Honig rühren / Behältnis

  • Hallo Zusammen,


    gestern habe ich meinen ersten Honig geschleudert - was ein Erlebnis und tolles Ergebnis :-D Noch nicht viel aber immerhin *g*

    Ne kleine Frage zum rühren bzw. eher zum Behältnis. Im Forum habe ich klar die Empfehlung für Edelstahleimer gefunden wg. Mikroplatstik usw.


    Mal ganz praktikabel gefragt:

    Kann ich direkt in meinem Sieb und Abfüllkübel (35 ltr.) rühren? Oder eher nicht zu empfehlen? Wenn die Ernte mal größer ausfällt:

    Welche Eimergröße ist für Euch praktikabel? Ich habe über einen zusätzlichen Edelstahleimer mit 25 Ltr. nachgedacht, damit es nicht zu schwer wird. Oder sollte man in einen größeren Abfülleimer investieren, darin rühren? Wie habt Ihr Euch organisiert? Gibt es Empfehlungen?


    Danke für Euren Input.

    LG Marcus

    Blutiger Anfänger auf 12er Dadant mod. (Ries) mit Buckfast-Damen in der Hütte :love: :-)

  • In Edelstahlbehältern kann man problemlos rühren. Ich mache das auch.

    Der Honig kommt nach dem Schleudern in 50-kg-Edelstahlhobbocks mit Quetschhahn. Da drin wird er gerührt und dann direkt abgefüllt.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich rühre in Edelstahleimern und Abfüller sowie Siebkübel. Letzeres spart einmal umfüllen, aber muss dann sicher rechtzeitig abgefüllt werden, weil nochmal drin aufwärmen bei mit dann wegen den Maßen schwerer möglich ist

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Hallo Maazus,


    ich nehme zur Honiglagerung bisher immer 12,5kg-Plastikeimer. Wenn du das Mikroplastikproblem beim Rühren vermeiden willst, versuche so zu rühren, dass du nicht an Rand und Boden beim Rühren vorbeischabst. Ich nehme die Plastikeimer hauptsächlich deswegen, weil sich schonmal zwei Kindergärten an mich gewandt haben und Honig in Eimern haben wollten, um diesen mit den Kindern selber abzufüllen. Und dafür sind mir die Edelstahleimer zu teuer, als dass sie dann mal eben dort mysteriöserweise verschwinden. Genauso tausche ich mit anderen Imkern aus meinem Umkreis schonmal den ein oder anderen Eimer Honig.

    Ob du jetzt lieber deinen Honig in Edelstahl aufbewahren und rühren willst, kann dir keiner sagen. Ist halt ne persönliche Einstellung zu dem Thema. Mir persönlich sind sie im Moment zu teuer und sollten die Plastikeimer im oberen Bereich schon einige Dellen und Risse von zu häufiger Nutzung oder gelegentlichen außerplanmäßigen und ruckartigen Bodenberührungen haben, nutze ich sie im Folgejahr noch ne Weile zur Wachsrückgewinnung weiter, ggfs. auch als Aufzuchtbehälter für Saaten, bis diese als Setzlinge in den Garten kommen oder als Zwischenlager für anfallenden Hühnermist, der nicht im Garten gebraucht wird und Katzenstreu und die Biotonne mal wieder aus allen Nähten platzt.

  • Auch aus Kostengründen habe ich die ominösen 40-l-Kunststoffeimer. Sind sehr praktisch beim Rühren, stehen einigermaßen stabil und es lohnt sich, die Rührspirale reinzuhalten. Das halte ich bei 12,5-kg-Eimerchen für sehr mühsam. Zum Rühren habe ich eine Runde Metallspirale am Bohrgerät. Dadurch hoffe ich auch im Randbereich, der unbedingt gerührt werden muß, kein Material abzuschaben. Allerdings ist es ein Ereignis, wenn ich von diesen sehr schweren Eimern in meinen Abfüllbehälter umkippe. Da sollte niemand in der Nähe sein der mich ärgert, aber jemand der kein Wort sagt und mit anpackt. Dann geht es. Ich sage es immer wieder, Imkern ist eine Mannschaftssportart.
    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ich nehme zum Rühren einen anderen Handrührer, der so grob Blütenförmig ist. Klappt meiner Meinung ganz gut. Aber 40 kg müssen auch erst gehoben werden wie du sagst. Außerdem passen die bei nicht so ganz in den Erwärmer (Ich gestehe, elektronischer Einmachtopf), da ich nicht alles zeitnah nach dem Schleudern abfülle.

  • In 3 kleine Eimer geht genau so viel, wie in einen 40 er Hobbok. Und kosten tun alle 3 nicht einen Cent mehr.
    Negativer Nebeneffekt macht sich in meinem Rücken NICHT bemerkbar. Aber sogar die 25 er sind diesem zu schwer.


    Gruss

    Ulrich

  • Ich nehme den 25 kg Hobbock, den ich im Melitherm verflüssigt habe, hänge den an den elektrischen Seilzug, hebe das Ding über die Anrichte, auf der das handliche 50 kg Rührwerk steht und kippe die Suppe da rein. Das ganze 2x, Impfhonig dazu und dann soll die Zeitschaltuhr den Rest erledigen. Ist der Honig dann cremig, fülle ich direkt aus dem Rührwerk ab.


    Am Anfang scheut man vielleicht die Investition, aber ich habe weder Lust mir den Rücken kaputt zu machen noch mir den Hals zu brechen, weil ich den Hobbock von der Leiter ins Rührwerk kippen muss. Und auf das elendige Gefrickel mit der Bohrmaschine und dem Rührstab hab ich noch weniger Lust.

    Kaputt geht der Edelstahlkram auch nicht, also ist es eine einmalige Investition (bis alles zu klein ist, natürlich). Und wenn man direkt was anständiges kauft, kann man es auch zu akzeptablen Preisen wieder unters Volk bringen.