sicher bin, ob nicht doch ne Königin bei dem abzukehrenden Volk drin ist, dann mache ich noch ein ASG vor das starke Volk. Da fange ich dann eine eventuelle unbegattete Jungkönigin auch ab.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Alte raus, sofort neue im Käfig rein. Lasche vorher ausbrechen und mit einem Streichholz ein Kanal durch den Zucker bohren.

    Hallo, wollte nochmal ne kurze Rückmeldung geben: Habs genau so gemacht bei drei Völkern, hat gut funktioniert! Etwas Glück dabei - ein Volk hatte nachgeschafft (aber beide Königinnen waren auf einer Wabe zu sehen) Insofern bleibe ich beim Umweiseln weiter bei der Methode, bisher 100% erfolgreich ;-) Danke rase