Varroa 2020

  • Zwischenbericht:


    Viele selbst erstellte Ableger, bei Bildung mit OS gesprüht: Alle unauffällig.

    2 Königinnen Ableger: TBE im Juli mit Fangwabe + OX sprühen. Einer unauffällig, der andere im Grenzbereich. Bekommt heute noch einen Nassenheider rein.

    2 Zugekaufte Ableger (wurden ohne Behandlung gebildet): Wurden vor 4 Wochen mit dem Nassenheider behandelt - einiges gefallen, aktuell unauffällig.

    Altvölker mit TBE im Juli behandelt (alle mit Fangwabe + OS gesprüht) - alle unauffällig <2 Milben pro tag auf der Windel.

  • Rene J. :

    Wann und wie stark hast du denn die Kö Ableger gebildet?

    Und wie alt waren die Königinnen?

    Ich hatte dieses Jahr nämlich auch 5 Kö Ableger, wegen ungebremster Schwarmlust ( die meisten jetzt im Spätsommer bereits umgeweiselt mit Zuchtkö), die habe ich alle Mitte/ Ende Mai mit 2 BW gebildet. Die Kö waren 1-2 Jahre alt.

    Ich muss gestehen, dass ich mich nicht getraut habe, dort im Juli nochmal eine TBE zu machen, ich hatte Sorge, dass die nicht mehr Einwinterungsstärke bekommen.Vermutlich unbegründet.

    Sie waren aber auch so wenig belastet, dass ich sie erstmal nur engmaschig kontrolliert habe. Bei 3 war jetzt doch noch eine kurze Blockbehandlung nötig, die anderen beiden zeigen nach wie vor keinen erwähnenswerten Varroabefall ( über Diagnose: Windel, PuZu, 1x OX Kontrollbehandlung)

    9 meiner 12 Wirtschaftsvölker habe ich entweder über Duplex Bannwabentasche ( erstmalige Erfahrung) behandelt oder sie waren brutfrei nach der Kö Entnahme behandelt worden. Sie zeigten auch vorher schon eine geringe Varroabelastung, sind nun schön stark, zwei waren in der August Hitze aus der Brut gegangen.

    3 Wi Völker an einem anderen Stand sind leider nicht ganz brutfrei gewesen bei der Behandlung im Sommer, das rächt sich jetzt, ich muss da wohl noch ein paar Mal ran. War ich aber selber schuld.

    Trotz der Tatsache, dass ich von 12 auf jetzt 21 Völker aufgestockt habe, ist das varroatechnisch mein entspanntestes Jahr.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Trotz der Tatsache, dass ich von 12 auf jetzt 21 Völker aufgestockt habe, ist das varroatechnisch mein entspanntestes Jahr.

    nicht trotz, sondern weil ;)

    Stimmt!

    Man verdünnt den Varroabestand damit auf jeden Fall.

    :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Trotz der Tatsache, dass ich von 12 auf jetzt 21 Völker aufgestockt habe, ist das varroatechnisch mein entspanntestes Jahr.

    nicht trotz, sondern weil ;)

    Ja,

    So haben wir das schon in den späten 80ern gemacht - irgendwann kommt man nicht mehr nach, wenn man zu viele Bienen hat.

    Bei uns kam dann noch dazu, daß die Bestäubung nicht mehr vergütet wurde und die Honigkunden nun „endlich“ Langnesehonig aus der Fernsehwerbung wollten …


    Grüße Ralf

  • Wie jetzt? Meint Ihr, weil ich so viele Völker habe, gucke ich nicht mehr richtig nach?:D


    Mein Ziel ist immer noch, jede unnötige Behandlung zu vermeiden und wenn, schadschwellenorientiert.

    2 -3 Perlchen habe ich schon gefunden.

    Aber was ich eigentlich sagen wollte, war, dass wie schon andere festgestellt haben, der Varroadruck hier bei mir dieses Jahr einfach niedriger ist. Woran das liegt- keine Ahnung.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Nö,

    Wir hatten zum Schluss fast 150 Völker in 4 Wanderwagen. Und das nebenberuflich. Das wäre auch ohne Milben nicht ewig gut gegangen. Es wurden auch die Wanderplätze knapp. In den 80er Jahren gab es in der DDR einen regelrechten Boom der Imkerei, die damals durchaus günstige Bedingungen vorfand.


    Und dann kamen erst die Milben und dann die Wende und die Idylle war vorbei:-)


    Grüße Ralf

  • Wie jetzt? Meint Ihr, weil ich so viele Völker habe, gucke ich nicht mehr richtig nach?:D

    Wenn du ein Volk teilst vermehren sich die Bienen schneller als die Varroen. Sagen wir du hast 10 Varroen in einem Volk mit 10000 Bienen. Jetzt teilst du die Bienen auf und hast zwei Königinnen die legen. doppelt so viele Bienen in der selben Zeit. Die Varroen vermehren sich aber noch genauso schnell wie vorher.
    nach einer Weile hast du zwei Völker Bienen und genau viele Varroen wie wenn du nicht geteilt hättest. Die sind aber jetzt auf zwei Völker verteilt, also pro Volk nur noch die Hälfte.

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Das klappt alles aber nur im Frühjahr gut.

    Wenn man sämtliche verdeckelte Brut entnimmt, daraus Brutableger macht und das alles in „brutfreien“ Zustand, also ohne verdeckelte Brut, behandelt, hat man schon mal gute Karten und die Vermehrung der Milben drastisch behindert.

    Wenn man das bezeiten, so kurz nach der Linde durchziehen kann, hat man schon mal einen Vorsprung für die Bienen erreicht.

    Grüße Ralf

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  • die Bestäubungsprämien ( +kostenloser Transport durch die LPG) und der staatlichen garantierte Honigabsatz- Ende der 80iger mit Prämie obendrauf (für den Export nach Westdeutschland) - war überhaupt die Motivation und gab die Möglichkeit neben Hauptberuf noch soviel Bienen "nebenher" zu betreuen. Das war schon ein 2. Volltimejob über die Saison für die Familie- auch vom Verdienst.


    Durch die Vermehrung wird das Durchschnittsalter der Weiseln im Bestand verjüngt- im ersten Jahr sind sie am leistungsfähigsten. Weniger Probleme beim Schwärmen, mehr Gelegenheiten bei Brutpausen für effektive Sprühbehandlungen, letztendlich gering belastete Jungvölker für die nächste Saison.

  • Wie sind nochmal die Behandlungsschwellen im Oktober für Alk auswaschen ?? Ich finde im Netz teils unterschiedliche Angaben. Ich habe eine ehemalige Brutscheune mit aktuell 3% Befall, der Rest deutlich drunter teils unter 1%.


    Zudem lese ich im Netz unterschiedliche Angaben ob die Bienen nun von der Brutwabe oder nicht sein sollen, was sagen die Profis ?