10 Völker umweiseln

  • Das setzt vorraus, dass der Thorax durchpasst...

    Wenn das ASG ok ist, dann passt auch eine Jungkönigin da nicht durch. Eine Notkönigin wirklich nur ausnahmsweise...

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Sieben eines Volkes:

    [...]

    Moin Luffi, danke für die erstklassige Beschreibung!


    Es hat heute (vorläufig) glücklicherweise alles so geklappt, wie erhofft: Die Königin wider Erwarten recht schnell gefunden, mit ein paar Begleiterinnen in einen Zusetzkäfig gegeben, dann einige Stunden auf die Post mit der neuen Königin gewartet, diese dann mit Zahnstocher-Loch im Zuckerteig im Zusetzkäfig eingehängt. Jetzt warten wir erstmal zwei Wochen oder so und schauen dann nach, ob Stifte da sind, dann ist hoffentlich alles gut.


    Dann mit der "unerwünschten" Dame zu einem kleinen 3km entfernten Jungvolk gefahren, wo eine Königin war, die hauptsächlich Drohnenbrut anlegte (ich vermute mal eine Nachschaffungs-Königin, die dann nicht mehr richtig begattet worden war). Die rausgefangen und dann die mitgebrachte Dame im Zusetzkäfig mit Marshmello eingehängt. Denn vielleicht ist die "unerwünschte" Dame wider Erwarten doch gut begattet worden, dann wäre es eine Verbesserung.


    Nun ein anderes Problem, beim Einsetzen bemerkten wir, dass einige Bienenflügel und -Körper verkrüppelt waren. Offenbar ein Varroa-Schaden. Ableger-Erstellung war Ende Mai mit einer Wabe erfolgt, mit 1xMilchsäure einsprühen nach "Pia-Anleitung". Brut ist fast keine mehr vorhanden, nur etwas Drohnenbrut, die letzte Arbeiterinnenbrut ist vor wenigen Tagen oder heute geschlüpft. In wenigen Tagen werden die restlichen Drohnen geschlüpft sein.


    Dann ist ein brutfreies Fenster, in dem ich die Bienen dann mit Oxalsäure einsprühen würde, die ich heute noch bestelle... denn selbst wenn wir das Volk auflösen/Abfegen (was ich im Moment für deutlich am wahrscheinlichsten halte), möchte ich die Milbenlast in den daneben stehenden Jungvölkchen nicht erhöhen. Ich möchte aber die Möglichkeit offenhalten, dass die zugesetzte Königin wider Erwarten jetzt richtig Gas mit dem Eier legen geben könnte, und dass das Jungvölkchen dann vielleicht doch noch was wird. Schönen Abend noch -


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • Ableger-Erstellung war Ende Mai mit einer Wabe erfolgt, mit 1xMilchsäure einsprühen nach "Pia-Anleitung". Brut ist fast keine mehr vorhanden, nur etwas Drohnenbrut

    "Pia-Anleitungen" sind schon exakt zu befolgen.
    In ihren Anleitungen empfiehlt sie, die Ableger die nicht so proper sind im Herbst aufzulösen, nicht umzuweiseln.

    Wie soll dieser Ableger um diese Jahreszeit durchstarten?

    und dass das Jungvölkchen dann vielleicht doch noch was wird.

    Sorry, was soll das werden, außer Geigelei?


    Wenn sie brutfrei sind, mit Oxalsäure oder Milchsäure behandeln, dann auflösen.
    Kleine Brutreste nötigenfalls mit einer Gabel aufmachen, dann sind sie brutfrei =>behandeln, auflösen.

  • Danke für den Tipp mit dem Aufgabeln, das beschleunigt das ganze noch.

    Und ja, das Völkchen wird - wie schon geschrieben - sehr wahrscheinlich nach der Behandlung aufgelöst. Vorher möchte ich aber wissen, was für eine Königin es nun geworden ist - dafür reicht die Zeit denke ich noch. Vielleicht entpuppt sie sich inzwischen noch sinnvoll als Reservekönigin, falls bei einem weiteren Volk eine Weisel draufgeht, warum auch immer.


    rase - Ich hatte noch Marshmallos übrig, bis jetzt hatte ich damit noch keine Schwierigkeiten, die kamen bei mir allerdings auch erst 4-5 Mal in Einsatz und es sollte jetzt schnell gehen. Gab es bei dir schon Probleme damit?


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • rase - Ich hatte noch Marshmallos übrig, bis jetzt hatte ich damit noch keine Schwierigkeiten, die kamen bei mir allerdings auch erst 4-5 Mal in Einsatz und es sollte jetzt schnell gehen. Gab es bei dir schon Probleme damit?


    Schöne Grüße - Matthias

    Würde mich wundern, wenn der angesprochene Kollege die Dinger schon mal eingesetzt hätte. ;)

    Marshmallows bestehen zwar aus viel Zucker, aber auch aus Eischnee, Geliermittel und Aromastoffen.

    Was haben die letzten drei Zutaten bei den Bienen verloren?

  • Milchsäure sollte im Abstand von wenigen Tagen besser 2x gesprüht werden da die Wirksamkeit schlechter als bei OX ist.


    Ich habe letztes Jahr einen Kunstschwarm bei Erstellung nur 1x mit Milchsäure besprüht. Es war dann im Herbst am stärksten von meinen Völkern belastet und dieses Jahr war es im Grunde das einzige Volk mit nennenswerter Varroalast.


    Ich bin deshalb auf OX Sprühen umgestiegen.

    1x Milchsäure reicht vermutlich nur wenn der Ableger schon mit sehr wenigen Milben gebildet wird.

  • Was haben die letzten drei Zutaten bei den Bienen verloren?

    Seit wann stört Imker sowas? Da fällt mir aber noch so einiges andere ein. (Zeitungspapier, hochgiftige Holzimprägnierungen....)


    Die Marshmellos sind weniger temperaturempfindlich und kleben nicht wie Teufel (an der Außenhaut).

    Sie sind in der Tüte schon recht klein portioniert. Es gibt also schon Vorteile.


    Ich verwende sie aber trotzdem nicht. Fühlt sich irgendwie falsch an. Vielleicht aber auch nur, weil "man" das nicht macht.

  • Scheinbar stört es Imker nicht, sonst würde sich die "Erfindung" nicht so lange halten.

    Ich hab Futterteig für den Zusetzkäfig. Zeitungspapier fressen sie bei mir nicht.;)

    Man kann es bestimmt noch einfacher und billiger haben, als mit Marshmellows, nämlich mit den gefärbten Schaumzuckerportionen, die eingeschweisst auf den Karnevalszügen geschmissen werden, die wären dann portioniert auch noch für Umme.:rolleyes:

    Ma gucken, wann da einer drauf kommt.