Varroa 2020

  • Ok, dann bin ich ja beruhigt, dass ich es mit dem Tröpfeln eigentlich nur falsch machen kann, was den Zeitpunkt angeht. :thumbup:

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ok, dann bin ich ja beruhigt, dass ich es mit dem Tröpfeln eigentlich nur falsch machen kann, was den Zeitpunkt angeht. :thumbup:

    Naja, im Zweifelsfall würde ich mich einfach an die Bedienungsanleitung halten, die (zumindest bei dem von uns verwendeten Mittel, Link in meinem vorherigen Beitrag) sagt:


    "Brutfreie Zeit, November bis Januar, Bienen müssen in Wintertraube sitzen, Anwendung bei -15 bis +5 Grad, Schutzkleidung tragen".


    Das ist für mich eine relativ klare Ansage.


    Ich für mich wende das Mittel allerdings noch nicht im November an, eben weil es - wie ich inzwischen weiß - zu einem erhöhten Totenfall kommen kann (nicht muss, wie ich vorher dachte), und ich dieses Risiko möglichst klein halten möchte.


    Davon abgesehen, dass ich eben immer wieder von weiteren Nebenwirkungen dieses Mittels bei den Bienen höre, die eine eher spätere Anwendung nahelegen (und wo ich mir wünschen würde, dass aufmerksame Anwender diese an die entsprechende Stelle weiterleiten, damit diese Nebenwirkungen in der Packungsbeilage aufgenommen werden).


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • JBinder teilt die Träufel-Dosierung auf 2 Behandlungen im Abstand auf, bei Notbehandlungen empfahl er letztes Wochenende Apitraz.
    Ich bin froh, das ich seine Lehrgänge schon 2015/16 besuchte, da gab es nur Empfehlungen/Methoden, die er selbst in der Praxis anwendete.


    Morgen ist ein warmer Tag- eine Gelegenheit bei sehr starkem Befall - 1x Schwammtuch als Notbehandlung zu machen. Oder auch 1xOx zu sprühen, wenn nur wenig Brut vorhanden ist. (wer darf kann bedampfen)

    Heute abend - bei 14-15°C Nachttemperatur wäre möglich, wenn es heute schon trocken war! Siehe Varroawetter.de - MAQS entspricht in etwa 60%AS Schwammtuch ab 15°C.

  • "MAQS entspricht in etwa 60%AS"

    Wo steht das?


    Meine Augen täuschen mich nicht!

    Dort steht auf dem Produkt "MAQS" 60 Gramm und nicht 60%AS.


    Wenn ich dann die Anwendungshinweise oder Anwendungsempfehlungen lese und die gute Wirkung bei hoher Luftfeuchtigkeit vergleiche, kommt bei mir der Verdacht auf,

    dass es sich womöglich um eine stärkere Ameisensäure-Konzentration wie 60%AS handelt die das Gewicht von 60 Gramm hat.

    Hier werden einige Imker eventuell für dumm verkauft?


    Liebe Grüße...

    -Erfahrung ist die Summe meiner Irrtümer-

  • Hallo zusammen, wenn man aus welchen Gründen auch immer, jetzt eine hohe Varroabelastung hat, kann man dann nicht eine Behandlung trotzt vorhandener Brut machen um die Belastung bis zur Brutfreiheit zu überbrücken?

    Sorry, möglicherweise blöde Anfängerfrage.

    Grüße Grete

    Das kann man machen, ist auch sinnvoll, aber nicht durch OS-Träufeln und nicht mit AS. Am besten durch Bedampfen oder Besprühen mit OS.

    Wenn man bei starkem Befall nicht behandelt, kann das zu Opferflügen der Bienen führen, d.h., sie fliegen aus, um draußen zu sterben und nehmen dabei Varroen mit. Dann kann die Kiste sehr schnell leer sein.

    Gruß Ralph

  • Du kannst diese Angaben nicht vergleichen. 60% AS im Gewicht von 60g würde deutlich weniger AS enthalten als 60g!


    Die Angabe von 60 % macht nur in wässriger Lösung Sinn, die MAQS ja nun nicht darstellen. Insofern ist die Angabe von 60g AS weitaus korrekter und sinnvoller - eine Angabe von 60% wäre eher "für dumm verkaufen" da der Imker dann die Streifen wie 60% AS einsetzen könnte mit womöglich völlig anderem Verdunstungsverhalten. Wie du ja auch schon selbst festgestellt hast.


    Ich habe MAQS nur einmal eingesetzt und war durchaus zufrieden mit dem Erfolg. Aber da kannst du die Nase nicht lange über die Kiste halten, sprich da ist schon ordentlich Säure drin. Das geht meiner Meinung nach eher in Richtung Handgranate, denn (vergleichsweise) schonende Langzeit-Behandlung. In meine Kisten kommt das um diese Jahreszeit nicht mehr.

  • Wir brauchen gar nicht lange zu raten...


    In der Gebrauchsanleitung von MAQS steht folgendes:


    Zusammensetzung:

    Ein Streifen enthält Wirkstoffe: Acidum Formicum (Ameisensäure) 95% 68.2g

    [...]

    Die Aussentemperatur soll während der Anwendung bei 10 – 29,5 °C liegen.


    An anderer Stelle wird auf der Webseite von Andermatt BioVet das optimale Behandlungsfenster(Temperatur) mit 20°-25°C angegeben. (damit ist MAQS um diese Jahreszeit nicht mehr geeignet)


    Gruß
    Ludger

  • sorry für die Formulierung- Schwammtuch wird bei Varroawetter nicht genannt, wenn dort MAQS mit grünem Plus, sollte auch Schwammtuch funktionieren.

    Meine Erfahrung - mit 60%AS geht es gut bei 15-25°C in den nächsten 24h und nicht zu hoher Feuchtigkeit/kein Regen.

    MAQS empfehle ich nicht, weil die Belastung zu Beginn der Behandlung noch höher als beim Schwammtuch sein kann und die auch über mehrere Tage gehalten werden wird. Der preisliche Nachteil und die begrenzte Haltbarkeit kommen dazu.

  • Hallo, im neuen Bienenjournal wird für die MAQS nur eine gut durchlüftete Holzbeute angepriesen. In Kunstoff gäbe es Bienenschäden, wo ist denn der Unterschied bei Holz oder Kunstoffbeute, wenn beide offenen Gitterboden haben?

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • wenn ich nur gefahrlos für den Bien behandeln kann, wenn die Ameisendämpfe gleich wieder verschwinden- offenes Gitter und voll geöffnetes Flugloch - dürfte ich die MAQS bei meinen überwiegend geschlossenen Böden und Fluglochgrößen keinesfalls verwenden.

  • wenn ich nur gefahrlos für den Bien behandeln kann, wenn die Ameisendämpfe gleich wieder verschwinden- offenes Gitter und voll geöffnetes Flugloch -

    ... das wiederum verstehe ich nicht: Wie soll sich so für eine bestimmte Zeit ein Ameisensäurepartialdruck in der Stockluft aufbauen? .... und ohne genügend Ameisensäure in der Stockluft keine Wirkung auf die Milben.