Vergiftung gesamter Stand

  • Mal wieder.... 55 Ableger, alle mit frisch begatteten Königinnen, eine Serie aus Anfang Juni, eine aus Ende Juni. Alle über den Jordan, in dreien sind noch ein paar letzte Bienen zurückgeblieben. Trotz aufgesetzten Futtertrögen mit ca. zwei Litern Sirup (eine Woche vorher bereits zwei Kilo pro Volk gegeben) und Oxalsäurebehandlung im brutfreien Stadium wurde die Brut (offen und verdeckelt) zurückgelassen.

    Zunächst gab es einen offenen Krieg auf den Beuten (offensichtlich fanden die Bienen nicht mehr den richtigen Eingang). Unglaubliche Szenen, Bienenkneule überall.

    Dann-am Tag danach, die Toten bienen vor den Beuten, die Beuten natürlich auch teilweise voll mit toten Bienen. Was noch am leben war, ist planlos in den Wald geflogen, manchmal auch kleine Schwärme. Die versuchten dann manchmal, in eine andere Beute einzuziehen, oder wechselten alle 20 Minuten den Platz-bis sie sich aufgelöst hatten.

    Zwischendurch ist der Winzer noch mit seiner Giftspritze durch das durcheinander gefahren, um nebenan im Weinberg zu spritzen.....



    Würde gerne noch ein Video dazu mitgeben-aber wie macht man das hier?

  • https://www.lfl.bayern.de/ips/…enschutz/219010/index.php

    Ist zwar für Bayern sollte anderswo aber ähnlich sein


    Ich glaube du darfst von der rechtlichen Seite her nicht mal alleine Proben vom Weinberg nehmen, ebenso sind Proben ohne Zeugen nicht wirklich aussagekräftig.

    Pflanzenschutzdienst wäre hier wohl die richtige Ansprechstelle, die sollten wissen was sie tun und könnten auch Aufzeichnungen ect. kontrollieren, alternativ Polizei. Staatlicher Bienenfachberater könnte zur Schadensfeststellung o.ä. auch hilfreich sein.

    Und wie schon erwähnt: Schnellstmöglich

  • Wenn alles andere ausgeschlossen werden kann, mit dem Handy sofort die 110 wählen , das muss nun langsam rein in die Köpfe. Die Beamten sichern den Sachverhalt und man kann gleich seine Beobachtungen oder Vermutungen äußern. Müsste auch jetzt noch funktionieren. Protokollieren vorher ist vorteilhaft.

  • Ich habe Räuberei vermutet weil es bei meinen Ablegern vor wenigen Tagen aussah wie beschrieben und das war Räuberei. Mag sein, daß ich falsch liege. Aber sollte jemand, der so viele Ableger macht, also Vollprofi ist, nicht Weinberge meiden?

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, der weiß, daß Imkerei und Weinbau nicht zusammengehen

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Meine Hauptstand ist seit Jahren inmitten von Weinanbau. Null Probleme. Macht der Landwirt alles so, wie er es soll bzw. muss, dann gibt es da auch keine Probleme. Erst wenn da Fehler oder schlechte Absichten ins Spiel kommen kann sowas passieren.

  • TheOnly

    Was auch immer die Ursache gewesen sein mag: es muss schrecklich gewesen sein, das hilflos mit ansehen zu müssen.

    Wie schlimm es für die Bienen war/ist, können wir uns nur ausmalen.


    Halt die Ohren steif!

    Und uns auf dem Laufenden, bitte.